
Kriminalitätsrate Mexiko: Ein komplexes Thema mit regionalen Unterschieden
Die Sicherheitslage in Mexiko ist ein komplexes Thema, das auf offiziellen Daten der Regierung sowie auf kritischen Analysen von Nichtregierungsorganisationen und Sicherheitsforschern basiert. Während aktuelle Regierungsberichte für das Jahr 2025 einen deutlichen Rückgang bei bestimmten Straftaten vermelden, raten Experten zu einer differenzierten Betrachtung dieser Statistiken.
Hier ist ein Überblick über die aktuelle Lage (Stand Februar 2026):
Mordrate
Laut offiziellen Angaben der mexikanischen Regierung sank die Mordrate im Jahr 2025 auf 17,5 Tötungsdelikte pro 100.000 Einwohner. Dies entspricht einem Rückgang von etwa 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr und markiert den niedrigsten Stand seit 2016. Insgesamt wurden im Jahr 2025 offiziell 23.374 Tötungsdelikte registriert.
Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Sicherheitsexperten und NGOs vor einer zu positiven Interpretation warnen. Es gibt Hinweise darauf, dass die Statistik durch methodische Verschiebungen verzerrt sein könnte. So werden manche gewaltsamen Todesfälle in anderen Kategorien – etwa als „ungeklärte Todesursachen“, „Verkehrsunfälle“ oder als vermisste Personen – erfasst, anstatt als vorsätzliche Tötungsdelikte.
Vermisste Personen
Während die offiziellen Mordzahlen sinken, bleibt das Thema der vermissten Personen ein zentraler, kritischer Punkt. Die Zahl der als vermisst gemeldeten Menschen ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen und liegt aktuell bei über 133.000 Personen. Allein im Jahr 2025 kamen mehr als 29.000 neue Fälle hinzu. Kritiker betonen, dass ein signifikanter Teil dieser Vermisstenfälle auf Gewaltverbrechen zurückzuführen ist, was die tatsächliche Intensität der Gewalt widerspiegelt, die in der reinen „Mordrate“ möglicherweise nicht vollständig abgebildet wird.
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Diebstähle und Eigentumsdelikte
Im Bereich der sogenannten „High-Impact Crimes“ (hochwirksame Verbrechen), zu denen neben Morden auch Raubüberfälle und Erpressungen zählen, verzeichnet die Regierung für 2025 einen Rückgang. Offizielle Daten weisen hierbei auf sinkende Zahlen hin:
Gewaltsame Raubüberfälle: Rückgang um ca. 14,7 %.
Gewaltsamer Fahrzeugdiebstahl: Rückgang um ca. 19,5 %.
Wohnungseinbrüche (gewaltsam): Rückgang um ca. 12,6 %.
Dennoch berichten internationale Organisationen und Reisehinweise (etwa des Auswärtigen Amtes), dass die Gefahr von Überfällen – insbesondere auf Fernstraßen, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder bei Nachtfahrten – weiterhin als hoch eingestuft wird. Insbesondere die organisierte Kriminalität und Drogenkartelle üben in vielen Regionen weiterhin massiven Druck auf die lokale Bevölkerung und Wirtschaft aus, etwa durch großflächige Erpressung.
Einschätzung der Lage
Obwohl der offizielle Kurs der Regierung von Präsidentin Sheinbaum auf eine Koordination der Sicherheitskräfte setzt und erste Erfolge bei der Reduzierung der Fallzahlen präsentiert werden, bleibt das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung ambivalent. Laut aktueller Umfragen des nationalen Statistikinstituts (INEGI) fühlen sich etwa 63 Prozent der Mexikaner in ihren Städten weiterhin unsicher. Die Diskrepanz zwischen sinkenden Kriminalitätsstatistiken und der Wahrnehmung der Bevölkerung, kombiniert mit den steigenden Zahlen der Vermissten, bleibt das zentrale Spannungsfeld der aktuellen Sicherheitspolitik in Mexiko.
Weiterführende Informationen der Behörden
Detaillierte und tagesaktuelle Informationen zu Sicherheitslagen oder kurzfristigen Änderungen der Einreiseformalitäten bieten die offiziellen Portale der jeweiligen Außenministerien:
Wichtiger Hinweis
Die Sicherheitslage in Mexiko ist derzeit in mehreren Regionen angespannt. Es wird dringend empfohlen, die oben genannten Sicherheitshinweise genau zu lesen, die lokale Medienlage zu verfolgen und bei Reisen vor Ort stets die Empfehlungen der lokalen Sicherheitsbehörden zu beachten.
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