
Kriminalitätsrate in Tunesien: Ein detaillierter Überblick
Hier ist ein Überblick zur aktuellen Sicherheitslage und Kriminalität in Tunesien, basierend auf den Einschätzungen offizieller Stellen im Februar 2026.
Es ist wichtig zu betonen, dass für Tunesien keine flächendeckende, tagesaktuelle Kriminalitätsstatistik im Sinne einer offiziellen „Mordrate pro 100.000 Einwohner“ vorliegt, wie man sie aus einigen europäischen Ländern kennt. Die allgemeine Sicherheitslage wird von den Behörden jedoch kontinuierlich bewertet.
Allgemeine Sicherheitslage
Reisen nach Tunesien gelten grundsätzlich als möglich und werden von vielen Touristen wahrgenommen. Die Lage ist jedoch durch eine angespannte soziale und wirtschaftliche Situation sowie politische Unsicherheiten geprägt. Es kommt regelmäßig zu Protesten und Demonstrationen. Reisenden wird daher geraten, sich von Menschenansammlungen fernzuhalten und die Nachrichten sowie lokale Medien aufmerksam zu verfolgen.
Kleinkriminalität
Die am häufigsten vorkommende Form der Kriminalität, die Touristen direkt betreffen kann, ist die Kleinkriminalität. Diese nimmt insbesondere in den Touristenzentren, auf belebten Märkten und in öffentlichen Verkehrsmitteln zu.
Taschendiebstahl: In dicht gedrängten Umgebungen sind Taschendiebstähle ein reales Risiko.
Diebstähle: Es kommt zu Diebstählen aus parkenden Fahrzeugen, Hotelzimmern oder Ferienunterkünften.
Betrugsmaschen: Reisende sollten gegenüber „hilfsbereiten“ Personen, die ungefragt ihre Dienste anbieten (sogenannte „False Guides“), oder überteuerten Ausflugsangeboten skeptisch bleiben.
Mordrate und schwere Gewaltkriminalität
Es gibt keine Anzeichen für eine hohe Rate an Tötungsdelikten, die sich gezielt gegen ausländische Reisende richten würden. Schwerere Gewaltkriminalität ist für Touristen im Alltag eher untypisch. Dennoch wird in einigen abgelegenen Regionen – insbesondere in den grenznahen Gebieten zu Algerien und Libyen – vor deutlich höheren Sicherheitsrisiken gewarnt, die über bloße Kriminalität hinausgehen (z. B. militärische Sperrzonen, Entführungsrisiko in extrem abgelegenen Wüstengebieten).
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Weitere Sicherheitsaspekte
Terrorismusgefahr: Obwohl sich die Sicherheitslage seit 2015 durch massive Präventionsmaßnahmen der Regierung stabilisiert hat, bleibt eine grundsätzliche, wenn auch geringere Gefahr von terroristischen Anschlägen im ganzen Land bestehen. Touristische Einrichtungen stehen meist unter besonderem Schutz und gelten als relativ sicher.
Sexuelle Belästigung: Frauen, die alleine reisen, berichten gelegentlich von aufdringlichem Verhalten oder sexueller Belästigung. Es wird empfohlen, sich in Gruppen zu bewegen und in konservativeren Gegenden auf eine zurückhaltende Kleidung zu achten.
Verkehr: Ein oft unterschätztes „Sicherheitsrisiko“ ist der Straßenverkehr, in dem die Unfallgefahr deutlich höher ist als die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines klassischen Verbrechens zu werden.
Wichtige Hinweise für Reisende
Sperrzonen: Meiden Sie das Grenzgebiet zu Libyen und Algerien. Informieren Sie sich vorab über spezifische Reisehinweise für die von Ihnen gewählten Regionen.
Dokumente: Tragen Sie stets Kopien Ihrer Ausweisdokumente bei sich und deponieren Sie Originale im Hotelsafe.
Verhalten: Verzichten Sie in Städten auf nächtliche Spaziergänge in abgelegenen Gebieten und meiden Sie unübersichtliche Menschenmengen.
Weiterführende Informationen der Behörden
Detaillierte und tagesaktuelle Informationen zu Sicherheitslagen oder kurzfristigen Änderungen der Einreiseformalitäten bieten die offiziellen Portale der jeweiligen Außenministerien:













