










Drevsjø Reiseguide 2026: Femunden, Nationalparks & Reisetipps
Drevsjø ist ein kleines Reiseziel im Osten Norwegens, das vor allem durch seine ruhige Lage zwischen Seen, Wäldern und weitläufiger Berglandschaft interessant wird. Der Ort liegt in der Kommune Engerdal nahe der schwedischen Grenze und ist ein guter Ausgangspunkt, wenn du eine weniger touristische Seite Norwegens kennenlernen möchtest.
Rund um Drevsjø liegen mit Femunden, Drevsjøen und Vurrusjøen mehrere große Seen. Gleichzeitig erreichst du von hier zwei außergewöhnliche Schutzgebiete: den Femundsmarka-Nationalpark mit seiner weitläufigen Wildnis und den kleineren Gutulia-Nationalpark mit alten Wäldern und der historischen Gutulisetra.
Drevsjø ist deshalb kein klassisches Sightseeing-Ziel. Hier geht es vielmehr um:
Wandern · Seen · Angeln · Kanufahren · Nationalparks · Ruhe · Natur
Gerade auf einem Roadtrip durch das norwegische Inland kann der Ort eine interessante Zwischenstation sein.
Wie lange würde ich in Drevsjø bleiben?
Für Drevsjø selbst brauchst du keinen ganzen Urlaubstag.
Ich würde aber 1 bis 3 Tage für die Region einplanen:
1 Tag → Drevsjø & Femunden
2 Tage → zusätzlich Gutulia
3 Tage → zusätzlich Femundsmarka oder eine längere Naturtour
Wer zum Wandern, Kanufahren oder Angeln kommt, kann natürlich wesentlich länger bleiben. Die Region bewirbt mehr als 900 Seen, Teiche, Flüsse und Bäche sowie zahlreiche Wander- und Kanumöglichkeiten.
Was Drevsjø besonders macht
Femunden – riesiger See und Tor zur Wildnis
Femundsmarka – ursprüngliche Nationalparklandschaft
Gutulia – alter Wald & historische Alm
Drevsjøen – Natur unmittelbar am Ort
Outdoor – Wandern, Angeln, Kanu & Radfahren
Ruhe – weit weg vom klassischen Norwegen-Massentourismus

Inhalt – Drevsjø Reiseguide
1.Drevsjø auf einen Blick – Quick Facts
3.Sehenswürdigkeiten & Highlights rund um Drevsjø
4.Femunden – Naturerlebnis am großen See
5.Gutulia Nationalpark – Urwald & Gutulisetra
6.Femundsmarka Nationalpark – Wildnis erleben
8.Angeln, Kanu & Outdoor-Aktivitäten
10.Die schönsten Ausflüge rund um Drevsjø
14.Anreise & unterwegs vor Ort
17.Praktische Tipps & persönliche Erfahrungen
Drevsjø auf einen Blick – Quick Facts
Land: Norwegen
Provinz: Innlandet
Kommune: Engerdal
Einwohner: rund 278
Höhenlage: etwa 670 m
Bekannt für: Seen, Wildnis, Wandern, Angeln & Kanufahren
Wichtige Seen: Drevsjøen, Femunden & Vurrusjøen
Nationalparks: Gutulia & Femundsmarka in der Region
Beste Reisezeit: Juni bis September für Wandern & Outdoor
Empfohlene Aufenthaltsdauer: 1–3 Tage
Auto sinnvoll? Ja, für die Region sehr empfehlenswert
Ideal für: Natururlaub, Roadtrip, Wandern, Angeln & Ruhe
Winter: Langlauf, Eisangeln und weitere Winteraktivitäten
Warum sich Drevsjø lohnt
Drevsjø ist kein Reiseziel für klassische Sehenswürdigkeiten oder ein volles Sightseeing-Programm. Genau darin liegt für mich der Reiz. Hier geht es um Seen, Wälder, Ruhe und das Gefühl, weit weg von den touristischen Zentren Norwegens unterwegs zu sein.
Die Region eignet sich besonders, wenn du auf einem Roadtrip das norwegische Inland und seine ursprüngliche Natur kennenlernen möchtest.
1. Zwei Nationalparks direkt vor der Haustür
Mit Gutulia und Femundsmarka liegen gleich zwei sehr unterschiedliche Nationalparks in der Umgebung.
Gutulia ist klein und besonders für seine alten Kiefern- und Fichtenwälder sowie die historische Gutulisetra interessant. Vom Zugang am Gutulisjøen sind es etwa drei Kilometer zu Fuß bis in den Nationalpark.
Femundsmarka ist dagegen echte Weite. Zusammen mit den angrenzenden Schutzgebieten in Schweden gehört die Region zu den größten zusammenhängenden Wildnisgebieten Südskandinaviens.
2. Femunden – Wasser statt Fjorde
Die Landschaft rund um Drevsjø unterscheidet sich deutlich von Westnorwegen.
Statt steiler Fjorde dominieren große Seen, lichte Wälder und weite Landschaften. Femunden gehört zu den größten Seen Norwegens und bildet einen wichtigen Zugang zur Femundsmarka.
3. Wandern ohne großen Besucherandrang
Rund um Drevsjø musst du nicht zwangsläufig zu einem berühmten Aussichtspunkt wandern.
Hier steht eher das Naturerlebnis selbst im Vordergrund.
In Femundsmarka kannst du durch lichte Kiefernwälder, entlang zahlreicher Gewässer und bis in höhere Bergregionen wandern. In Gutulia gibt es dagegen nur wenige markierte Wege – außerhalb davon ist mehr Eigenständigkeit bei der Orientierung gefragt.
4. Ein Paradies für Angler und Kanufahrer
Wasser spielt in der gesamten Region eine enorme Rolle.
Femund Engerdal wirbt mit mehr als 900 Seen, Teichen, Flüssen und Bächen. Neben Wandern gehören deshalb besonders Angeln und Kanufahren zu den klassischen Aktivitäten.
Gerade für einen längeren Natururlaub bietet Drevsjø dadurch deutlich mehr Möglichkeiten, als die geringe Größe des Ortes zunächst vermuten lässt.
5. Ruhe statt Sehenswürdigkeiten
Das würde ich auf deiner Seite ausdrücklich hervorheben.
Wer nach Drevsjø fährt, sollte keine Altstadt, Einkaufsstraßen oder große Attraktionen erwarten.
Dafür bekommst du:
wenig Trubel · viel Natur · Seen · Wälder · Outdoor-Aktivitäten · echtes Inland-Norwegen
Für wen lohnt sich Drevsjø?
Reisetyp | Eignung |
Natururlaub | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
Roadtrip | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
Wandern | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
Angeln | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
Kanu | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
Familien/Natur | ⭐⭐⭐⭐ |
Städtereise | ⭐ |
Klassisches Sightseeing | ⭐⭐ |
Auch im Winter ist die Region interessant: Rund um Drevsjø gibt es präparierte Langlaufloipen; Femund Engerdal bietet außerdem Eisangeln und weitere Winteraktivitäten.
Mein Tipp
Drevsjø würde ich nicht als Zwischenstopp betrachten, an dem du zwei Stunden Sehenswürdigkeiten abhakst.
Wenn du hierherkommst, bleib mindestens eine Nacht und nutze die Umgebung. Gerade Gutulia, Femunden und Femundsmarka machen aus dem kleinen Ort ein interessantes Reiseziel.
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Sehenswürdigkeiten & Highlights rund um Drevsjø
Drevsjø selbst besitzt nur wenige klassische Sehenswürdigkeiten. Die eigentlichen Highlights liegen in der Natur rund um den Ort. Genau deshalb würde ich diesen Abschnitt nicht künstlich aufblasen, sondern die wichtigsten Ziele vorstellen, die sich von Drevsjø aus sinnvoll erreichen lassen.
1. Drevsjøen – der See direkt am Ort
Der Drevsjøen gehört unmittelbar zur Landschaft von Drevsjø und ist ein guter erster Anlaufpunkt, wenn du nach der Anreise einfach etwas Natur genießen möchtest.
Die gesamte Drevsjø-Region ist stark vom Wasser geprägt. Neben Drevsjøen liegen mit Vurrusjøen und Femunden weitere große Seen in der Umgebung. Die Region eignet sich entsprechend gut zum Angeln, Paddeln und für ruhige Naturtage.
Für mich ist Drevsjøen weniger eine einzelne Sehenswürdigkeit als Teil dessen, was Drevsjø ausmacht: Wasser, Wald und viel Ruhe.
2. Blokkodden Villmarksmuseum
Eine der interessantesten tatsächlichen Sehenswürdigkeiten ist das Blokkodden Villmarksmuseum.
Das Freilichtmuseum zeigt, wie die Menschen in Engerdal seit dem 17. Jahrhundert die Natur genutzt und in dieser abgelegenen Region gelebt und gearbeitet haben. Dabei werden sowohl norwegische als auch samische Traditionen thematisiert.
Gerade weil unser Guide stark auf Natur ausgerichtet ist, finde ich das Museum als kulturellen Gegenpol sehr wertvoll.
Wichtig: Das Museum ist saisonal geöffnet. Für die Saison 2026 waren Führungen, Ausstellung und Café vom 27. Juni bis 9. August vorgesehen. Aktuelle Öffnungszeiten solltest du deshalb immer vor dem Besuch kontrollieren.
3. Femunden
Der Femunden ist eines der großen Naturhighlights der Region.
Der langgestreckte See bildet gleichzeitig einen wichtigen Zugang zur Femundsmarka. Besonders interessant wird er durch die Kombination aus:
Wandern · Angeln · Kanufahren · Bootstouren · Wildnis
Femunden bekommt gleich noch ein eigenes Kapitel, deshalb würde ich ihn an dieser Stelle bewusst nur kurz vorstellen.
4. Gutulia Nationalpark
Der Gutulia-Nationalpark ist klein, aber gerade deshalb für einen Tagesausflug sehr interessant.
Hier findest du alte Kiefern- und Fichtenwälder und mit der Gutulisetra eine historische Alm- beziehungsweise Kulturlandschaft. Der markierte Weg vom Zugang am Gutulisjøen gehört zu den unkompliziertesten Möglichkeiten, die Nationalparklandschaft der Region kennenzulernen.
Für mich wäre Gutulia bei zwei Tagen Drevsjø einer der wichtigsten Programmpunkte.
5. Femundsmarka Nationalpark
Deutlich wilder und weitläufiger wird es in der Femundsmarka.
Hier geht es weniger um einen einzelnen Aussichtspunkt als um echtes Wildnisgefühl:
Seen · Kiefernwälder · Moore · Berge · Wandern · Paddeln
Von Süden ist Elgå einer der natürlichen Ausgangspunkte für Touren in die Femundsmarka.
Wenn du nur kurz in Drevsjø bleibst, würde ich nicht versuchen, Femundsmarka „abzuhaken“. Für längere Wanderungen und Kanutouren solltest du bewusst zusätzliche Zeit einplanen.
6. Elgå – Tor zur Femundsmarka
Elgå liegt am Ostufer des Femunden und ist für mich einer der sinnvollsten Ausflüge von Drevsjø.
Hier befindet sich das Besucherzentrum für Femundsmarka und Gutulia, das Informationen über Natur, Tierwelt und Kultur der beiden Nationalparks bietet. Außerdem ist Elgå Ausgangspunkt für Wanderungen und eine Anlegestelle der M/S Fæmund II.
Gerade vor einer größeren Tour in die Nationalparks würde ich hier vorbeischauen.
7. M/S Fæmund II
Die historische M/S Fæmund II ist mehr als nur ein Ausflugsschiff.
Im Sommer verbindet sie verschiedene Anlegestellen am Femunden und ermöglicht dadurch den Zugang zu unterschiedlichen Bereichen der Femundsmarka. Du kannst das Schiff deshalb auch für Wanderungen mit unterschiedlichen Start- und Endpunkten nutzen.
Das behandeln wir später bei Elgå noch ausführlicher.
Meine Highlights rund um Drevsjø
Wenn du wenig Zeit hast, würde ich priorisieren:
1. Gutulia Nationalpark
2. Femunden
3. Elgå
4. Blokkodden Villmarksmuseum
5. Femundsmarka
Femundsmarka steht nur deshalb weiter hinten, weil du für ein wirklich gutes Erlebnis dort mehr Zeit brauchst.
Mein Tipp: Versuche rund um Drevsjø nicht möglichst viele Sehenswürdigkeiten an einem Tag abzuhaken. Ein Spaziergang in Gutulia, mehrere Stunden am Femunden oder eine Bootsfahrt können hier wertvoller sein als fünf kurze Stopps.

Femunden – Naturerlebnis am großen See
Der Femunden ist eines der wichtigsten Naturhighlights rund um Drevsjø. Der langgestreckte Bergsee liegt auf rund 662 Metern Höhe, ist knapp 60 Kilometer lang und umfasst etwa 203 km². Er ist außerdem der größte unregulierte See Norwegens.
Warum lohnt sich Femunden?
Femunden wirkt teilweise fast wie ein kleines Binnenmeer. Statt dichter touristischer Infrastruktur findest du hier vor allem:
weite Wasserflächen · Wälder · Berge · kleine Anlegestellen · viel Ruhe
Für Drevsjø ist der See besonders wichtig, weil er gleichzeitig eines der großen Tore zur Femundsmarka bildet.
Elgå – der beste Ausgangspunkt von Drevsjø
Von Drevsjø würde ich zunächst nach Elgå fahren. Die Fahrt dauert etwas mehr als eine halbe Stunde. Elgå liegt direkt am Femunden und ist einer der wichtigsten südlichen Zugänge zur Femundsmarka.
Dort findest du außerdem das Nationalpark-Besucherzentrum, Übernachtungsmöglichkeiten, einen Laden und den Anleger der M/S Fæmund II.
Mit der M/S Fæmund II über den See
Eines der schönsten Erlebnisse am Femunden ist für mich die historische M/S Fæmund II.
Das Schiff fährt bereits seit 1905 über den See und wird heute sowohl für Ausflüge als auch als Transportmittel für Wanderer, Angler und Kanufahrer genutzt.
Besonders praktisch: Das Schiff hält an verschiedenen Stellen rund um den Femunden. Dadurch kannst du beispielsweise:
Bootsfahrt + Wanderung
oder
Bootsfahrt + Kanutour
miteinander kombinieren. Die Anlegestellen dienen gezielt als Ausgangspunkte für Touren in die Femundsmarka.
Wandern am Femunden
Du musst nicht gleich eine mehrtägige Wildnistour unternehmen.
Von Elgå kannst du bereits kleinere Wanderungen starten. Wenn du tiefer in die Femundsmarka möchtest, kannst du die M/S Fæmund II nutzen und an einem der verschiedenen Anleger aussteigen.
Interessant ist beispielsweise Revlingen. Von dort sind es rund vier Kilometer zur bewirtschafteten DNT-Hütte Svukuriset, die wiederum Ausgangspunkt mehrerer markierter Wanderwege ist.
Kanufahren & Paddeln
Femunden und Femundsmarka sind hervorragend für Kanu und Packraft geeignet.
In der Nationalparkregion gibt es zahlreiche Seen und Wasserläufe. Teilweise lassen sich längere Routen miteinander verbinden.
Für erfahrene Paddler kann Femunden der Beginn eines mehrtägigen Wildnisabenteuers sein.
Auf dem großen offenen See solltest du allerdings Wind und Wetter ernst nehmen. Für Anfänger würde ich eher eine geschütztere Route oder eine geführte Tour wählen.
Angeln am Femunden
Auch für Angler ist die Region interessant.
Im Femunden kommen unter anderem Forelle, Renke, Barsch und Saibling vor.
Für das Angeln benötigst du je nach Gewässer entsprechende Genehmigungen beziehungsweise Angelkarten. Die aktuellen Regeln würde ich deshalb immer vor Ort oder über die offiziellen Anbieter kontrollieren.
Kann man im Femunden baden?
Grundsätzlich kannst du an geeigneten Stellen ins Wasser – allerdings solltest du keinen klassischen Badesee erwarten.
Femunden liegt hoch und das Wasser kann auch im Sommer ziemlich kalt sein.
Ich würde ihn deshalb eher als:
Natursee zum Wandern, Paddeln, Angeln und Genießen
und weniger als typisches Badeziel betrachten.
Wie viel Zeit würde ich einplanen?
Wenn du Femunden nur kennenlernen möchtest:
½ Tag → Elgå + Seeufer
1 Tag → Elgå + Bootsfahrt
2+ Tage → Wandern, Paddeln oder Femundsmarka
Bei einer zweitägigen Drevsjø-Reise würde ich einen Tag Gutulia und einen Tag Femunden/Elgå einplanen.
Mein Tipp
Fahre nicht nur kurz zum Femunden, mache ein Foto und wieder zurück.
Wenn es dein Reiseplan erlaubt, würde ich mindestens eine Bootsfahrt mit der M/S Fæmund II oder eine Wanderung am See einbauen. Erst dann bekommst du ein Gefühl für die Weite dieser Landschaft.
Von Drevsjø ist Elgå dafür der naheliegendste Ausgangspunkt.
Verschiedene Aktivitäten in Norwegen könnt ihr hier finden und buchen:
Gutulia Nationalpark – Urwald & historische Gutulisetra
Der Gutulia-Nationalpark ist für mich eines der wichtigsten Ausflugsziele von Drevsjø. Er liegt zwischen Drevsjø und Elgå direkt an der schwedischen Grenze und ist mit nur 23 km² Norwegens kleinster Nationalpark. Geschützt wird hier vor allem eine außergewöhnlich alte Waldlandschaft mit jahrhundertealten Kiefern und Fichten.
Gerade für einen Tagesausflug ist Gutulia ideal, weil du auch ohne lange Wildnistour einen sehr guten Eindruck von der Landschaft bekommst.
Wanderung zur Gutulisetra
Der einfachste Einstieg liegt am Gutulisjøen.
Dort gibt es einen Parkplatz, Informationstafeln, Sitzgelegenheiten und Feuerstellen. Vom Parkplatz führt ein markierter Naturweg etwa 3 Kilometer bis zur Gutulisetra. Für den Hinweg werden ungefähr 45 Minuten angegeben.
Damit ergibt sich für Hin- und Rückweg:
ca. 6 km + zusätzliche Wege vor Ort
Die Strecke ist damit auch für Reisende interessant, die keine große Tageswanderung unternehmen möchten.
Gutulisetra – historische Alm mitten im Nationalpark
Das eigentliche Ziel ist die Gutulisetra am südöstlichen Ende des Gutulisjøen.
Hier liegen drei historische Almflächen:
Nedpåvollen · Oppåvollen · Lillebovollen
Bereits seit Mitte des 18. Jahrhunderts wurden Tiere im Sommer hierher gebracht. Die traditionelle Almwirtschaft wurde bis 1949 betrieben; später wurden insgesamt 16 historische Blockhäuser restauriert.
Der Kontrast ist besonders schön:
dichter alter Wald → offene Almwiesen → historische Holzhäuser
Kleine Natur- und Erlebnisrunde
Von Gutulisetra führt ein etwa 1,5 Kilometer langer Natur- und Erlebnisweg mit mehr als 20 Stationen durch die Umgebung.
Unterwegs geht es unter anderem um alte Bäume, Flechten, Tiere und Spuren der früheren Nutzung des Gebietes.
Diesen Rundweg würde ich unbedingt ergänzen, wenn du ohnehin bis zur Gutulisetra gelaufen bist.
Jahrhundertealte Wälder
Gutulia wurde 1968 unter Schutz gestellt, um die außergewöhnlich alten Wälder zu erhalten. Einige Bäume sind mehrere Jahrhunderte alt.
Gerade das macht die Wanderung besonders.
Hier geht es nicht um einen spektakulären Instagram-Aussichtspunkt, sondern um das Gefühl, durch einen alten, weitgehend unberührten Wald zu laufen.
Noch mehr Aussicht: Gutulivola
Wenn du mehr wandern möchtest, kannst du von Gutulisetra weiter Richtung Gutulivola gehen.
Die offizielle Nationalparkseite beschreibt eine Gipfeltour, von der du Richtung Femundsmarka, Schweden und Sølen blicken kannst.
Das würde ich allerdings nur ergänzen, wenn du mehr Zeit und entsprechende Wandererfahrung mitbringst.
Für den normalen Drevsjø-Besuch reicht:
Parkplatz → Gutulisetra → Naturweg → zurück
vollkommen aus.
Wichtig: Außerhalb der Hauptwege wird es wilder
Das ist ein wichtiger Unterschied zu vielen touristisch stark erschlossenen Nationalparks.
Der Weg vom Gutulisjøen zur Gutulisetra und der Natur- und Erlebnisweg sind die einzigen markierten beziehungsweise angepassten Wege innerhalb des Nationalparks. Wer tiefer in Gutulia hineinwandert, muss sich stärker selbst orientieren können.
Für eine normale Tageswanderung würde ich deshalb auf den beschriebenen Wegen bleiben.
Einkehr auf der Gutulisetra
Im Sommer gibt es zeitweise eine einfache Bewirtung auf der historischen Alm.
Für 2026 ist die offene Alm vom 27. Juni bis 9. August angekündigt; angeboten werden unter anderem einfache Verpflegung, Kaffee und Waffeln.
Da sich die Saison jedes Jahr ändern kann, würde ich auf deiner Seite keine dauerhaften Öffnungszeiten nennen, sondern:
In der Sommersaison gibt es zeitweise eine einfache Bewirtung auf der Gutulisetra. Aktuelle Öffnungszeiten vor dem Besuch prüfen.
Wie viel Zeit einplanen?
Für einen entspannten Besuch würde ich ungefähr 3–4 Stunden reservieren.
45 Min. → Gutulisetra
45–60 Min. → Alm & Pause
ca. 45 Min. → Naturweg4
5 Min. → Rückweg
Mit zusätzlichen Wanderungen entsprechend länger.
Mein Tipp
Wenn du nur einen Nationalpark rund um Drevsjø unkompliziert kennenlernen möchtest, würde ich Gutulia wählen.
Femundsmarka vermittelt noch mehr Wildnis, benötigt für ein intensiveres Erlebnis aber auch mehr Zeit. Gutulia kannst du dagegen hervorragend als Halbtagesausflug einbauen und bekommst dabei alten Wald, See und historische Almwirtschaft auf einer überschaubaren Wanderung.

Femundsmarka Nationalpark – Wildnis rund um Drevsjø
Die Femundsmarka ist das große Wildnisgebiet rund um Drevsjø. Gemeinsam mit angrenzenden Schutzgebieten auf schwedischer Seite gehört die Region zu den größten zusammenhängenden Wildnisgebieten Südskandinaviens. Statt einzelner Sehenswürdigkeiten erwarten dich hier lichte Kiefernwälder, Seen, Flüsse, Moore und Berge.
Im Gegensatz zu Gutulia würde ich Femundsmarka nicht als klassischen kurzen Nationalparkbesuch betrachten. Je mehr Zeit du mitbringst, desto interessanter wird die Region.
Elgå – der beste Ausgangspunkt von Drevsjø
Für unsere Drevsjø-Seite ist Elgå besonders wichtig.
Der kleine Ort am Femunden bildet einen der wichtigsten südlichen Zugänge zur Femundsmarka. Hier befinden sich das Besucherzentrum für Femundsmarka und Gutulia, ein Parkplatz sowie der Ausgangspunkt für Wanderungen und Fahrten mit der M/S Fæmund II.
Vom Nationalpark-Eingang kannst du beispielsweise Richtung Svukuriset wandern oder radeln.
Svukuriset – guter Einstieg in die Wildnis
Die bewirtschaftete Svukuriset Turisthytte ist einer der wichtigsten Stützpunkte im südlichen Teil der Femundsmarka.
Von Elgå sind es etwa 8 Kilometer zu Fuß bis Svukuriset. Alternativ kannst du die M/S Fæmund II bis Revlingen nehmen und von dort über eine rund 4–5 Kilometer lange Schotterstraße weiterlaufen.
Svukuriset eignet sich hervorragend als Basis für weitere Wanderungen.
Stor-Svuku – Panorama über Femunden
Wenn du eine richtige Bergwanderung suchst, ist Stor-Svuku interessant.
Der Gipfel liegt auf 1.421 Metern und bietet weite Ausblicke über Femunden sowie Richtung Schweden und Rondane.
Von Svukuriset sind es etwa 5,7 Kilometer bis zum Gipfel. Die offizielle Nationalparkseite beschreibt den gleichmäßigen Anstieg als vergleichsweise familienfreundlich.
Das wäre für mich allerdings bereits ein eigenständiger Wandertag.
Elgåhogna – höher und anspruchsvoller
Eine weitere Möglichkeit ist Elgåhogna mit 1.460 Metern.
Der übliche Ausgangspunkt liegt bei Dalset südlich von Elgå. Von dort führt ein markierter Weg rund 5,2 Kilometer bis zum Gipfel und überwindet etwa 700 Höhenmeter. Bei guter Sicht kannst du große Teile des Femunden überblicken.
Hier befindest du dich außerdem in einem wichtigen Gebiet der südsamischen Rentierhaltung. Besonders während der empfindlichen Zeiten solltest du großen Abstand zu Rentieren halten und Störungen vermeiden.
Femundsmarka mit dem Kanu
Die vielen Seen und Wasserläufe machen Femundsmarka zu einem hervorragenden Gebiet für Kanu- und Packrafttouren.
Es gibt sogar zusammenhängende Wasserwege von der schwedischen Seite bis zum Femunden.
Für längere Touren solltest du allerdings Erfahrung mitbringen und Wetter, Navigation und Ausrüstung ernst nehmen. Das ist echte Wildnis und kein künstlich angelegter Freizeitpark.
Angeln
Auch Angeln gehört zu den klassischen Aktivitäten in der Femundsmarka.
In den zahlreichen Gewässern kommen unter anderem Forellen und Barsche vor; im Winter ist auch Eisangeln verbreitet.
Wichtig: Für das Angeln benötigst du entsprechende Angelkarten beziehungsweise Genehmigungen.
Femundsmarka als Tagesausflug
Du musst nicht mehrere Tage mit Zelt unterwegs sein, um einen Eindruck von der Region zu bekommen.
Von Drevsjø würde ich für einen ersten Besuch beispielsweise planen:
Drevsjø → Elgå → Besucherzentrum → Wanderung Richtung Femundsmarka → Femunden → zurück nach Drevsjø
Oder im Sommer:
Drevsjø → Elgå → M/S Fæmund II → kurze Wanderung → zurück
Die Fahrpläne des Schiffes solltest du allerdings immer aktuell prüfen.
Wenn du mehr Zeit hast
Dann wird Femundsmarka richtig interessant.
Es gibt markierte mehrtägige Wanderungen, Hütten und Möglichkeiten zum Zelten. Eine längere markierte Route führt beispielsweise in sechs Tagen von Røros bis Elgå über mehrere Hütten und Wildnisgebiete.
Damit kann Femundsmarka problemlos ein eigenständiges Reiseziel werden.
Wichtige Regeln im Nationalpark
Femundsmarka ist ein empfindliches Natur- und Rentiergebiet. Einige Regeln solltest du deshalb kennen:
Hunde: Leinenpflicht vom 1. April bis 20. August.
Drohnen: grundsätzlich verboten, sofern keine Ausnahmegenehmigung vorliegt.
Radfahren: nur auf bestimmten freigegebenen Routen erlaubt.
Zelten: Auf Inseln ist Camping zum Schutz empfindlicher Arten nicht erlaubt.
Feuer: Lebende und tote Bäume stehen unter Schutz – verwende kein Holz aus dem Wald als Brennholz.
Gutulia oder Femundsmarka?
Gutulia | Femundsmarka | |
Kurzer Besuch | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐ |
Halbtageswanderung | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐ |
Wildnisgefühl | ⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
Mehrtagestouren | ⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
Kanufahren | ⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
Erster Besuch | sehr einfach | mehr Planung |
Mein Tipp
Bei zwei Tagen in Drevsjø würde ich Gutulia und Femundsmarka nicht gegeneinander ausspielen.
Nutze einen Tag für die Gutulisetra und den alten Wald von Gutulia und den zweiten für Elgå, Femunden und einen ersten Eindruck der Femundsmarka.
Wenn du dagegen mehrere Tage wandern, paddeln oder zelten möchtest, wird Femundsmarka selbst zum eigentlichen Reiseziel.

Wandern rund um Drevsjø – die schönsten Touren
Drevsjø ist ein sehr guter Ausgangspunkt zum Wandern im norwegischen Inland. Dabei findest du sowohl kurze Touren durch alte Wälder als auch längere Gipfelwanderungen und mehrtägige Routen durch die Femundsmarka.
Für eine erste Reise würde ich diese Touren besonders berücksichtigen:
1. Gutulisetra – meine Empfehlung für Einsteiger
Die Wanderung vom Gutulisjøen zur Gutulisetra ist für mich die beste unkomplizierte Tour rund um Drevsjø.
Vom Parkplatz sind es etwa 3 Kilometer bis zur historischen Alm. Dort kannst du zusätzlich den rund 1,5 Kilometer langen Natur- und Erlebnisweg laufen.
Strecke: ab ca. 6 km hin und zurück
Zeit: etwa 3–4 Stunden mit Aufenthalt
Schwierigkeit: leicht bis mittel
Highlight: alter Wald & Gutulisetra
Ideal, wenn du nur einen halben Tag zum Wandern hast.
2. Gutulivola – mehr Aussicht
Wenn dir Gutulisetra allein zu kurz ist, kannst du die Wanderung Richtung Gutulivola verlängern.
Von oben bekommst du bei guter Sicht ein Panorama über Gutulia, Femundsmarka und die Landschaft Richtung Schweden. (gutulianasjonalpark.no)
Schwierigkeit: mittel
Highlight: Aussicht & Nationalparklandschaft
3. Stor-Svuku – großes Panorama
Mit 1.421 Metern gehört Stor-Svuku zu den interessantesten Gipfelzielen in der Femundsmarka.
Von Svukuriset führt eine rund 5,7 Kilometer lange Route zum Gipfel. Der Aufstieg verläuft vergleichsweise gleichmäßig und oben erwartet dich ein weites Panorama über Femunden und die umliegende Wildnis. (femundsmarkanasjonalpark.no)
Zeit: ganzer Wandertag
Schwierigkeit: mittel
Highlight: Panorama über Femunden
4. Elgåhogna – für ambitioniertere Wanderer
Der 1.460 Meter hohe Elgåhogna bietet eine der schönsten Aussichten der Region.
Vom Ausgangspunkt bei Dalset sind es etwa 5,2 Kilometer bis zum Gipfel, wobei ungefähr 700 Höhenmeter überwunden werden. (femundsmarkanasjonalpark.no)
Schwierigkeit: mittel bis anspruchsvoll
Zeit: etwa 5–6 Stunden
Highlight: weite Aussicht über Femunden
5. Elgå – Svukuriset
Wenn du lieber durch die Landschaft wanderst, statt einen Gipfel zu besteigen, ist die Strecke von Elgå nach Svukuriset interessant.
Vom Nationalpark-Eingang bei Elgå sind es ungefähr 8 Kilometer bis zur bewirtschafteten DNT-Hütte.
Schwierigkeit: mittel
Highlight: Einstieg in die Femundsmarka
Mit Übernachtung in Svukuriset kannst du daraus problemlos eine längere Tour machen.
6. Mehrtägige Wanderungen
Femundsmarka eignet sich hervorragend für mehrtägige Touren.
Eine besonders interessante Möglichkeit verbindet sogar Røros mit Elgå. Die markierte Route führt über mehrere Hütten durch die weitläufige Landschaft und kann in ungefähr sechs Tagen gewandert werden. (femund.no)
Das wäre allerdings bereits ein eigenes Norwegen-Abenteuer und kein normaler Ausflug von Drevsjø.
Welche Wanderung passt zu dir?
Wanderung | Schwierigkeit | Zeit |
Gutulisetra | leicht–mittel | 3–4 Std. |
Gutulivola | mittel | ½–1 Tag |
Stor-Svuku | mittel | 1 Tag |
Elgåhogna | mittel–anspruchsvoll | 5–6 Std. |
Elgå–Svukuriset | mittel | ½–1 Tag |
Femundsmarka Mehrtagestour | anspruchsvoller | mehrere Tage |
Was solltest du mitnehmen?
Auch bei einer relativ kurzen Wanderung würde ich dabei haben:
feste Wanderschuhe · Regenjacke · warme Schicht · Wasser · Verpflegung · Offline-Karte
Gerade in der Femundsmarka solltest du dich nicht ausschließlich auf Mobilfunkempfang verlassen.
Das Wetter kann sich außerdem schnell verändern.
Mein Tipp
Für die erste Drevsjø-Reise würde ich mit Gutulisetra beginnen.
Die Wanderung ist nicht übermäßig lang und verbindet genau das, was die Region besonders macht: alten Wald, See, Ruhe und traditionelle Kulturlandschaft.
Wenn du anschließend eine größere Tour möchtest, würde ich Stor-Svuku oder Elgåhogna wählen.

Angeln, Kanu & Outdoor-Aktivitäten rund um Drevsjø
Drevsjø ist vor allem ein Ziel für Outdoor-Fans. Neben Wandern gehören Angeln und Kanufahren zu den wichtigsten Aktivitäten. Die Region Femund Engerdal bietet mehr als 900 Seen, Teiche, Flüsse und Bäche, die über ein gemeinsames Angelsystem erschlossen werden.
1. Angeln
Die Region ist ein echtes Angelrevier. Je nach Gewässer kommen unter anderem Forelle, Saibling, Äsche, Renke, Barsch und Hecht vor.
Du kannst vom Ufer oder vom Boot angeln und sowohl leicht erreichbare Gewässer als auch abgelegene Seen in der Wildnis wählen.
Wichtig: Informiere dich vorher über die jeweils erforderliche Angelkarte und die geltenden Regeln.
2. Kanufahren & Packraft
Wenn du die Landschaft vom Wasser erleben möchtest, ist Drevsjø ebenfalls interessant.
Die Kombination aus großen Seen, kleineren Gewässern und Flüssen macht Femund Engerdal zu einem beliebten Kanurevier. Gerade die Femundsmarka bietet Möglichkeiten für längere Touren durch nahezu unbewohnte Landschaften.
Für Anfänger würde ich allerdings nicht direkt eine mehrtägige Wildnistour empfehlen. Wind und Wetter können besonders auf dem großen Femunden schnell eine wichtige Rolle spielen.
3. Radfahren
Auch mit dem Fahrrad kannst du die Region gut erkunden.
Es gibt ein großes Netz aus Waldwegen, Schotterstraßen und kleineren Straßen. Möglich sind sowohl kurze Tagesausflüge als auch mehrtägige Touren. Einige Routen lassen sich sogar mit einer Fahrt der M/S Fæmund II kombinieren.
Das gefällt mir besonders, weil du dadurch deutlich weiter in die Landschaft kommst als bei einem normalen Spaziergang.
4. Tierbeobachtungen
In der dünn besiedelten Landschaft kannst du mit etwas Glück verschiedene Wildtiere beobachten.
Besonders häufig wirst du vermutlich Spuren oder Sichtungen von Rentieren und Elchen mit der Region verbinden. Gerade bei Rentieren solltest du allerdings ausreichend Abstand halten und die Tiere nicht verfolgen oder bedrängen.
Eine Tierbeobachtung würde ich deshalb eher als Bonus einer Wanderung oder Autofahrt betrachten und nicht mit garantierten Sichtungen werben.
5. Drevsjø im Winter
Auch im Winter bietet die Region erstaunlich viel.
Besonders interessant sind:
Langlauf · Eisangeln · Hundeschlitten · Schneemobil
In Drevsjø selbst werden präparierte Langlaufloipen sowie eine beleuchtete Loipe angeboten.
Außerdem verfügt Engerdal über ein ausgedehntes Netz ausgewiesener Schneemobilrouten.
Damit ist Drevsjø wesentlich mehr als ein reines Sommerziel.
Welche Aktivität passt zu dir?
Aktivität | Empfehlung |
Wandern | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
Angeln | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
Kanu/Packraft | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
Radfahren | ⭐⭐⭐⭐ |
Tierbeobachtung | ⭐⭐⭐⭐ |
Langlauf | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
Eisangeln | ⭐⭐⭐⭐ |
Mein Tipp
Versuche in Drevsjø nicht jeden Tag ein festes Ausflugsprogramm abzuarbeiten.
Gerade hier würde ich bewusst einen halben Tag offenlassen. Eine kleine Wanderung, ein paar Stunden am See oder eine spontane Kanutour passen viel besser zum Charakter der Region als ein eng getakteter Reiseplan.
Wer speziell zum Angeln oder Paddeln nach Drevsjø kommt, kann problemlos mehrere Tage allein mit diesen Aktivitäten verbringen.

Elgå & M/S Fæmund II
Elgå gehört für mich zu den wichtigsten Ausflugszielen von Drevsjø. Der kleine Ort liegt direkt am Femunden und ist der natürliche südliche Ausgangspunkt für Touren in die Femundsmarka. Von Drevsjø erreichst du Elgå mit dem Auto in etwas mehr als einer halben Stunde.
Nationalpark-Besucherzentrum
In Elgå befindet sich das Besucherzentrum für Femundsmarka und Gutulia.
Die Ausstellung beschäftigt sich unter anderem mit der Natur der Nationalparks, der Tierwelt und der südsamischen Rentierhaltung. Außerdem bekommst du hier Informationen und Tipps für Wanderungen in der Region.
Vom Besucherzentrum führt ein kleiner Erlebnisweg hinunter Richtung Anleger.
Elgå als Tor zur Femundsmarka
Wenn du von Süden kommst, ist Elgå einer der besten Ausgangspunkte für die Femundsmarka.
Von hier kannst du:
wandern → Richtung SvukurisetRad fahren → Richtung SvukurisetM/S Fæmund II nutzen → tiefer in die Region gelangenFemunden direkt am Ufer erleben
Bis zur DNT-Hütte Svukuriset sind es vom Ausgangspunkt etwa 8 Kilometer zu Fuß.
M/S Fæmund II
Ein besonderes Erlebnis ist die traditionsreiche M/S Fæmund II.
Das Schiff verbindet Elgå mit verschiedenen Anlegestellen am Femunden und ist gleichzeitig ein wichtiges Transportmittel für Wanderer, Radfahrer, Angler und Paddler.
Interessante Stopps sind beispielsweise:
Revlingen – guter Zugang nach Svukuriset
Haugen – Ausgangspunkt für Touren in die Femundsmarka
Femundshytten – historischer Platz des früheren Røros-Kupferwerks
Røa – Zugang zur Wildnis
Synnervika – nördlicher Endpunkt nahe Røros
Einfach nur eine Bootsfahrt machen?
Ja. Du musst die M/S Fæmund II nicht zwingend als Transportmittel für eine mehrtägige Wanderung nutzen.
Allein die Fahrt über den Femunden ist bereits ein schönes Naturerlebnis. Vom Schiff bekommst du einen guten Eindruck von der enormen Weite des Sees und der dünn besiedelten Landschaft.
Für 2026 fährt die Sommerroute zwischen Synnervika und Elgå vom 13. Juni bis 9. August; anschließend gibt es bis Anfang September einen reduzierten Herbstfahrplan.
Die konkreten Abfahrtszeiten würde ich trotzdem nicht dauerhaft in unseren Guide schreiben, da sich der Fahrplan jährlich ändern kann.
Elgå + Femundsmarka kombinieren
Für einen entspannten Tagesausflug würde ich beispielsweise planen:
Drevsjø → Elgå → Nationalparkzentrum → Femunden → kleine Wanderung → Elgå
Wenn der Fahrplan passt:
Drevsjø → Elgå → M/S Fæmund II → kurze Wanderung → Rückfahrt
Für größere Wanderungen kannst du beispielsweise in Revlingen aussteigen. Von dort sind es etwa vier Kilometer bis Svukuriset.
Wie viel Zeit einplanen?
2–3 Stunden: Elgå & Besucherzentrum
½ Tag: Elgå + kurze Wanderung
1 Tag: Elgå + Bootsfahrt oder längere Wanderung
2+ Tage: Einstieg in die Femundsmarka
Mein Tipp
Wenn du zwei Tage in Drevsjø bleibst, würde ich Elgå fest einplanen.
Die Kombination aus Femunden, Nationalparkzentrum und M/S Fæmund II macht den kleinen Ort wesentlich interessanter, als seine Größe vermuten lässt.
Und besonders wichtig: Elgå ist nicht nur eine Sehenswürdigkeit, sondern tatsächlich ein Ausgangspunkt für dein nächstes Naturerlebnis.

Die schönsten Ausflüge rund um Drevsjø
Wenn du mehrere Tage in Drevsjø bleibst, kannst du neben Gutulia, Femunden und Femundsmarka noch einige weniger bekannte Ziele entdecken. Gerade mit dem Auto eignet sich die Region hervorragend für kleine Naturausflüge und Roadtrips.
1. Engerdal – kleiner Abstecher ins Gemeindezentrum
Engerdal ist das administrative Zentrum der Kommune und eignet sich gut für einen kurzen Zwischenstopp.
Hier findest du unter anderem die Gjermund-Eggen-Ausstellung, die an den erfolgreichen norwegischen Langläufer erinnert, sowie die ungewöhnliche Skulptureninstallation Abakus, die dem aus Engerdal stammenden Physiker Egil A. Hylleraas gewidmet ist.
Für sich allein würde ich dafür keinen ganzen Tag einplanen, aber als Zwischenstopp auf einer Rundfahrt passt Engerdal gut.
2. Røfalla – Wasserfälle & kurze Wanderung
Interessanter finde ich Røfalla südlich von Engerdal.
Hier stürzt die Røåa in mehreren Stromschnellen und fünf Wasserfällen Richtung Engeren hinab. An der Strecke befindet sich außerdem eine Tageshütte mit Aussichtsmöglichkeiten und Sitzplätzen.
Ideal für: kurze Wanderung & Wasserfälle
Zeit: etwa 2–3 Stunden
Das wäre für mich einer der besten kleineren Ausflüge, wenn du nach Gutulia noch eine andere Landschaft kennenlernen möchtest.
3. Sølen – Berglandschaft westlich von Drevsjø
Rund um Sølenstua und Sølenfjellet findest du eine völlig andere Berglandschaft.
Die Region eignet sich zum Wandern, Angeln und Radfahren. Im Winter kommen Langlauf und das kleine Alpin-Sølen-Skigebiet hinzu.
Wenn du mehrere Tage in Drevsjø bleibst und gerne wanderst, würde ich diese Gegend eher berücksichtigen als einen langen Tagesausflug zu einer weiter entfernten Stadt.
4. Femundsenden & Straße nach Elgå
Auch die Fahrt Richtung Femundsenden und Elgå ist bereits Teil des Erlebnisses.
Unterwegs lohnt sich beispielsweise ein kurzer Halt beim Småsjøkongen – einer geschützten, etwa 350 bis 400 Jahre alten Kiefer. Sie steht nahe der Straße zwischen Femundsenden und Elgå.
Das lässt sich hervorragend mit unserem Elgå- und Femunden-Tag kombinieren.
5. Røros – UNESCO-Stadt als Kontrastprogramm
Wenn du Drevsjø in einen größeren Roadtrip integrierst, würde ich unbedingt Røros berücksichtigen.
Nach mehreren Tagen zwischen Seen, Wäldern und Nationalparks bekommst du dort historische Holzhäuser und die Geschichte der alten Bergbaustadt zu sehen.
Røros würde ich allerdings eher als nächste Übernachtungsstation betrachten und weniger als Hin-und-zurück-Tagesausflug.
Ideal wäre beispielsweise:
Drevsjø → Femunden → Røros → weiter durch Norwegen
6. Trysil – wenn du Richtung Süden weiterreist
Auch Trysil würde ich eher als nächste Station statt als klassischen Tagesausflug betrachten.
Die Region ist vor allem für Outdoor-Aktivitäten bekannt und eignet sich hervorragend, wenn deine Route von Drevsjø wieder Richtung Süden führt. Die offizielle Tourismusregion nennt Trysil auch als eine der südlichen Zufahrtsrichtungen nach Engerdal.
7. Abstecher nach Schweden
Drevsjø liegt so weit im Osten Norwegens, dass auch ein kleiner Grenzabstecher nach Schweden möglich ist.
Von Engerdal führen gleich zwei Straßenverbindungen über die schwedische Grenze.
Wenn du ohnehin einen grenzüberschreitenden Roadtrip planst, lässt sich Drevsjø deshalb sehr gut mit der Region Idre/Särna kombinieren.
Für einen normalen zweitägigen Drevsjø-Aufenthalt würde ich dafür allerdings keine Zeit opfern – Gutulia und Femunden sind wichtiger.
Meine Prioritäten
Ziel | Empfehlung | Zeit |
Røfalla | ⭐⭐⭐⭐⭐ | 2–3 Std. |
Sølen | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ½–1 Tag |
Engerdal | ⭐⭐⭐ | 1–2 Std. |
Femundsenden | ⭐⭐⭐⭐ | mit Elgå kombinieren |
Røros | ⭐⭐⭐⭐⭐ | nächste Reisestation |
Trysil | ⭐⭐⭐⭐ | nächste Reisestation |
Schweden | ⭐⭐⭐⭐ | Roadtrip |
Mein Tipp
Bei Drevsjø würde ich Ausflüge nicht nach möglichst bekannten Ortsnamen auswählen.
Die kleinen Naturziele rund um Engerdal, Sølen und Femunden passen wesentlich besser zu diesem Reiseguide als lange Tagesfahrten nach Røros oder Trysil.
Røros und Trysil würde ich vielmehr als logische nächste Stationen einer Norwegen-Rundreise einbauen.

Drevsjø an einem Tag – mein perfekter Tagesplan
Wenn du nur einen Tag in Drevsjø hast, würde ich mich auf Gutulia und Elgå am Femunden konzentrieren. Die Route ist logisch aufgebaut, denn Gutulia liegt zwischen Drevsjø und Elgå.
09:00 Uhr – Start in Drevsjø
Starte morgens in Drevsjø und fahre Richtung Gutulia-Nationalpark. Von der Hauptstraße führt eine etwa drei Kilometer lange Forststraße zum Ausgangspunkt am Gutulisjøen.
09:45 Uhr – Gutulia & Gutulisetra
Vom Gutulisjøen wanderst du etwa 3 Kilometer bis in den Nationalpark und weiter zur historischen Gutulisetra.
Für Wanderung, Gutulisetra und eine entspannte Pause würde ich ungefähr 3 Stunden einplanen.
09:45–12:45 Uhr → Gutulia
13:00 Uhr – Weiterfahrt nach Elgå
Anschließend fährst du weiter Richtung Elgå. Der kleine Ort ist der wichtigste südliche Zugang zur Femundsmarka.
13:30 Uhr – Nationalpark-Besucherzentrum
Besuche zunächst das Nationalparkzentrum Femundsmarka & Gutulia.
Hier erfährst du mehr über die beiden Nationalparks, die Tierwelt, alte Wälder und die südsamische Rentierhaltung. Außerdem führt ein Erlebnisweg vom Zentrum Richtung Anleger der Fæmund II.
Zeit: etwa 1 Stunde
14:30 Uhr – Femunden
Danach würde ich bewusst kein großes Programm mehr einplanen.
Gehe hinunter zum Femunden, erkunde Elgå und genieße die Landschaft am See.
Wenn der aktuelle Fahrplan zu deinem Besuch passt, kannst du den Tagesablauf alternativ mit einer Fahrt der Fæmund II kombinieren. Im Sommer fährt das traditionsreiche Schiff über Femunden und hält an mehreren Ausgangspunkten für Touren in die Femundsmarka.
16:30 Uhr – kleine Wanderung oder Pause am See
Wenn du noch Energie hast, kannst du vom Zugang in Elgå ein Stück Richtung Svukuriset wandern.
Ich würde aber nicht versuchen, an diesem Tag noch eine große Femundsmarka-Wanderung unterzubringen.
18:00 Uhr – zurück nach Drevsjø
Am frühen Abend geht es zurück nach Drevsjø.
Damit hast du an einem einzigen Tag bereits drei sehr unterschiedliche Seiten der Region kennengelernt:
Gutulia → alter Wald & GutulisetraElgå → Nationalpark & südsamische KulturFemunden → See & Wildnis
Drevsjø an einem Tag auf einen Blick
Uhrzeit | Programm |
09:00 | Start in Drevsjø |
09:45 | Gutulia & Gutulisetra |
13:00 | Weiterfahrt nach Elgå |
13:30 | Nationalparkzentrum |
14:30 | Femunden & Elgå |
16:30 | Spaziergang / Natur |
18:00 | Rückfahrt nach Drevsjø |
Alternative mit Fæmund II
Wenn du unbedingt mit der Fæmund II fahren möchtest, würde ich den Tagesplan nicht starr nach diesen Uhrzeiten gestalten.
Dann gilt:
Zuerst den aktuellen Schiffsfahrplan prüfen und Gutulia zeitlich darum herum planen.
Die Fæmund II ist nicht nur ein Ausflugsschiff, sondern ein wichtiges Verkehrsmittel für Wanderer und Naturreisende. Von Elgå gibt es in der Sommersaison auch Möglichkeiten zur Rückkehr am selben Tag.
Mein Tipp
Für nur einen Tag würde ich nicht versuchen, zusätzlich Røros, Trysil oder eine große Femundsmarka-Wanderung unterzubringen.
Gutulia + Elgå + Femunden ergibt einen wesentlich entspannteren und für Drevsjø charakteristischeren Tag.

Drevsjø in 2–3 Tagen
Wenn du zwei oder drei Tage in Drevsjø bleibst, kannst du die Region deutlich entspannter kennenlernen. Statt möglichst viele Ziele abzuhaken, würde ich jeden Tag einem anderen Naturerlebnis widmen.
Tag 1 – Drevsjø & Gutulia
Beginne deine Reise entspannt in Drevsjø und nutze den ersten Tag für den Gutulia-Nationalpark.
Vormittag: Drevsjø & Drevsjøen
Mittag: Fahrt zum Gutulisjøen
Nachmittag: Wanderung zur Gutulisetra und Naturweg
Abend: zurück nach Drevsjø
Für Gutulia würde ich etwa 3–4 Stunden einplanen.
Tag 2 – Elgå, Femunden & Femundsmarka
Der zweite Tag gehört der großen Seen- und Wildnislandschaft.
09:00 Uhr → Fahrt nach Elgå
10:00 Uhr → Nationalpark-Besucherzentrum
11:30 Uhr → Femunden & ElgåNachmittag → Wanderung oder M/S Fæmund II
Wenn der Fahrplan passt, würde ich unbedingt überlegen, einen Teil des Tages mit der M/S Fæmund II auf dem Femunden zu verbringen.
Alternativ kannst du von Elgå ein Stück Richtung Svukuriset wandern und so einen ersten Eindruck von der Femundsmarka bekommen.
Tag 3 – Outdoor-Tag
Wenn du drei Tage hast, würde ich den letzten Tag bewusst flexibel halten.
Je nach Interesse:
Wandern: Sølen, Stor-Svuku oder Elgåhogna
Angeln: Drevsjøen oder eines der zahlreichen Gewässer der Region
Kanu: kleinere Seen oder eine geeignete Route in der Femund-Region
Natur: Røfalla & Engerdal
Entspannung: See, kurze Wanderung und Picknick
Gerade dieser dritte Tag sollte sich nach Wetter und deinen Interessen richten.
2 oder 3 Tage auf einen Blick
Tag | Schwerpunkt |
Tag 1 | Drevsjø & Gutulia |
Tag 2 | Elgå, Femunden & Femundsmarka |
Tag 3 | Wandern, Kanu, Angeln oder Sølen |
Bei nur zwei Tagen
Dann würde ich ganz klar diese Kombination wählen:
Tag 1 → Gutulia & Gutulisetra
Tag 2 → Elgå, Femunden & Femundsmarka
Damit hast du die beiden wichtigsten Landschaftsräume rund um Drevsjø erlebt.
Bei schlechtem Wetter
Den Ablauf würde ich nicht starr festlegen.
Für die größere Wanderung oder Bootsfahrt würde ich den besseren Wettertag nutzen. Bei wechselhaftem Wetter kannst du beispielsweise das Nationalpark-Besucherzentrum und das Blokkodden Villmarksmuseum stärker einbauen.
Mein Tipp
Drei Tage lohnen sich vor allem, wenn du wirklich wegen der Natur nach Drevsjø kommst.
Für einen normalen Norwegen-Roadtrip reichen zwei Tage sehr gut. Möchtest du aber wandern, angeln oder paddeln, gibt dir der dritte Tag genau die Flexibilität, die in dieser Region besonders wertvoll ist.

Drevsjø mit Kindern
Drevsjø eignet sich gut für Familien, die gerne draußen unterwegs sind. Große Freizeitparks oder klassische Familienattraktionen solltest du hier nicht erwarten – dafür gibt es Seen, kurze Wanderungen, Wälder, Tiere und viel Platz.
Gutulia mit Kindern
Für Familien würde ich besonders den Gutulia-Nationalpark empfehlen.
Die Wanderung vom Gutulisjøen zur historischen Gutulisetra ist etwa 3 Kilometer lang. An der Alm kannst du anschließend den rund 1,5 Kilometer langen Natur- und Erlebnisweg mit mehr als 20 Stationen erkunden.
Gerade mit wanderfreudigen Schulkindern ist das eine schöne Kombination aus Bewegung und Natur.
Elgå & Nationalparkzentrum
Auch Elgå würde ich mit Kindern einplanen.
Im Besucherzentrum für Femundsmarka und Gutulia erfahren Familien mehr über Tiere, Pflanzen, Nationalparks und die südsamische Kultur. Danach könnt ihr direkt zum Femunden laufen.
Das funktioniert auch an einem Tag, an dem das Wetter nicht perfekt zum Wandern ist.
Mit der Fæmund II über den Femunden
Ein besonderes Erlebnis kann eine Fahrt mit der M/S Fæmund II sein.
Statt mehrere Stunden zu wandern, erlebt ihr Femunden vom Wasser aus. Das historische Schiff verkehrt während der Sommersaison zwischen verschiedenen Anlegestellen am See.
Mit Kindern würde ich eher eine überschaubare Teilstrecke wählen als eine komplizierte Kombination aus Schiff und langer Wanderung.
Angeln & Natur am See
Wenn deine Kinder gerne angeln, kann Drevsjø besonders interessant sein. In der Region gibt es mehr als 900 Seen, Teiche, Flüsse und Bäche.
Auch ohne Angel könnt ihr einen ruhigeren Nachmittag am Drevsjøen oder Femunden verbringen.
Kanufahren mit Kindern
Eine kurze Kanutour auf einem geeigneten, geschützten Gewässer kann ebenfalls Spaß machen.
Auf dem offenen Femunden würde ich mit Kindern allerdings besonders vorsichtig sein. Wind und Wetter können sich verändern und der große See sollte nicht unterschätzt werden.
Welche Aktivitäten eignen sich?
Aktivität | Mit Kindern |
Gutulisetra | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
Natur-Erlebnisweg | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
Nationalparkzentrum | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
Fæmund II | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
Angeln | ⭐⭐⭐⭐ |
kurze Kanutour | ⭐⭐⭐⭐ |
Stor-Svuku | ⭐⭐⭐ |
mehrtägige Wildnistour | ⭐⭐ |
Mein Familienplan für 2 Tage
Tag 1:Drevsjøen → Gutulia → Gutulisetra → Natur-Erlebnisweg
Tag 2:Elgå → Nationalparkzentrum → Femunden → Fæmund II oder kurze Wanderung
Damit bleibt genügend Zeit für Pausen und spontane Stopps.
Mein Tipp
Mit Kindern würde ich Drevsjø bewusst langsam erleben.
Eine kurze Wanderung, Picknick am See und Bootsfahrt können hier schöner sein als ein komplett durchgeplanter Tag.
Gerade die Kombination aus Gutulia, Femunden und Elgå macht die Region für naturbegeisterte Familien interessant.

Anreise nach Drevsjø & unterwegs vor Ort
Drevsjø liegt abgelegen im norwegischen Inland nahe der schwedischen Grenze. Genau diese Lage macht den Reiz der Region aus – bedeutet aber auch, dass ein Auto für die Reise sehr empfehlenswert ist.
Mit dem Auto nach Drevsjø
Für einen Roadtrip ist Drevsjø unkompliziert erreichbar. Der Ort liegt an der Fylkesvei 26, die Trysil mit Engerdal und der Femunden-Region verbindet. In Drevsjø zweigt außerdem die Straße Richtung Idre und Särna in Schweden ab.
Typische Anreiserouten sind:
Oslo → Elverum → Trysil → DrevsjøRøros → Femunden-Region → Drevsjø
Schweden → Idre → Drevsjø
Gerade die Fahrt durch das norwegische Inland würde ich bereits als Teil des Reiseerlebnisses betrachten.
Von Oslo nach Drevsjø
Von Oslo sind es mit dem Auto je nach Route ungefähr 250 Kilometer. Für die Fahrt solltest du etwa 3½ bis 4 Stunden kalkulieren.
Ich würde die Strecke beispielsweise mit einem Zwischenstopp in Elverum oder Trysil verbinden.
Von Røros nach Drevsjø
Røros lässt sich hervorragend mit Drevsjø kombinieren.
Je nach gewählter Strecke solltest du ungefähr 1½ bis 2 Stunden Fahrzeit einplanen. Damit ergibt sich eine schöne Roadtrip-Kombination:
Røros → Femunden → Drevsjø → Trysil
Oder in umgekehrter Richtung.
Öffentliche Verkehrsmittel
Drevsjø ist grundsätzlich auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Die Verbindungen sind allerdings deutlich eingeschränkter als in den großen norwegischen Städten.
Für Gutulia wird beispielsweise eine Anreise per Bus über Elverum und Trysil nach Drevsjø beschrieben. Von Drevsjø aus benötigst du anschließend jedoch weitere Transportmöglichkeiten Richtung Nationalpark.
Für einen klassischen Natururlaub würde ich deshalb nicht ausschließlich auf Busse setzen.
Braucht man in Drevsjø ein Auto?
Meine klare Empfehlung: ja.
Nicht wegen Drevsjø selbst, sondern wegen der Entfernungen zwischen den Naturzielen.
Mit dem Auto erreichst du flexibel:
Gutulia
Elgå
Femunden
Engerdal
Sølen
Røfalla
Ausgangspunkte verschiedener Wanderungen
Ohne Auto musst du deine Reise wesentlich stärker nach Fahrplänen und Transfers ausrichten. Mietwagen in Norwegen findet ihr hier auf Check24!*
Unterwegs nach Elgå & Femunden
Von Drevsjø führt die Straße über Gutulia und Femundsenden Richtung Elgå.
Für die Fahrt nach Elgå solltest du ungefähr 35–40 Minuten kalkulieren.
Gerade diese Strecke würde ich nicht nur als notwendige Verbindung betrachten. Die Landschaft wird zunehmend einsamer und gibt bereits einen guten Vorgeschmack auf Femunden und Femundsmarka.
Tanken & Einkaufen
Da du dich in einer dünn besiedelten Region bewegst, würde ich nicht mit fast leerem Tank zu längeren Ausflügen starten.
Dasselbe gilt für Verpflegung.
Für längere Wanderungen oder Touren in die Femundsmarka solltest du Getränke und Proviant vorher einkaufen und nicht davon ausgehen, unterwegs ständig einen Supermarkt oder ein Café zu finden.
Autofahren in der Region
Besonders in den frühen Morgenstunden und am Abend solltest du mit Wildtieren auf oder neben der Straße rechnen.
Außerdem würde ich Fahrzeiten im norwegischen Inland nicht zu knapp kalkulieren. Schmale Straßen, Wetter und spontane Fotostopps sorgen schnell dafür, dass eine Strecke länger dauert als erwartet.
Meine Empfehlung
Reise | Auto |
Drevsjø selbst | nicht zwingend |
Gutulia | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
Elgå & Femunden | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
Femundsmarka | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
Roadtrip | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
Nur Bus & Bahn | möglich, aber unpraktisch |
Mein Tipp: Drevsjø würde ich klar als Roadtrip-Ziel planen. Mit einem eigenen Auto oder Mietwagen kannst du deine Tage nach Wetter und Lust gestalten – und genau diese Flexibilität passt hervorragend zu der Region.

Übernachten & Camping in Drevsjø
Bei Drevsjø würde ich die Unterkunft nicht nur nach Preis, sondern vor allem nach Lage auswählen. Wenn du Gutulia, Elgå und Femunden erkunden möchtest, ist eine Unterkunft direkt in oder rund um Drevsjø eine praktische Basis.
Direkt in Drevsjø übernachten
Für einen Aufenthalt von zwei bis drei Tagen würde ich zunächst eine Unterkunft direkt bei Drevsjø suchen. So kannst du deine Ausflüge flexibel in verschiedene Richtungen starten.
Eine der vielseitigsten Möglichkeiten ist Femundtunet. Dort gibt es Hotelzimmer, Apartments, Hütten sowie Stellplätze für Wohnmobile und Zelte. Damit eignet sich die Anlage sowohl für Paare als auch für Familien und Roadtrip-Reisende.
Hütten & Ferienunterkünfte
Eine Hütte passt meiner Meinung nach besonders gut zu Drevsjø. Du bist näher an der Natur und kannst dich selbst versorgen – praktisch, wenn du morgens früh zu einer Wanderung aufbrechen möchtest.
Weitere Möglichkeiten in der Region sind beispielsweise Vestre Sorken Feriegard und Hogstad Hytteutleie.
Für mehrere Nächte würde ich eine Unterkunft mit Küche oder Küchenzeile bevorzugen. Gerade in einer dünn besiedelten Region macht dich das unabhängiger.
Camping & Wohnmobil
Drevsjø passt hervorragend zu einem Camping-Roadtrip.
Neben Stellplätzen bei Femundtunet gibt es auch Drevsjø Camping direkt im Ort. Femundtunet bietet ausdrücklich Plätze für Wohnmobile/Wohnwagen mit Strom sowie Zeltplätze an.
Für einen klassischen Norwegen-Roadtrip ist Camping deshalb eine sehr naheliegende Variante.
Für Kanufahrer & Outdoor-Fans
Wenn Paddeln im Mittelpunkt deiner Reise steht, ist außerdem Femund Canoe Camp interessant.
Gerade bei längeren Outdoor-Aufenthalten kann es sinnvoll sein, nicht mitten im Ort, sondern näher an den Gewässern und Ausgangspunkten deiner Aktivitäten zu wohnen.
Wo würde ich übernachten?
Reiseart | Meine Empfehlung |
1–2 Nächte | Drevsjø |
Familie | Hütte/Apartment |
Roadtrip | Camping oder Hütte |
Wohnmobil | Campingplatz |
Angeln/Kanu | möglichst nah am Gewässer |
mehrtägige Wanderung | Hütten in/nahe Femundsmarka |
Mein Tipp
Für die erste Drevsjø-Reise würde ich zwei Nächte an derselben Stelle bleiben.
So kannst du Tag 1 Gutulia und Tag 2 Elgå/Femunden besuchen, ohne ständig Gepäck ein- und auszuladen.
Bei drei oder mehr Tagen kannst du anschließend überlegen, eine Nacht näher am Femunden oder in der Femundsmarka einzuplanen.

Beste Reisezeit für Drevsjø
Die beste Reisezeit für Drevsjø ist für mich von Juni bis September. In diesen Monaten kannst du Wandern, Angeln, Paddeln und Ausflüge nach Gutulia, Elgå und Femunden besonders gut miteinander kombinieren. Die Region ist zwar ganzjährig interessant, der Schwerpunkt des Tourismus liegt aber klar auf dem Sommerhalbjahr.
Juni – mein Favorit für lange Tage
Im Juni sind die Tage besonders lang und die Natur steht voll im Zeichen des Frühsommers.
Für mich ist der Monat ideal für:
Wandern · Angeln · Femunden · Roadtrip
Ein weiterer Vorteil: Die M/S Fæmund II startet 2026 am 13. Juni in ihre Sommersaison.
Juli – beste Zeit für Outdoor-Aktivitäten
Der Juli ist die klassische Hauptsaison.
Jetzt hast du besonders viele Möglichkeiten für:
Gutulia · Femundsmarka · Kanufahren · Wandern · Angeln · Baden
Auch die touristische Infrastruktur ist während dieser Zeit am stärksten auf Sommerbesucher eingestellt.
Dafür musst du mit etwas mehr Besuchern rechnen – wobei Drevsjø natürlich weit von den Besucherzahlen der großen Fjordziele entfernt bleibt.
August – Natur & erste ruhigere Tage
Auch der August ist hervorragend geeignet.
Wandern, Angeln und Paddeln sind weiterhin möglich. Gleichzeitig wird es gegen Ende des Monats langsam ruhiger.
Für 2026 fährt die Fæmund II nach der Hauptsaison noch mit einem reduzierten Herbstfahrplan vom 14. August bis 6. September.
September – mein Tipp für Ruhe & Herbststimmung
Wenn du weniger Wert auf das volle Sommerangebot legst, finde ich September besonders reizvoll.
Die Landschaft beginnt sich herbstlich zu färben und die Region wird noch ruhiger.
Für Wanderungen musst du allerdings stärker auf Temperaturen, Wetter und kürzer werdende Tage achten.
Oktober bis April – Winter in Drevsjø
Im Winter zeigt Drevsjø ein völlig anderes Gesicht.
Dann stehen Aktivitäten wie:
Langlauf · Eisangeln · Schneeschuhtouren · Schneemobil
im Mittelpunkt.
Gerade wegen der Höhenlage und des kontinental geprägten Inlandklimas solltest du dich auf richtige Winterbedingungen einstellen. Bei Touren in die Berge empfiehlt die Tourismusregion ausdrücklich, Wetter und aktuelle Bedingungen zu prüfen.
Mein Buch findet ihr hier auf Amazon:
Drevsjø nach Jahreszeiten
Zeitraum | Eignung | Ideal für |
Mai | ⭐⭐⭐ | Frühling & Ruhe |
Juni | ⭐⭐⭐⭐⭐ | Wandern & lange Tage |
Juli | ⭐⭐⭐⭐⭐ | Outdoor & Fæmund II |
August | ⭐⭐⭐⭐⭐ | Wandern, Kanu & Angeln |
September | ⭐⭐⭐⭐ | Herbst & Ruhe |
Oktober | ⭐⭐⭐ | Herbstlandschaft |
Nov.–März | ⭐⭐⭐⭐ | Winter & Langlauf |
April | ⭐⭐⭐ | Übergangszeit |
Welche Reisezeit passt zu dir?
Wandern: Juni–SeptemberKanufahren: Juni–AugustAngeln: Sommer und je nach Gewässer weitere SaisonzeitenFæmund II: saisonaler Betrieb im Sommer/FrühherbstHerbstlandschaft: SeptemberLanglauf & Winter: Wintermonate
Meine Empfehlung
Für die erste Drevsjø-Reise würde ich Ende Juni bis August wählen.
Du hast lange Tage, kannst Gutulia und Femundsmarka gut erkunden und hast die besten Möglichkeiten, eine Fahrt mit der M/S Fæmund II einzubauen.
Wenn du dagegen vor allem Ruhe, Wandern und herbstliche Landschaften suchst, würde ich den September wählen.
Mehr Infos über die beste Reisezeit für Norwegen bekommt ihr auf optimalereisezeit.de!

Praktische Tipps für Drevsjø
Bei Drevsjø bist du deutlich ländlicher unterwegs als in Bergen, Ålesund oder Stavanger. Gerade für Ausflüge nach Gutulia und Femundsmarka lohnt es sich deshalb, etwas besser vorbereitet zu sein.
Einkaufen & Tanken
Drevsjø besitzt trotz seiner geringen Größe eine Grundversorgung. Im Ort gibt es einen Lebensmittelmarkt; auch eine Tankmöglichkeit ist vorhanden.
Trotzdem würde ich vor längeren Ausflügen:
tanken · Getränke kaufen · Wanderverpflegung einpacken
Gerade in Richtung Femundsmarka solltest du nicht davon ausgehen, unterwegs ständig Einkaufsmöglichkeiten zu finden.
Mobilfunk & Offline-Karten
In und rund um Drevsjø ist Mobilfunk grundsätzlich vorhanden. In großen Teilen der Femundsmarka kann der Empfang allerdings schwach sein oder komplett fehlen.
Deshalb würde ich vor Wanderungen immer eine Offline-Karte auf das Smartphone laden und bei längeren Wildnistouren zusätzlich geeignetes Kartenmaterial mitnehmen.
Mücken nicht unterschätzen
Das ist für eine Sommerreise tatsächlich wichtig.
In der Femund-Region können Stechmücken zahlreich auftreten. Ein lokaler Outdoor-Anbieter beschreibt Ende Juni als typischen Beginn der stärkeren Mückenzeit; im weiteren Verlauf des Sommers nimmt die Menge häufig wieder ab.
In meinen Rucksack gehören deshalb:
Mückenspray · lange leichte Kleidung · gegebenenfalls Moskitonetz
Besonders beim Camping und an Gewässern würde ich darauf achten. Bei meinem ersten Besuch habe ich an einem Tag 48 Stiche eingesammelt. Also ernst nehmen!
Wetter & Kleidung
Auch im Sommer würde ich nicht nur T-Shirt und kurze Hose einpacken.
Für Drevsjø empfehle ich das klassische Zwiebelprinzip:
Funktionsshirt → warme Schicht → Regen-/Windjacke
Dazu feste Schuhe für Gutulia und längere Wanderungen.
Gerade bei Touren in der Femundsmarka solltest du dich nicht ausschließlich auf die Wetterlage in Drevsjø verlassen.
Elche, Rentiere & andere Wildtiere
In der Region kannst du Elchen und Rentieren begegnen. Besonders beim Autofahren solltest du aufmerksam sein; auch lokale Informationen für Drevsjø weisen ausdrücklich auf eine erhöhte Elchgefahr hin.
Rentiere solltest du mit ausreichend Abstand beobachten. Femundsmarka ist ein wichtiges Gebiet für die Rentierhaltung, und die Nationalparkverwaltung bittet ausdrücklich darum, die Tiere nicht zu stören.
Angeln – Angelkarte nicht vergessen
Wenn du angeln möchtest, informiere dich vorher über die notwendigen Genehmigungen.
Für große Teile der Region gibt es eine gemeinsame Angelkarte, mit der du Zugang zu mehr als 900 Seen, Teichen, Flüssen und Bächen bekommst.
Die aktuellen Regeln und Gültigkeitsbereiche würde ich trotzdem immer vor Ort kontrollieren.
Feuer & Natur schützen
Besonders in Femundsmarka gelten wichtige Schutzregeln.
Lebende und tote Bäume stehen unter Schutz und dürfen nicht als Feuerholz verwendet werden. Außerdem gilt in Norwegen grundsätzlich vom 15. April bis 15. September ein allgemeines Verbot für offenes Feuer in oder nahe Wald und unbebautem Gelände, wobei Feuer an offensichtlich ungefährlichen Stellen möglich sein kann. Bestehende Feuerstellen solltest du bevorzugen.
Auch Drohnen sind im Femundsmarka-Nationalpark ohne besondere Genehmigung verboten.
Meine wichtigsten Drevsjø-Tipps
1. Auto volltanken und Proviant kaufen.
2. Offline-Karten herunterladen.
3. Mückenschutz einpacken.
4. Regenjacke und warme Kleidung dabeihaben.
5. Tagesplanung nach dem Wetter richten.
6. Wildtiere nur mit Abstand beobachten.
7. Für Femundsmarka mehr Zeit einplanen als für Gutulia.
Mein Tipp
Drevsjø ist gerade deshalb schön, weil die touristische Infrastruktur nicht überall präsent ist.
Mit etwas Vorbereitung kannst du diese Abgeschiedenheit genießen, statt sie als Nachteil zu empfinden. Besonders bei Wanderungen und Kanutouren würde ich lieber etwas mehr Ausrüstung und Proviant mitnehmen als zu wenig.

Mein persönliches Fazit – lohnt sich Drevsjø?
Drevsjø ist sicherlich nicht das Reiseziel, das bei einer ersten Norwegen-Reise ganz oben auf der Liste steht. Genau das macht den Ort für mich aber interessant.
Hier erwarten dich keine weltberühmten Sehenswürdigkeiten, spektakulären Einkaufsstraßen oder überfüllten Aussichtspunkte. Stattdessen bekommst du Seen, Wälder, Nationalparks und sehr viel Ruhe.
Gerade diese andere Seite Norwegens macht Drevsjø für mich besonders.
Was mir an Drevsjø gefällt
Die eigentliche Stärke liegt eindeutig in der Umgebung.
Innerhalb kurzer Zeit erreichst du mit Gutulia und Femundsmarka zwei völlig unterschiedliche Nationalparks. Dazu kommen Femunden, Elgå und zahlreiche kleinere Seen und Wandergebiete.
Besonders schön finde ich den Kontrast:
Gutulia → alter Wald & historische AlmFemunden → Weite & WasserFemundsmarka → Wildnis & Outdoor-Abenteuer
Damit bekommst du auf relativ kleinem Raum sehr unterschiedliche Naturerlebnisse.
Wie lange würde ich bleiben?
Für einen normalen Roadtrip würde ich zwei Nächte empfehlen.
Damit kannst du einen Tag für Gutulia und einen weiteren für Elgå, Femunden und Femundsmarka nutzen.
Wenn du zusätzlich wandern, angeln oder paddeln möchtest, würde ich mindestens drei bis vier Tage bleiben.
Für wen lohnt sich Drevsjø besonders?
Ich würde Drevsjø vor allem empfehlen, wenn du:
Norwegen abseits der bekannten Touristenrouten kennenlernen möchtestgerne wanderst oder angelstmit dem Auto durch das Inland reistRuhe und Natur suchstFemundsmarka erkunden möchtest
Für eine klassische Städtereise oder eine erste kurze Norwegen-Reise gibt es dagegen geeignetere Ziele.
Würde ich Drevsjø wieder besuchen?
Ja.
Gerade weil Drevsjø kein spektakuläres Pflichtziel ist, würde ich bei einem weiteren Aufenthalt noch stärker die Umgebung erkunden und mir mehr Zeit für Femunden und Femundsmarka nehmen. Vor allem aber muss ich dann auch mal schöne Videos machen und meine Drohne wird sich dort sehr nützlich machen können. Mein letzter Besuch dort oben war ja leider vor meiner YouTube Zeit.
Eine längere Wanderung, eine Fahrt mit der M/S Fæmund II oder eine Kanutour würden für mich beim nächsten Aufenthalt weit oben auf der Liste stehen.
Drevsjø oder Røros?
Die beiden Ziele würde ich nicht wirklich miteinander vergleichen.
Røros bietet historische Architektur, Bergbaugeschichte und UNESCO-Welterbe.
Drevsjø steht dagegen für Seen, Wälder und Wildnis.
Gerade deshalb finde ich die Kombination besonders interessant:
Røros → Femunden → Drevsjø
Du bekommst innerhalb weniger Tage zwei völlig unterschiedliche Seiten des norwegischen Inlandes.
Mein Fazit
Drevsjø ist kein Ort, den du wegen einer einzelnen Sehenswürdigkeit besuchst. Es ist ein Ort, den du wegen seiner Umgebung besuchst.
Wenn du auf deiner Norwegen-Reise auch die stilleren Regionen kennenlernen möchtest, lohnt sich der Abstecher. Für mich liegt der größte Reiz darin, morgens noch am Drevsjøen zu stehen und wenige Stunden später durch die alten Wälder von Gutulia oder am riesigen Femunden unterwegs zu sein.
Drevsjø zeigt eine Seite Norwegens, die viele Reisende auf dem Weg zu den berühmten Fjorden gar nicht kennenlernen.

Meine Norwegen Videos findet ihr hier:
Hier findet ihr immer mal ein paar Bilder aus Norwegen:
FAQ Drevsjø – häufige Fragen & Antworten
1. Lohnt sich Drevsjø?
Ja, besonders wenn du Natur, Ruhe und Outdoor-Aktivitäten suchst. Drevsjø ist kein klassisches Sightseeing-Ziel, sondern ein guter Ausgangspunkt für Femunden, Gutulia und Femundsmarka.
2. Wo liegt Drevsjø?
Drevsjø liegt in der Kommune Engerdal in Innlandet im Osten Norwegens, nicht weit von der schwedischen Grenze entfernt.
3. Wie viele Tage sollte man für Drevsjø einplanen?
Für eine erste Reise würde ich 2 bis 3 Tage empfehlen. Damit kannst du Gutulia, Elgå, Femunden und einen Teil der Femundsmarka kennenlernen.
4. Reicht ein Tag für Drevsjø?
Ja, wenn Drevsjø nur eine Station auf deinem Roadtrip ist. An einem Tag würde ich Gutulia mit Elgå und Femunden kombinieren. Für längere Wanderungen ist das allerdings zu wenig.
5. Was muss man rund um Drevsjø gesehen haben?
Meine wichtigsten Ziele sind Gutulia-Nationalpark, Femunden, Elgå und Femundsmarka-Nationalpark. Auch das Blokkodden Villmarksmuseum ist interessant.
6. Ist Drevsjø selbst sehenswert?
Drevsjø selbst besitzt nur wenige klassische Sehenswürdigkeiten. Der große Reiz liegt in der umliegenden Seen-, Wald- und Wildnislandschaft.
7. Braucht man in Drevsjø ein Auto?
Für Drevsjø selbst nicht unbedingt, für die Region würde ich ein Auto aber klar empfehlen. Damit erreichst du Gutulia, Elgå, Femunden und die verschiedenen Ausgangspunkte für Wanderungen wesentlich flexibler.
8. Kann man Drevsjø mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen?
Grundsätzlich ja, die Verbindungen sind jedoch deutlich eingeschränkter als in größeren norwegischen Städten. Für einen Natururlaub und verschiedene Tagesausflüge ist ein eigenes Auto wesentlich praktischer.
9. Wann ist die beste Reisezeit für Drevsjø?
Für eine erste Reise würde ich Juni bis September wählen. Juni, Juli und August eignen sich besonders für Wandern, Angeln und Paddeln. Der September ist interessant, wenn du mehr Ruhe und herbstliche Landschaften suchst.
10. Lohnt sich Gutulia?
Ja. Gutulia gehört für mich zu den besten Ausflügen von Drevsjø. Besonders schön ist die Kombination aus alten Wäldern, Gutulisjøen und der historischen Gutulisetra.
11. Wie lange dauert die Wanderung zur Gutulisetra?
Vom Ausgangspunkt am Gutulisjøen sind es ungefähr 3 Kilometer bis zur Gutulisetra. Für Wanderung, Alm, Naturweg und Rückweg würde ich insgesamt etwa 3 bis 4 Stunden einplanen.
12. Was ist der Unterschied zwischen Gutulia und Femundsmarka?
Gutulia ist klein und lässt sich gut bei einer Halbtageswanderung kennenlernen. Femundsmarka ist wesentlich größer und vermittelt stärker das Gefühl echter Wildnis. Für längere Wanderungen, Kanutouren und Mehrtagestouren ist Femundsmarka interessanter.
13. Lohnt sich Femunden?
Ja. Femunden gehört zu den größten Seen Norwegens und ist eines der wichtigsten Naturhighlights der Region. Besonders schön lässt sich der See von Elgå oder während einer Fahrt mit der M/S Fæmund II erleben.
14. Was ist die M/S Fæmund II?
Die M/S Fæmund II ist ein traditionsreiches Passagierschiff auf dem Femunden. Es verbindet während der Saison verschiedene Anlegestellen und wird sowohl von Ausflüglern als auch von Wanderern, Radfahrern und Paddlern genutzt.
15. Wo startet die Fæmund II?
Das Schiff bedient mehrere Anlegestellen am Femunden. Für Besucher aus Drevsjø ist besonders Elgå interessant. Da Fahrplan und Saison variieren können, solltest du die aktuellen Verbindungen vor deiner Reise prüfen.
16. Kann man rund um Drevsjø gut wandern?
Ja. Von einfachen Touren zur Gutulisetra bis zu größeren Gipfelwanderungen auf Stor-Svuku oder Elgåhogna findest du sehr unterschiedliche Möglichkeiten. Femundsmarka eignet sich außerdem hervorragend für Mehrtagestouren.
17. Kann man in Drevsjø angeln?
Ja. Angeln gehört zu den wichtigsten Outdoor-Aktivitäten der Region. Rund um Engerdal gibt es Hunderte Seen, Flüsse und kleinere Gewässer. Für viele Gewässer benötigst du eine entsprechende Angelkarte.
18. Kann man bei Drevsjø Kanu fahren?
Ja. Besonders die Femund-Region und Femundsmarka sind bekannte Gebiete für Kanu- und Packrafttouren. Auf großen offenen Wasserflächen wie Femunden solltest du Wind und Wetter allerdings ernst nehmen.
19. Ist Drevsjø für Familien geeignet?
Ja, besonders für naturbegeisterte Familien. Gutulisetra, der Natur-Erlebnisweg, das Nationalparkzentrum in Elgå, Femunden und eine Fahrt mit der Fæmund II eignen sich gut für einen abwechslungsreichen Familienaufenthalt.
20. Gibt es in Drevsjø viele Mücken?
Im Sommer können in der seen- und waldreichen Region Mücken auftreten, teilweise auch zahlreich. Mückenschutz und leichte lange Kleidung würde ich deshalb unbedingt einpacken.
21. Kann man Drevsjø im Winter besuchen?
Ja. Im Winter stehen vor allem Langlauf, Eisangeln und weitere Schneeaktivitäten im Mittelpunkt. Du solltest allerdings mit deutlich kälteren Temperaturen und winterlichen Straßenverhältnissen rechnen.
22. Kann man in Drevsjø campen?
Ja. In und rund um Drevsjø gibt es Campingmöglichkeiten sowie Hütten und andere naturnahe Unterkünfte. Für einen Roadtrip mit Wohnmobil oder Zelt passt die Region sehr gut.
23. Kann man Drevsjø und Røros kombinieren?
Ja, das würde ich sogar empfehlen. Røros und Drevsjø ergänzen sich hervorragend: historische Bergbaustadt auf der einen Seite, Seen und Wildnis auf der anderen.
24. Drevsjø oder Femundsmarka – wo sollte man übernachten?
Für einen normalen Roadtrip würde ich Drevsjø als Basis wählen und Tagesausflüge unternehmen. Wenn du mehrere Tage tief in der Femundsmarka wandern möchtest, sind Hütten oder Übernachtungen näher am Nationalpark sinnvoller.
25. Was ist mein wichtigster Tipp für Drevsjø?
Plane nicht zu viel. Drevsjø lebt nicht von einer langen Liste an Sehenswürdigkeiten. Nimm dir Zeit für Gutulia, Femunden oder eine Wanderung und genieße gerade die Ruhe, wegen der sich diese Region von vielen bekannteren Reisezielen Norwegens unterscheidet.
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