










Røros Reiseguide 2026: Sehenswürdigkeiten, UNESCO-Welterbe & Reisetipps
Røros ist für mich eines der außergewöhnlichsten Reiseziele Norwegens. Statt spektakulärer Fjorde oder großer Städte erwartet dich hier eine historische Bergbaustadt mit jahrhundertealten Holzhäusern, kleinen Gassen und einer Landschaft, die besonders im Winter fast wie aus einem norwegischen Bilderbuch wirkt.
Die Geschichte von Røros ist eng mit dem Kupferbergbau verbunden. Nachdem 1644 in der Region Kupfererz entdeckt worden war, entwickelte sich hier eine der bedeutendsten Bergbaustädte Norwegens. Heute gehört die historische Bergstadt mit ihrer besonderen Kulturlandschaft zum UNESCO-Welterbe.
Bei einem Spaziergang durch das Zentrum kannst du noch immer zahlreiche traditionelle Holzhäuser entdecken. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehören die mächtige Røros Kirke, die historischen Arbeiterhäuser entlang der Sleggveien, das Rørosmuseum und die alte Kupfermine Olavsgruva außerhalb der Stadt.
Doch Røros ist nicht nur wegen seiner Geschichte interessant. Rund um die Stadt beginnt eine weitläufige Landschaft aus Bergen, Seen und Hochflächen. Im Sommer kannst du wandern und die Natur erkunden, während Røros im Winter mit Schnee, Langlauf und dem traditionellen Rørosmartnan einen völlig anderen Charakter bekommt.
Warum Røros auf deine Norwegen-Rundreise gehört
UNESCO-Welterbe – außergewöhnlich gut erhaltene Bergbaustadt
Historische Holzhäuser – eine der schönsten historischen Stadtlandschaften Norwegens
Olavsgruva – Bergbaugeschichte unter Tage erleben
Røros Kirke – Wahrzeichen der Stadt
Natur – Wandern, Seen und Nationalparks in der Umgebung
Winter – Schnee, Langlauf und Rørosmartnan
Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten reicht ein voller Tag. Ich würde allerdings zwei Tage in Røros einplanen. So kannst du die historische Stadt in Ruhe erkunden und zusätzlich die Olavsgruva oder die Natur der Umgebung besuchen.
Mein Tipp: Røros ist ein perfekter Kontrast zu den klassischen Fjordzielen Norwegens. Gerade wenn deine Rundreise bereits Bergen, Ålesund oder Geiranger umfasst, bringt die historische Bergbaustadt noch einmal eine völlig andere Seite des Landes in deine Route.
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Inhaltsverzeichnis – Røros Reiseguide 2026
Røros auf einen Blick – Quick Facts
Land: Norwegen
Region: Trøndelag
Bekannt für: UNESCO-Altstadt & Kupferbergbau
UNESCO-Welterbe: seit 1980
Entstehung als Bergbaustadt: ab 1644
Top-Sehenswürdigkeiten: Altstadt, Røros Kirke, Smelthytta & Olavsgruva
Besonderheit: historische Holzhäuser und Bergbautradition
Natur: Berglandschaften, Femundsmarka & Forollhogna
Beste Reisezeit: ganzjährig – je nach Reiseart
Aufenthaltsdauer: ideal 1–2 Tage
Ideal für: Kultur, Geschichte, Roadtrip, Wandern & Winterurlaub

Warum sich Røros lohnt
Røros unterscheidet sich deutlich von vielen bekannten Norwegen-Reisezielen. Hier stehen nicht Fjorde im Mittelpunkt, sondern Geschichte, traditionelle Holzarchitektur und die Landschaft des norwegischen Hochlands.
1. UNESCO-Welterbe
Die historische Bergbaustadt gehört seit 1980 zum UNESCO-Welterbe. Besonders bemerkenswert ist, wie gut die alte Stadtstruktur und zahlreiche historische Gebäude erhalten geblieben sind.
2. Historische Holzhäuser
Røros besitzt eine außergewöhnlich geschlossene historische Bebauung. Kleine Straßen, farbige Holzhäuser und traditionelle Höfe sorgen dafür, dass ein Spaziergang durch die Stadt bereits eine Sehenswürdigkeit für sich ist.
3. Jahrhundertealte Bergbaugeschichte
Mehr als 300 Jahre lang prägte der Kupferbergbau die Region. Im Rørosmuseum und bei einer Führung durch die Olavsgruva kannst du diese Geschichte heute noch unmittelbar erleben.
4. Sommer und Winter
Røros funktioniert zu unterschiedlichen Jahreszeiten völlig anders.
Sommer: Wandern, Natur & Roadtrip
Winter: Schnee, Langlauf & Winteratmosphäre
Besonders bekannt ist außerdem der traditionelle Rørosmartnan im Februar.
5. Perfekt für einen Norwegen-Roadtrip
Røros lässt sich gut mit Trondheim, Dombås, Femunden und Drevsjø kombinieren. Dadurch kannst du historische Städte, Berge, Seen und Nationalparks innerhalb einer Rundreise miteinander verbinden.
Mein Tipp: Gerade wenn du bereits mehrere Fjordziele besucht hast, ist Røros eine hervorragende Abwechslung. Die Stadt zeigt eine völlig andere Seite Norwegens.
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Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Røros
Røros ist kompakt und lässt sich hervorragend zu Fuß erkunden. Viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen direkt in oder rund um die historische Altstadt. Für den ersten Besuch würde ich diese 10 Highlights priorisieren.
1. Røros Kirke – Bergstadens Ziir
Die große weiße Kirche ist das Wahrzeichen von Røros. Sie wurde 1784 fertiggestellt und bot ursprünglich Platz für mehr als 1.600 Menschen.
Mein Tipp: Nicht nur von außen ansehen – wenn geöffnet, lohnt sich auch der Innenraum.
2. Historische Altstadt
Die eigentliche Hauptattraktion ist Røros selbst. Historische Holzhäuser, kleine Höfe und enge Straßen vermitteln noch heute den Charakter der alten Bergbaustadt.
3. Sleggveien
Die Sleggveien gehört zu den schönsten historischen Straßen der Stadt. Die kleinen Arbeiterhäuser stammen aus unterschiedlichen Epochen und zeigen, wie Bergarbeiter und Handwerker früher lebten.
4. Smelthytta – Rørosmuseum
Das Museum steht auf dem Gelände der ehemaligen Schmelzhütte und erklärt die mehr als 300-jährige Geschichte des Kupferbergbaus.
Besonders interessant sind die Modelle, die den früheren Bergbau und die technischen Abläufe anschaulich darstellen.
5. Slagghaugen
Direkt neben dem Museum liegen die großen dunklen Schlackenhalden. Sie entstanden über Jahrhunderte durch die Kupferverarbeitung und prägen bis heute das Stadtbild.
Von oben bekommst du außerdem einen schönen Blick auf Røros.
6. Olavsgruva
Etwa 13 Kilometer außerhalb von Røros kannst du bei einer Führung tief in die historische Bergbauwelt eintauchen. Die Tour führt rund 500 Meter in den Berg und etwa 50 Meter unter die Oberfläche.
7. Hyttelva
Der kleine Fluss spielte für den Bergbau eine wichtige Rolle. Heute führt ein schöner Spazierweg durch den historischen Bereich zwischen Altstadt, Schmelzhütte und Schlackenhalden.
8. Rørosrein
Rund um Røros spielt die südsamische Kultur und Rentierhaltung eine wichtige Rolle. Bei entsprechenden Angeboten kannst du mehr über Rentiere und die samische Tradition der Region erfahren.
9. Doktortjønna
Das Naturgebiet liegt nur wenige Minuten außerhalb des Zentrums und eignet sich besonders für einen ruhigen Spaziergang oder einen Ausflug mit Kindern.
10. Die Umgebung von Røros
Auch außerhalb der Stadt lohnt sich die Landschaft. Seen, Hochflächen und Berge machen Røros zu einem guten Ausgangspunkt für Wanderungen und Roadtrips.
Meine Top 5 bei wenig Zeit
Sehenswürdigkeit | Priorität |
Historische Altstadt | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
Røros Kirke | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
Sleggveien | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
Smelthytta | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
Olavsgruva | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
Mein Tipp: Wenn du nur einen Tag hast, konzentriere dich zunächst auf Altstadt, Kirche, Sleggveien und Smelthytta. Für die Olavsgruva solltest du zusätzliche Zeit für Anfahrt und Führung einplanen.

Historische Altstadt & Holzhäuser
Die historische Altstadt ist für mich die wichtigste Sehenswürdigkeit von Røros. Statt einzelner Monumente ist es vor allem das geschlossene Stadtbild aus alten Holzhäusern, Höfen und kleinen Straßen, das den besonderen Charakter ausmacht.
Røros entwickelte sich nach der Gründung des Kupferwerks im Jahr 1644. Die Bergbaustadt und ihre umgebende Kulturlandschaft gehören heute zum UNESCO-Welterbe.
Bergstadt aus Holz
Besonders auffällig sind die zahlreichen historischen Holzhäuser. Viele Gebäude besitzen traditionelle Fassaden und Innenhöfe, die noch an die Zeit erinnern, als Bergarbeiter, Handwerker und Händler hier lebten.
Die Hauptstraße Kjerkgata führt durch das historische Zentrum bis zur Røros Kirke. Daneben würde ich bewusst auch durch die kleineren Seitenstraßen laufen.
Sleggveien
Besonders sehenswert ist die Sleggveien unterhalb der Kirche. Die kleinen Arbeiterhäuser bilden einen starken Kontrast zu den größeren Gebäuden im Zentrum und gehören zu den bekanntesten Fotomotiven von Røros.
Wie viel Zeit einplanen?
Für einen entspannten Rundgang würde ich etwa 2 Stunden einplanen.
Mit Kirche, Museum, Cafépause und Slagghaugen kannst du daraus problemlos einen halben Tag machen.
Mein Tipp
Laufe nicht nur die Kjerkgata entlang.
Gerade die kleinen Seitenstraßen, Innenhöfe und Häuser abseits der Hauptstraße vermitteln für mich den schönsten Eindruck von Røros.
Wenn du in der Stadt übernachtest, würde ich außerdem am frühen Morgen oder am Abend noch einmal durch das Zentrum laufen. Dann ist es ruhiger und die historische Atmosphäre kommt besonders gut zur Geltung.

Røros Kirke – Bergstadens Ziir
Die Røros Kirke ist das weithin sichtbare Wahrzeichen der Bergstadt. Die große weiße Steinkirche wird auch „Bergstadens Ziir“ – Zierde der Bergstadt genannt und hebt sich deutlich von den umliegenden Holzhäusern ab.
Die Kirche wurde 1784 fertiggestellt und von der damaligen Røros Copper Works finanziert. Sie gehört heute zu den bekanntesten Bauwerken der Stadt.
Eine ungewöhnlich große Kirche
Für eine kleine Bergbaustadt wirkt die Kirche erstaunlich mächtig. Ursprünglich bot sie Platz für mehr als 1.600 Menschen und zählt damit zu den größten Kirchen Norwegens.
Auch der Innenraum lohnt sich. Besonders auffällig sind die historische Ausstattung, die Emporen und die Verbindung zur Geschichte des Kupferbergbaus.
Der schönste Blick auf die Kirche
Für Fotos würde ich nicht nur direkt vor der Kirche stehen.
Besonders schöne Perspektiven bekommst du:
von der Sleggveien – Kirche über den Arbeiterhäusernvon den Slagghaugen – Blick über Røros zur Kircheaus der Kjerkgata – klassischer Blick durch die Altstadt
Gerade im Winter gehört die weiße Kirche zwischen den verschneiten Holzhäusern für mich zu den schönsten Motiven von Røros.
Wie viel Zeit einplanen?
Für einen normalen Besuch reichen etwa 30 Minuten. Wenn du an einer Führung oder einem Konzert teilnimmst, solltest du entsprechend mehr Zeit einplanen.
Öffnungszeiten und Besichtigungsmöglichkeiten können saisonal variieren – deshalb würde ich auf der Webseite keine dauerhaft festen Zeiten eintragen.
Mein Tipp
Verbinde Røros Kirke direkt mit Sleggveien und den Slagghaugen.
Die drei Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander und ergeben zusammen einen der schönsten Spaziergänge durch das historische Røros.

Smelthytta & Rørosmuseum
Wenn du die Geschichte von Røros wirklich verstehen möchtest, gehört das Rørosmuseum Smelthytta für mich unbedingt dazu. Das heutige Museumsgebäude steht auf den Ruinen der letzten Schmelzhütte des Røros Kobberverk, die 1975 abbrannte.
Kupferbergbau verständlich erklärt
Im Mittelpunkt steht die Geschichte des Røros Kobberverk. Besonders interessant sind Modelle von Bergwerken, Schmelzhütten und technischen Anlagen, die zeigen, wie Erz gewonnen und anschließend zu Kupfer verarbeitet wurde.
Dadurch ist das Museum nicht nur für Geschichtsinteressierte interessant, sondern auch für Familien gut verständlich.
Mehr als Bergbau
Neben der Bergbauausstellung gibt es eine Ausstellung über die traditionelle Kleidung in Røros im 19. Jahrhundert sowie eine eigene Einführung in das UNESCO-Welterbe Røros Bergstad und Circumferensen.
Slagghaugen direkt nebenan
Nach dem Museumsbesuch würde ich unbedingt noch über die großen Schlackenhalden laufen. Sie sind Überreste der jahrhundertelangen Kupferverarbeitung und gehören heute zum charakteristischen Stadtbild.
Von dort hast du außerdem einen schönen Blick auf Røros Kirke und die historische Altstadt.
Wie viel Zeit einplanen?
Für Smelthytta würde ich ungefähr 1–1,5 Stunden reservieren. Mit Schlackenhalden und einem gemütlichen Rundgang kannst du daraus problemlos zwei Stunden machen.
Das Museum ist grundsätzlich ganzjährig geöffnet, wobei sich die täglichen Öffnungszeiten je nach Saison unterscheiden. Es gibt außerdem Führungen und Audioguides – auch auf Deutsch.
Mein Tipp: Besuche Smelthytta möglichst vor der Olavsgruva. Im Museum bekommst du zunächst einen guten Überblick über den Kupferbergbau – anschließend kannst du bei der Minenführung selbst unter Tage gehen.

Olavsgruva – die historische Kupfermine
Die Olavsgruva gehört für mich zu den spannendsten Sehenswürdigkeiten rund um Røros. Hier kannst du die Bergbaugeschichte nicht nur im Museum kennenlernen, sondern selbst durch die alten Stollen laufen.
Die Mine liegt im historischen Storwartz-Gebiet etwa 13 Kilometer vom Zentrum von Røros entfernt.
500 Meter in den Berg
Die Besichtigung ist nur im Rahmen einer Führung möglich. Dabei geht es durch die ältere Nyberget-Mine aus dem 17. Jahrhundert und anschließend in die neuere Olavsgruva.
Die Tour führt rund 500 Meter in den Berg hinein und etwa 50 Meter unter die Erdoberfläche bis zur großen Bergmannshalle. So kannst du sehr gut erkennen, wie sich die Abbaumethoden über mehrere Jahrhunderte verändert haben.
Warm anziehen!
Das solltest du unbedingt beachten: In der Mine herrschen ganzjährig nur etwa 4–5 °C bei hoher Luftfeuchtigkeit.
Auch im Hochsommer würde ich deshalb eine warme Jacke und feste Schuhe mitnehmen. Einen Helm bekommst du vor Ort.
Wie viel Zeit einplanen?
Die Führung dauert aktuell ungefähr 1 Stunde und 15 Minuten. Für die Fahrt von Røros zur Mine solltest du pro Strecke etwa 20 Minuten rechnen.
Insgesamt würde ich deshalb ungefähr 2–2,5 Stunden reservieren.
Tickets vorher buchen?
Das Rørosmuseum empfiehlt, Tickets für seine Führungen vorab zu reservieren. Gerade während der Sommermonate würde ich das ebenfalls machen.
Olavsgruva mit Kindern
Kinder dürfen an den Führungen teilnehmen. Wegen der Treppen ist die Mine allerdings nicht für Kinderwagen oder Rollstühle zugänglich. Für sehr kleine Kinder werden auch Rückentragen nicht empfohlen.
Lohnt sich Olavsgruva?
Ja – besonders wenn du zwei Tage in Røros hast.
Die historische Altstadt zeigt dir das Ergebnis des Bergbaus über Tage. In der Olavsgruva bekommst du dagegen einen Eindruck davon, unter welchen Bedingungen das Kupfer tatsächlich gewonnen wurde.
Mein Tipp: Erst Smelthytta besuchen und danach zur Olavsgruva fahren. Dadurch kennst du bereits die Grundlagen der Bergbaugeschichte und kannst die Mine anschließend wesentlich besser einordnen.

Sleggveien – historische Arbeiterhäuser
Die Sleggveien gehört zu den charakteristischsten Straßen von Røros. Die kleinen Holzhäuser vermitteln einen besonders guten Eindruck davon, wie die einfachere Bevölkerung der Bergbaustadt früher lebte.
In den Häusern lebten unter anderem Tagelöhner, Handwerker und Menschen ohne feste Beschäftigung beim Kupferwerk, die auch keinen eigenen Hof besaßen. Einige Gebäude wurden vom Rørosmuseum nach traditionellen Methoden restauriert.
Eine der schönsten Fotoperspektiven
Besonders reizvoll ist die Kombination aus den kleinen Holzhäusern der Sleggveien und der darüber aufragenden Røros Kirke.
Direkt daneben befinden sich außerdem die Slegghaugan – die großen Schlackenhalden aus mehr als 300 Jahren Kupferverarbeitung. Von oben bekommst du einen schönen Panoramablick über die historische Bergstadt.
Kann man die Häuser besichtigen?
Einige der restaurierten Häuser können während der Sommersaison besichtigt werden. Die aktuellen Öffnungszeiten solltest du vor deinem Besuch beim Rørosmuseum prüfen.
Mein Tipp
Verbinde Sleggveien, Røros Kirke, Slegghaugan und Smelthytta zu einem gemeinsamen Rundgang.
Die Sehenswürdigkeiten liegen dicht beieinander und lassen sich hervorragend zu Fuß erkunden. Für die Sleggveien selbst reichen etwa 20–30 Minuten.

Røros im Winter – verschneite Bergstadt
Im Winter zeigt Røros für mich seine besonders charakteristische Seite. Die historischen Holzhäuser, die weiße Røros Kirke und die kleinen Straßen wirken unter einer geschlossenen Schneedecke noch atmosphärischer.
Die Lage auf der Hochebene sorgt für ein kaltes und schneereiches Winterklima. Die Region wirbt mit stabilen Schneeverhältnissen und einer langen Wintersaison; selbst im Frühjahr sind in höheren Lagen noch Langlauftouren möglich.
Langlaufen rund um Røros
Røros ist ein hervorragendes Ziel für Langlauf. Rund um die Stadt und auf der Hochebene findest du ein großes Netz präparierter Loipen für unterschiedliche Ansprüche.
Auch wenn du nicht zum Skifahren nach Røros kommst, lohnt sich die verschneite Landschaft für Spaziergänge und kleinere Wintertouren.
Hundeschlitten & Rentiere
Zu den besonderen Wintererlebnissen der Region gehören:
Hundeschlittenfahrten · Rentiererlebnisse · Pferdeschlitten · Langlauf · Schneeschuhwandern
Bei Rentiererlebnissen kannst du gleichzeitig mehr über die südsamische Kultur und Rentierhaltung erfahren.
Røros im Winter fotografieren
Besonders schön finde ich:
Kjerkgata → historische Häuser & Kirche
Sleggveien → kleine Arbeiterhäuser im Schnee
Slagghaugen → Blick über die verschneite Bergstadt
Abendstunden → beleuchtete Fenster & Winteratmosphäre
Wie kalt wird es?
Røros ist für sehr kalte Winter bekannt. Deshalb würde ich mich nicht nur auf normale Winterkleidung verlassen.
Warme, winddichte Kleidung, gute Winterstiefel, Handschuhe und mehrere Kleidungsschichten gehören für mich unbedingt ins Gepäck.
Lohnt sich Røros im Winter?
Ja – sogar besonders.
Wenn du eine historische norwegische Stadt in echter Winterlandschaft erleben möchtest, ist Røros für mich eines der interessantesten Reiseziele des Landes. Dazu kommen zahlreiche Winteraktivitäten direkt in der Region.
Mein Tipp: Wenn du zeitlich flexibel bist, kannst du deinen Winterbesuch mit dem Rørosmartnan verbinden. Dann ist die Stadt allerdings wesentlich voller als an normalen Wintertagen.

Rørosmartnan – der historische Wintermarkt
Der Rørosmartnan gehört zu den traditionsreichsten Veranstaltungen Norwegens und ist ein besonderes Erlebnis, wenn du Røros im Winter besuchst. Der Markt wurde erstmals 1854 veranstaltet und findet traditionell ab dem vorletzten Dienstag im Februar statt.
Fünf Tage Ausnahmezustand in Røros
Während des Rørosmartnan verwandelt sich die historische Bergstadt für fünf Tage in einen großen Marktplatz. In den Straßen findest du Verkaufsstände, regionale Lebensmittel und Handwerk, dazu kommen Volksmusik, Tanz, Lagerfeuer und zahlreiche Kulturveranstaltungen.
Ein besonderes Highlight ist die Eröffnung: Traditionelle Pferdeschlitten-Gespanne reisen teilweise über mehrere Tage nach Røros und ziehen zum Markt in die Stadt ein – eine Tradition, die an die historischen Handelswege erinnert.
Wann findet der Rørosmartnan statt?
Der Termin ändert sich jedes Jahr. Für 2027 ist der Rørosmartnan vom 16. bis 20. Februar geplant.
Im eigentlichen Reiseguide würde ich aber hauptsächlich schreiben:
„Jedes Jahr ab dem vorletzten Dienstag im Februar“
So bleibt der Artikel langfristig aktuell.
Wie voll wird es?
Sehr voll. Der Veranstalter spricht von etwa 60.000–70.000 Besuchern pro Jahr. Für eine kleine Stadt wie Røros ist das enorm.
Wenn du während des Rørosmartnan übernachten möchtest, solltest du deine Unterkunft deshalb sehr früh reservieren. Auch die regionale Tourismusseite empfiehlt eine schnelle Buchung.
Lohnt sich der Rørosmartnan?
Wenn du traditionelle Veranstaltungen magst: eindeutig ja.
Wenn du dagegen vor allem die ruhige Atmosphäre der historischen Bergstadt erleben möchtest, würde ich bewusst einen anderen Wintertermin wählen.
Mein Tipp: Für einen ersten Rørosmartnan würde ich mindestens eine Übernachtung einplanen. Dadurch kannst du die besondere Abendstimmung erleben und musst deinen Besuch nicht in wenige Stunden pressen.

Wandern & Natur rund um Røros
Rund um Røros beginnt direkt eine weite Landschaft aus Hochflächen, Seen, Wäldern und Bergen. Im Gegensatz zu vielen spektakulären, aber steilen Fjordwanderungen findest du hier auch zahlreiche entspannte Touren durch vergleichsweise sanftes Gelände.
1. Mølmannsdalen – meine Empfehlung
Für einen ersten Wandertag würde ich Mølmannsdalen wählen. Der Natur- und Kulturpfad führt durch eine von der Eiszeit geprägte Landschaft und ist insgesamt etwa 8,5 Kilometer lang.
Das Gelände gilt als familienfreundlich und unterwegs gibt es sogar Bademöglichkeiten am Dalstjønna.
Länge: ca. 8,5 kmSchwierigkeit: leicht
Ideal für: Familien & entspannte Wanderungen
2. Doktortjønna & Kvitsanda
Wenn du nur wenig Zeit hast, bietet sich Doktortjønna direkt bei Røros an.
Von dort führt ein Naturpfad nach Kvitsanda, einer ungewöhnlichen eiszeitlichen Sandlandschaft, die fast ein wenig an eine kleine Wüste erinnert.
Schwierigkeit: leicht
Ideal für: kurze Tour & Familien
3. Femundsmarka Nationalpark
Deutlich wilder wird es in der Femundsmarka. Der Nationalpark gehört zu den größten zusammenhängenden Wildnisgebieten Südskandinaviens und eignet sich hervorragend zum Wandern, Kanufahren und Angeln.
Hier sind sowohl Tageswanderungen als auch mehrtägige Touren möglich.
4. Store Svuku
Wenn du eine richtige Bergwanderung suchst, ist der Store Svuku in der Femundsmarka interessant.
Vom Svukuriset führt eine etwa 5,7 Kilometer lange Route bis zum Gipfel. Von oben bekommst du ein weites Panorama über Femunden und die umliegende Berglandschaft.
Schwierigkeit: mittel
Ideal für: Bergpanorama
5. Forollhogna Nationalpark
Eine weitere Alternative ist der Forollhogna Nationalpark. Die Landschaft besteht aus sanften Bergen und langen Tälern und eignet sich besonders gut für Wanderungen durch das norwegische Hochland.
Der Forollhogna selbst erreicht 1.332 Meter. In der Region lebt außerdem eine bedeutende Wildrentierpopulation – entsprechend wichtig ist es, Abstand zu den Tieren zu halten.
Meine Auswahl
Tour | Schwierigkeit | Empfehlung |
Doktortjønna | leicht | ⭐⭐⭐⭐ |
Mølmannsdalen | leicht | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
Femundsmarka | variabel | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
Store Svuku | mittel | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
Forollhogna | mittel | ⭐⭐⭐⭐ |
Mein Tipp: Wenn du nur zwei Tage in Røros hast, würde ich Mølmannsdalen wählen. Für Femundsmarka solltest du mehr Zeit einplanen und den Nationalpark eher als eigenständiges Naturerlebnis betrachten.

Femundsmarka Nationalpark – Wildnis vor den Toren von Røros
Wenn du nach der historischen Bergstadt noch ursprüngliche norwegische Natur erleben möchtest, ist die Femundsmarka eine hervorragende Ergänzung. Zusammen mit den angrenzenden Schutzgebieten in Schweden bildet sie eines der größten zusammenhängenden Wildnisgebiete Südskandinaviens.
Die Landschaft besteht aus alten Kiefernwäldern, Seen, Flüssen, felsigen Hochflächen und Bergen. Besonders beliebt ist die Region zum Wandern, Kanufahren und Angeln.
Wandern in der Femundsmarka
Von kurzen Tageswanderungen bis zu mehrtägigen Wildnistouren ist vieles möglich. Interessante Ausgangspunkte sind Synnervika im Norden und Elgå im Süden. Von Elgå führt beispielsweise ein Wanderweg Richtung Svukuriset.
Für ein Bergpanorama ist der Store Svuku interessant. Der Gipfel erreicht rund 1.415 Meter und bietet weite Ausblicke über Femunden und die umliegende Wildnis.
Fæmund II – den Nationalpark vom Wasser erleben
Eine besonders schöne Alternative zum Wandern ist eine Fahrt mit der traditionsreichen Fæmund II auf dem Femunden.
Das Schiff hält an verschiedenen Punkten entlang des Sees und kann deshalb auch als Ausgangspunkt für Wander- und Kanutouren genutzt werden.
Historischer Malmveien
Eine spannende Verbindung zwischen Røros und der Femundsmarka ist der historische Malmveien.
Die markierte Wanderroute führt auf rund 50 Kilometern von Røros bis Langen am Rand der Femundsmarka. Für die komplette Strecke werden etwa drei Tage eingeplant. Unterwegs erzählen Informationstafeln von Natur, Bergbau und der Kulturlandschaft des Røros Kobberverk.
Wie viel Zeit einplanen?
1 Tag: erste Eindrücke, Wanderung oder Femunden
2–3 Tage: Wandern, Fæmund II und Natur intensiver erleben
Mehrere Tage: Trekking oder Kanutour durch die Wildnis
Mein Tipp: Bei nur zwei Tagen in Røros würde ich die Femundsmarka nicht noch irgendwie in den Reiseplan quetschen. Wenn du anschließend Richtung Drevsjø und Femunden weiterreist, solltest du die Region lieber als eigene Roadtrip-Etappe einplanen.

Die schönsten Ausflüge rund um Røros
Wenn du mehr als zwei Tage in Røros bleibst oder die Bergstadt als Station einer Rundreise nutzt, findest du in der Umgebung mehrere interessante Ziele. Besonders schön ist die Mischung aus Nationalparks, Seen und kleinen historischen Orten.
1. Femunden & Drevsjø
Der Femunden ist einer der größten Seen Norwegens und das Tor zur Femundsmarka. Im Sommer kannst du die Landschaft unter anderem mit der historischen MS Fæmund II erkunden.
Wenn deine Rundreise anschließend Richtung Süden führt, würde ich Drevsjø direkt als nächste Station einplanen.
Ideal für: Natur, Roadtrip & Femundsmarka
2. Forollhogna Nationalpark
Westlich von Røros erwartet dich eine deutlich andere Landschaft mit sanften Bergen und traditionellen Almtälern.
Der Forollhogna erreicht 1.332 Meter und bietet ein weites Panorama. Die Region ist außerdem für ihre Wildrentiere bekannt.
Ideal für: Wandern, Natur & Ruhe
3. Os & Hummelfjell
Os liegt nur etwa 15 Kilometer von Røros entfernt. Rund um den Ort findest du Wander- und Langlaufmöglichkeiten; am Hummelfjell befindet sich außerdem ein familienfreundliches Skigebiet.
Ideal für: Familien & Winterurlaub
4. Tolga & Vingelen
Tolga und das nahe Vingelen sind interessant, wenn du die traditionelle Kulturlandschaft der Region kennenlernen möchtest.
Die Gegend verbindet alte Bauernhöfe und Almlandschaften mit der Geschichte des Røros-Kupferwerks. Tolga besaß früher selbst eine bedeutende Schmelzhütte.
Ideal für: Kultur, Landschaft & ruhiger Roadtrip
5. Jutulhogget
Wenn deine Rundreise weiter Richtung Süden führt, ist Jutulhogget ein interessanter Zwischenstopp. Die gewaltige Schlucht wird von Visit Norway als größter Canyon Nordeuropas vorgestellt und lässt sich gut mit einer Fahrt durch Østerdalen kombinieren.
Ideal für: Landschaft & Roadtrip
Meine Auswahl
Ausflug | Empfehlung |
Femunden & Drevsjø | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
Forollhogna | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
Os & Hummelfjell | ⭐⭐⭐⭐ |
Tolga & Vingelen | ⭐⭐⭐⭐ |
Jutulhogget | ⭐⭐⭐⭐ |
Mein Tipp: Ich würde von Røros nicht jeden Tag lange Hin-und-zurück-Ausflüge machen. Viele dieser Ziele lassen sich besser als nächste Etappe einer Norwegen-Rundreise einbauen.
Eine schöne Route wäre beispielsweise:
Røros → Femunden → Drevsjø → weiter durch Østerdalen

Røros an einem Tag – mein perfekter Tagesplan
Wenn du nur einen Tag in Røros hast, kannst du die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sehr gut miteinander verbinden. Das historische Zentrum ist kompakt und viele Highlights liegen nur wenige Gehminuten voneinander entfernt.
09:00 Uhr – Historische Altstadt
Starte den Tag mit einem Spaziergang durch die Kjerkgata und die kleinen Seitenstraßen. Am Morgen ist es meist noch ruhig und die historischen Holzhäuser kommen besonders schön zur Geltung.
Zeit: ca. 1 Stunde
10:00 Uhr – Røros Kirke
Anschließend geht es zur Røros Kirke – Bergstadens Ziir. Die 1784 fertiggestellte Kirche gehört zu den größten Kirchen Norwegens und ist das Wahrzeichen der Stadt.
Zeit: ca. 30 Minuten
10:45 Uhr – Sleggveien & Slagghaugen
Spaziere anschließend durch die Sleggveien mit ihren historischen Arbeiterhäusern. Danach kannst du die alten Schlackenhalden erkunden und den Blick über Røros genießen. Die Häuser der Sleggveien erzählen besonders anschaulich vom früheren Alltag der Bergbaubevölkerung.
Zeit: ca. 1 Stunde
12:00 Uhr – Mittagspause
Zurück im Zentrum würde ich eine gemütliche Mittagspause einlegen. Rund um die Kjerkgata findest du Cafés und Restaurants in historischen Holzhäusern.
13:30 Uhr – Rørosmuseum Smelthytta
Am Nachmittag geht es ins Rørosmuseum Smelthytta. Die Ausstellung erklärt mit Modellen von Bergwerken, Schmelzhütten und technischen Anlagen die Geschichte des Røros-Kupferwerks.
Zeit: ca. 1–1,5 Stunden
15:30 Uhr – Altstadt & Cafépause
Danach würde ich bewusst etwas Zeit ohne festes Programm lassen. Entdecke weitere Seitenstraßen, kleine Geschäfte oder gönn dir eine Pause in einem Café.
17:00 Uhr – Abendspaziergang
Zum Abschluss noch einmal durch das historische Zentrum laufen. Besonders schön finde ich den Bereich rund um Kirche, Sleggveien und Slagghaugen, wenn es langsam ruhiger wird.
Røros an einem Tag
Uhrzeit | Programm |
09:00 | Historische Altstadt |
10:00 | Røros Kirke |
10:45 | Sleggveien & Slagghaugen |
12:00 | Mittagspause |
13:30 | Smelthytta |
15:30 | Altstadt & Freizeit |
17:00 | Abendspaziergang |
Mein Tipp: Die Olavsgruva würde ich bei nur einem Tag nicht zusätzlich einbauen. Für Anfahrt und Führung brauchst du zusätzliche Zeit, und dein Aufenthalt in der Altstadt würde dadurch unnötig hektisch. Die Mine passt wesentlich besser in unseren Zwei-Tages-Plan.

Røros in 2 Tagen – mein Reiseplan
Zwei Tage sind für Røros ideal. Am ersten Tag konzentrierst du dich auf die UNESCO-Bergstadt, am zweiten Tag geht es zur Olavsgruva und anschließend hinaus in die Natur.
Tag 1 – Altstadt & Bergbaugeschichte
09:00 Uhr – Historische AltstadtStarte mit Kjerkgata und den kleinen Seitenstraßen zwischen den historischen Holzhäusern.
10:00 Uhr – Røros KirkeBesuche das Wahrzeichen der Stadt und genieße anschließend die schönen Perspektiven auf die Kirche.
10:45 Uhr – Sleggveien & SlagghaugenErkunde die alten Arbeiterhäuser und die Schlackenhalden.
12:00 Uhr – Mittagspause
13:30 Uhr – Rørosmuseum SmelthyttaPlane etwa 1–1,5 Stunden für die Geschichte des Kupferbergbaus ein.
Ab 16:00 Uhr – Røros genießenCafé, kleine Geschäfte und ein entspannter Abendspaziergang durch die historische Bergstadt.
Tag 2 – Olavsgruva & Natur
09:30 Uhr – Fahrt zur Olavsgruva
Die Mine liegt rund 13 Kilometer außerhalb von Røros im historischen Storwartz-Bergbaugebiet.
10:00 Uhr – Olavsgruva
Bei der Führung geht es durch Nyberget und die Olavsgruva bis etwa 50 Meter unter die Oberfläche und 500 Meter in den Berg hinein. Die Führung dauert etwas mehr als eine Stunde.
Wichtig: Auch im Sommer warme Kleidung und feste Schuhe mitnehmen. In der Mine herrschen ganzjährig nur ungefähr 5 °C.
12:00 Uhr – Storwartz
Nimm dir anschließend noch etwas Zeit für das historische Bergbaugebiet. Storwartz gehörte zu den wichtigsten Abbaugebieten des Røros-Kupferwerks und liegt nur etwa einen Kilometer von der Olavsgruva entfernt.
13:30 Uhr – Mittagspause
Danach zurück Richtung Røros.
15:00 Uhr – Mølmannsdalen
Am Nachmittag kannst du noch etwas Natur einbauen. Der Natur- und Kulturpfad im Mølmannsdalen ist rund 8,5 Kilometer lang und führt durch familienfreundliches Gelände.
Du musst bei diesem Tagesplan aber nicht zwingend die komplette Runde laufen. Eine kürzere Wanderung reicht nach dem Besuch der Mine vollkommen aus.
Røros in 2 Tagen auf einen Blick
Tag | Highlights |
Tag 1 | Altstadt · Kirche · Sleggveien · Smelthytta |
Tag 2 | Olavsgruva · Storwartz · Mølmannsdalen |
Meine Empfehlung
Mit zwei Tagen bekommst du für mich das beste Gesamtbild von Røros: Am ersten Tag erlebst du die historische Bergstadt, am zweiten Tag die Landschaft und die Bergbaugeschichte außerhalb des Zentrums.
Wenn du einen dritten Tag zur Verfügung hast, würde ich diesen nicht mehr mit weiteren Sehenswürdigkeiten in Røros füllen, sondern für Femunden oder die Femundsmarka nutzen.

Røros mit Kindern – die besten Familienaktivitäten
Røros eignet sich überraschend gut für einen Familienurlaub. Die historische Altstadt ist kompakt, viele Sehenswürdigkeiten lassen sich zu Fuß erreichen und rund um die Stadt gibt es mehrere Aktivitäten, bei denen Kinder selbst etwas erleben können.
1. Doktortjønna – mein Tipp für Familien
Für Familien würde ich Doktortjønna ganz oben auf die Liste setzen. Der Freizeitpark liegt nur etwa fünf Gehminuten vom Zentrum entfernt und ist besonders auf Kinder ausgerichtet.
Im Sommer können Kinder dort unter anderem:
Kanu und Tretboot fahren · klettern und balancieren · Tiere besuchen · kleine Holzhäuser bauen · Naturpfade erkunden · Holz durch eine Wasserrinne flößen
Außerdem führt ein Naturpfad von Doktortjønna zur ungewöhnlichen Sandlandschaft Kvitsanda.
2. Olavsgruva – Abenteuer unter Tage
Für etwas größere Kinder ist die Olavsgruva ein echtes Erlebnis. Bei der Führung geht es rund 500 Meter in den Berg und 50 Meter unter die Oberfläche.
Das fühlt sich deutlich mehr nach Abenteuer als nach klassischem Museumsbesuch an.
Wichtig: In der Mine herrschen ganzjährig nur etwa 4 °C. Warme Kleidung und feste Schuhe gehören deshalb auch im Sommer ins Gepäck.
3. Altstadt als
Entdeckungstour
Auch die historische Altstadt funktioniert mit Kindern gut. Statt jedes Gebäude ausführlich zu besichtigen, würde ich daraus einen kleinen Rundgang machen:
Holzhäuser entdecken → Røros Kirke → Sleggveien → Slagghaugen
Von den Schlackenhalden habt ihr anschließend einen schönen Blick über die Bergstadt.
4. Mølmannsdalen
Wenn ihr gerne draußen unterwegs seid, ist Mølmannsdalen eine gute Familienwanderung. Die Landschaft ist vergleichsweise sanft und bietet eine schöne Abwechslung zur Stadtbesichtigung.
Mit kleineren Kindern müsst ihr natürlich nicht die komplette Strecke laufen.
5. Røros im Winter mit Kindern
Im Winter kommen Rodeln, Langlauf und weitere Schneeaktivitäten hinzu. Auch Doktortjønna wird für Winteraktivitäten wie Skilanglauf und Rodeln genutzt.
Und allein ein Spaziergang durch die verschneite historische Altstadt kann für Familien schon ein schönes Erlebnis sein.
Meine Auswahl nach Alter
Aktivität | Besonders geeignet |
Doktortjønna | kleinere & größere Kinder |
Altstadt | jedes Alter |
Olavsgruva | eher größere Kinder |
Mølmannsdalen | aktive Familien |
Winteraktivitäten | jedes Alter |
Mein Tipp: Mit Kindern würde ich nicht versuchen, sämtliche Museen und historischen Sehenswürdigkeiten an einem Tag abzuhaken. Kombiniert lieber ein kulturelles Highlight wie die Olavsgruva mit einer spielerischen Aktivität wie Doktortjønna oder einer kurzen Wanderung.
Für zwei Tage mit Kindern wäre meine Kombination daher:
Tag 1 → Altstadt + Kirche + Doktortjønna
Tag 2 → Olavsgruva + Natur

Røros bei schlechtem Wetter
Regen oder Schnee müssen deinen Besuch in Røros nicht ruinieren. Gerade durch die Bergbaugeschichte, Museen und historischen Gebäude gibt es mehrere interessante Aktivitäten, die sich gut für einen Schlechtwettertag eignen.
1. Rørosmuseum Smelthytta
Meine erste Wahl wäre das Rørosmuseum Smelthytta. Hier kannst du dich ausführlich mit der Geschichte des Røros-Kupferwerks beschäftigen. Modelle zeigen unter anderem die früheren Bergwerke, Schmelzhütten und Arbeitsabläufe. Audioguides gibt es auch auf Deutsch.
Zeit: ca. 1–1,5 Stunden
2. Olavsgruva
Auch die Olavsgruva ist eine gute Option – schließlich bist du während eines großen Teils der Führung ohnehin unter Tage.
Allerdings herrschen in der Mine ganzjährig nur etwa 4–5 °C und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Warme Kleidung und feste Schuhe sind daher Pflicht. Die Führung dauert ungefähr 1 Stunde und 15 Minuten.
3. Røros Kirke
Wenn die Kirche geöffnet ist, kannst du die Bergstadens Ziir auch von innen besichtigen. Da kirchliche Veranstaltungen Vorrang haben, können die Besuchsmöglichkeiten allerdings variieren.
4. Cafés & kleine Geschäfte
Danach würde ich das schlechte Wetter einfach für eine längere Pause nutzen. Im historischen Zentrum findest du Cafés, kleine Geschäfte und regionale Produkte – und sobald der Regen nachlässt, kannst du deinen Altstadtrundgang fortsetzen.
Mein Schlechtwetter-Plan
Zeit | Programm |
Vormittag | Smelthytta |
Mittag | Café & Mittagessen |
Nachmittag | Olavsgruva |
Später Nachmittag | Røros Kirke |
Abend | Altstadt & Restaurant |
Mein Tipp: Bei wechselhaftem Wetter würde ich die Olavsgruva fest einplanen und den Altstadtrundgang flexibel halten. Sobald sich eine trockene Phase ergibt, kannst du Kjerkgata, Sleggveien und Slagghaugen erkunden.
Røros ist damit eines der Reiseziele, bei denen ein Regentag deutlich weniger problematisch ist als bei einem reinen Naturziel.

Anreise nach Røros & unterwegs vor Ort
Røros liegt im Landesinneren zwischen Trondheim und Østerdalen. Trotz der abgelegenen Lage ist die Bergstadt erstaunlich gut mit Auto, Bahn und Flugzeug erreichbar.
Mit dem Auto nach Røros
Für einen Norwegen-Roadtrip ist das Auto besonders praktisch.
Ab Trondheim: etwa 2–2,5 Stunden über die Rv30.
Ab Oslo: etwa 5 Stunden über E6 und Rv3 via Elverum.
Wenn du aus Richtung Süden kommst, lässt sich Røros deshalb sehr gut mit Elverum, Drevsjø oder Femunden kombinieren.
Mein Tipp: Die Anfahrt nicht nur als Transfer betrachten. Besonders die Strecke durch Østerdalen passt hervorragend zu einer Rundreise durchs norwegische Landesinnere.
Mit dem Zug – eine schöne Alternative
Røros liegt direkt an der Rørosbanen, die Hamar über Røros mit Trondheim verbindet. Die Bahnstrecke führt durch Østerdalen und gehört landschaftlich zu den interessanteren Zugverbindungen im norwegischen Landesinneren.
Von Trondheim nach Røros brauchst du ungefähr 2–2,5 Stunden. Von Oslo erfolgt die Verbindung häufig über Hamar; insgesamt solltest du etwa 5 Stunden einplanen.
Mit dem Flugzeug
Røros besitzt sogar einen eigenen kleinen Flughafen. Der Røros Airport liegt nur etwa 2 Kilometer vom Zentrum entfernt. Von Oslo dauert ein Direktflug ungefähr 50 Minuten. Mietwagen in Norwegen findet ihr hier auf Check24!*
Für die meisten Rundreisenden würde ich trotzdem Auto oder Bahn bevorzugen.
Brauchst du in Røros ein Auto?
Für die Stadt selbst: nein.
Das historische Zentrum ist kompakt und lässt sich sehr gut zu Fuß erkunden. Allerdings bestehen viele Wege aus Kopfsteinpflaster, Schotter und historischen Gehwegen.
Für Olavsgruva, Mølmannsdalen, Femunden und Femundsmarka ist ein Auto dagegen deutlich praktischer.
Parken in Røros
Im und rund um das Zentrum gibt es öffentliche Parkmöglichkeiten. Direkt durch die historische Altstadt würde ich nicht unnötig fahren.
Am besten:
Auto abstellen → Røros zu Fuß erkunden
So kannst du Altstadt, Kirche, Sleggveien und Smelthytta bequem miteinander verbinden.
Meine Empfehlung
Anreise | Empfehlung |
Auto | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
Zug | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
Flugzeug | ⭐⭐⭐ |
Bus | ⭐⭐⭐ |
Für einen Norwegen-Roadtrip würde ich Røros mit dem Auto besuchen. Wenn Røros dagegen dein einziges Ziel in der Region ist, finde ich die Anreise mit der Rørosbanen besonders reizvoll.

Übernachten in Røros – Hotels, Apartments & Camping
Für Røros würde ich mindestens eine, besser zwei Übernachtungen einplanen. Besonders schön ist es, direkt in oder nahe der historischen Bergstadt zu wohnen. Dann kannst du Røros am frühen Morgen und am Abend erleben, wenn viele Tagesbesucher verschwunden sind.
Die Auswahl ist für eine kleine Stadt erstaunlich groß: von historischen Unterkünften über moderne Hotels und Apartments bis zu Campingplätzen.
Historisch & besonders
Wenn du die Atmosphäre von Røros auch bei der Unterkunft erleben möchtest, gefällt mir Erzscheidergården besonders gut. Das kleine Hotel liegt unmittelbar bei der Røros Kirke und befindet sich in einem historischen Gebäude aus dem 17. Jahrhundert.
Ideal für: Paare, Atmosphäre & Altstadt
Zentral übernachten
Bergstadens Hotel liegt mitten im Zentrum und ist besonders praktisch, wenn du Røros komplett zu Fuß erkunden möchtest.
Ebenfalls sehr zentral liegt Vertshuset Røros mit Zimmern und Apartments in historischen Gebäuden.
Ideal für: erster Besuch & kurze Wege
Hotel mit Pool & Wellness
Für Familien oder wenn du nach einem langen Reisetag etwas mehr Komfort möchtest, ist Røros Hotell interessant. Das größte Hotel der Region verfügt unter anderem über Pool, Whirlpool und Sauna.
Ideal für: Familien, Winterurlaub & Wellness
Camping in Røros
Wenn du mit Wohnmobil oder Wohnwagen unterwegs bist, gibt es mit Røros Camping auch eine Campingmöglichkeit bei der Stadt.
Gerade bei einer längeren Norwegen-Rundreise kann Camping eine gute Alternative zu den Hotels sein.
Welche Lage würde ich wählen?
Reiseart | Meine Empfehlung |
Erster Besuch | historisches Zentrum |
Paare | historische Unterkunft |
Familien | Hotel mit Pool oder Apartment |
Winterreise | zentral / Hotel |
Wohnmobil | Camping |
1 Nacht | unbedingt zentral |
2–3 Nächte | Zentrum oder ruhiger Stadtrand |
Mein Tipp: Bei deinem ersten Besuch würde ich nicht weit außerhalb übernachten, nur um etwas Geld zu sparen. Gerade die Möglichkeit, abends noch einmal durch die beleuchteten historischen Straßen zu laufen, gehört für mich zum Røros-Erlebnis.
Während des Rørosmartnan und anderer großer Veranstaltungen würde ich außerdem besonders früh buchen.
Essen & regionale Spezialitäten in Røros
Røros ist nicht nur wegen seiner Bergbaugeschichte interessant. Die Region gilt auch als eines der wichtigsten Zentren für lokal produzierte Lebensmittel in Norwegen. Mehr als 35 Produzenten gehören zum regionalen Netzwerk rund um Rørosmat.
Was solltest du in Røros probieren?
Typisch für die Region sind vor allem Produkte aus den Bergen, Wäldern und Seen. Besonders interessant finde ich:
Rentierfleisch – eine der bekanntesten regionalen Spezialitäten
Tjukkmjølk – traditionelle Dickmilch aus RørosS
kjørost – regionaler Sauermilchkäse
Røros Smør & Rømme – Butter und Sauerrahm aus der Region
Wild & Fisch – häufig saisonal auf den Speisekarten
Trollkrem – traditionelles Dessert mit Preiselbeeren
Tjukkmjølk und Skjørost besitzen sogar geschützte geografische Herkunftsbezeichnungen.
Rørosmeieriet
Besonders bekannt ist die Rørosmeieriet. Die Bio-Molkerei produziert unter anderem Butter, Sauerrahm, Joghurt, Tjukkmjølk und Skjørost. Im eigenen Laden kannst du verschiedene Produkte kaufen und teilweise direkt probieren.
Wo würde ich essen?
Für traditionelle Atmosphäre gefällt mir Kaffestuggu. Es ist das älteste Café von Røros und bietet unter anderem Backwaren, belegte Brote und traditionelle Gerichte.
Für ein etwas gehobeneres Abendessen ist Restaurant 1897 interessant. Die Küche arbeitet mit regionalen Zutaten und passt die Speisekarte saisonal an.
Mein Tipp
Plane in Røros bewusst mindestens eine regionale Mahlzeit ein. Die lokale Küche passt hervorragend zum Charakter der Bergstadt und gehört für mich genauso zum Erlebnis wie Holzhäuser, Kupferminen und die historische Altstadt.
Wenn du dich selbst versorgst, lohnt es sich außerdem, beim Einkauf gezielt nach Produkten aus der Rørosregion Ausschau zu halten.

Beste Reisezeit für Røros & praktische Tipps
Røros ist tatsächlich ein Ganzjahresziel. Durch das ausgeprägte Binnenklima unterscheiden sich Sommer und Winter allerdings enorm. Die Region hat vergleichsweise wenig Niederschlag, aber große Temperaturunterschiede zwischen den Jahreszeiten und teilweise auch zwischen Tag und Nacht.
Juni bis August – ideal für Stadt & Natur
Der Sommer ist meine Empfehlung für eine Norwegen-Rundreise mit dem Auto. Die Tage sind lang, Wanderwege gut zugänglich und du kannst Røros hervorragend mit Femunden und Femundsmarka kombinieren.
Besonders interessant sind jetzt:
Altstadt · Olavsgruva · Wandern · Femundsmarka · Fæmund II · Mølmannsdalen
Im Juni sind die Nächte außerdem extrem hell – laut regionaler Tourismusseite geht die Sonne im Juni ungefähr gegen 03:00 Uhr auf und erst um Mitternacht unter.
September – ruhiger & herbstlich
Der September ist interessant, wenn du weniger Besucher und Herbstfarben bevorzugst.
Für Stadtbesichtigungen und Wanderungen kann das eine sehr schöne Zeit sein. Gleichzeitig solltest du bereits mit deutlich kühleren Nächten rechnen.
Dezember bis März – Røros im Winter
Wenn du Røros in seiner wohl charakteristischsten Atmosphäre erleben möchtest, würde ich den Winter wählen.
Die Region ist für stabile, schneereiche Winter bekannt. Langlauf, Hundeschlitten, Pferdeschlitten und weitere Winteraktivitäten spielen dann eine große Rolle.
Allerdings kann es sehr kalt werden. Temperaturen von −20 °C sind in der Region keineswegs außergewöhnlich; die lokale Tourismusseite beschreibt selbst −15 °C scherzhaft nur als „halbkalt“.
Februar – Rørosmartnan
Eine besondere Reisezeit ist der Februar während des Rørosmartnan.
Dann erlebst du Røros mit Marktständen, Pferdeschlitten und traditionellen Veranstaltungen. Gleichzeitig ist die Stadt wesentlich voller und Unterkünfte solltest du frühzeitig reservieren.
Mein Buch findet ihr hier auf Amazon:
Meine Reisezeit-Empfehlung
Zeitraum | Ideal für |
Juni–August | ⭐⭐⭐⭐⭐ Wandern & Roadtrip |
September | ⭐⭐⭐⭐ Ruhe & Herbst |
Dezember–Januar | ⭐⭐⭐⭐⭐ Winteratmosphäre |
Februar | ⭐⭐⭐⭐⭐ Rørosmartnan & Winter |
März–April | ⭐⭐⭐⭐ Wintersport |
Was gehört ins Gepäck?
Auch im Sommer würde ich für Røros mehrere Kleidungsschichten einpacken. Durch die Höhenlage und das Binnenklima können die Temperaturen deutlich schwanken.
Für die Olavsgruva brauchst du ohnehin eine warme Jacke und feste Schuhe.
Im Winter sind dagegen Thermounterwäsche, Wollschichten, warme Winterstiefel, Mütze und gute Handschuhe Pflicht.
Meine Empfehlung
Für eine klassische Norwegen-Rundreise würde ich Røros zwischen Juni und August besuchen. Wenn du die Bergstadt aber in ihrer außergewöhnlichsten Form erleben möchtest, gewinnt für mich der Winter.
Verschneite Holzhäuser, Røros Kirke, Pferdeschlitten und die klare Winterluft passen einfach perfekt zum historischen Charakter der Stadt.
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Mein persönliches Fazit – lohnt sich Røros?
Røros gehört für mich zu den interessantesten Reisezielen im norwegischen Landesinneren. Die Stadt bietet zwar keine spektakulären Fjorde wie Geiranger oder die dramatische Küstenlandschaft der Lofoten, dafür bekommst du hier eine Seite Norwegens zu sehen, die auf einer klassischen Rundreise schnell zu kurz kommt.
Besonders beeindruckend finde ich, wie gut die historische Bergbaustadt erhalten geblieben ist. Røros und die dazugehörige Kulturlandschaft gehören seit 1980 zum UNESCO-Welterbe. Die jahrhundertelange Kupfergewinnung hat nicht nur die Stadt, sondern die gesamte Umgebung geprägt.
Was mir an Røros besonders gefällt
Für mich ist es die Kombination aus:
historischer Holzstadt · Bergbaugeschichte · ursprünglicher Hochlandlandschaft
Du kannst morgens zwischen alten Holzhäusern durch die Kjerkgata laufen, anschließend die Røros Kirke und Smelthytta besuchen und am nächsten Tag in der Olavsgruva 500 Meter in den Berg hinein und rund 50 Meter unter die Erde gehen.
Meine drei Highlights
1. Historische Altstadt
Die Holzhäuser und alten Straßen machen Røros unverwechselbar.
2. Sleggveien & Røros Kirke
Für mich einer der schönsten Bereiche der gesamten Bergstadt.
3. Olavsgruva
Die Führung unter Tage macht die mehr als 300-jährige Bergbaugeschichte wesentlich greifbarer.
Wie lange würde ich bleiben?
Zwei Tage finde ich ideal.
Ein Tag reicht für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Zentrum. Mit einer zweiten Übernachtung kannst du zusätzlich die Olavsgruva besuchen und etwas von der Natur rund um Røros erleben.
Bei drei oder mehr Tagen würde ich anschließend Richtung Femunden und Femundsmarka weiterfahren. Von Røros erreichst du beispielsweise Synnervika am Femunden in ungefähr 40 Minuten.
Sommer oder Winter?
Für einen Norwegen-Roadtrip würde ich den Sommer wählen.
Wenn es ausschließlich um die Atmosphäre geht, finde ich Røros dagegen im Winter besonders reizvoll. Die verschneiten Holzhäuser und die historische Bergstadt passen hervorragend zusammen.
Mein Fazit
Røros ist für mich gerade deshalb sehenswert, weil es so anders ist als die klassischen Fjordziele Norwegens.
Wer sich für historische Orte, Bergbaugeschichte und traditionelle Architektur interessiert, sollte die Stadt auf einer Rundreise durch das Landesinnere unbedingt berücksichtigen. UNESCO beschreibt Røros als außergewöhnlich gut erhaltenes Beispiel dafür, wie sich eine Bergbaugemeinschaft über Jahrhunderte an die abgelegene Lage und das raue Klima angepasst hat.

Meine Norwegen Videos findet ihr hier:
Aktivitäten in Norwegen:
Viele Bilder aus Norwegen findet ihr auf Gretchens Insta:
FAQ Røros – häufige Fragen & Antworten
1. Lohnt sich Røros?
Ja. Besonders wenn du historische Orte, traditionelle Holzarchitektur und norwegische Bergbaugeschichte magst, ist Røros ein außergewöhnliches Reiseziel. Die Bergstadt gehört seit 1980 zum UNESCO-Welterbe.
2. Wie viele Tage sollte man für Røros einplanen?
Ich würde zwei Tage empfehlen. Einen Tag kannst du für Altstadt, Kirche, Sleggveien und Smelthytta nutzen. Am zweiten Tag bleibt genügend Zeit für Olavsgruva und etwas Natur.
3. Reicht ein Tag für Røros?
Ja. Das historische Zentrum ist kompakt und lässt sich gut zu Fuß erkunden. Für die Olavsgruva würde ich bei nur einem Tag allerdings nicht zusätzlich Zeit einplanen.
4. Was muss man in Røros unbedingt gesehen haben?
Meine wichtigsten Highlights sind die historische Altstadt, Røros Kirke, Sleggveien, Slagghaugen, Smelthytta und Olavsgruva.
5. Warum gehört Røros zum UNESCO-Welterbe?
Røros entwickelte sich ab 1644 durch den Kupferbergbau. Die erhaltene Bergstadt und ihre Kulturlandschaft dokumentieren außergewöhnlich gut die jahrhundertelange Entwicklung einer Bergbaugemeinschaft.
6. Kann man Røros gut zu Fuß erkunden?
Ja. Das Zentrum ist relativ kompakt. Allerdings gibt es teilweise Kopfsteinpflaster, Schotter und historische Wege, was du bei eingeschränkter Mobilität berücksichtigen solltest.
7. Was ist die schönste Straße in Røros?
Besonders charakteristisch finde ich die Sleggveien mit ihren kleinen historischen Arbeiterhäusern. Auch die Kjerkgata mit Blick Richtung Røros Kirke solltest du nicht verpassen.
8. Lohnt sich die Røros Kirke?
Ja. Die auch Bergstadens Ziir genannte Kirche ist das Wahrzeichen von Røros und gehört für mich zu jedem Altstadtrundgang.
9. Lohnt sich das Rørosmuseum Smelthytta?
Ja, besonders wenn du anschließend die Olavsgruva besuchen möchtest. Im Museum bekommst du zunächst einen guten Überblick über die Geschichte des Kupferbergbaus und die Entwicklung der Bergstadt.
10. Lohnt sich die Olavsgruva?
Ja. Bei der Führung gehst du etwa 500 Meter in den Berg hinein und rund 50 Meter unter die Erde. Dadurch wird die Bergbaugeschichte wesentlich greifbarer als bei einem reinen Museumsbesuch.
11. Wie kalt ist es in der Olavsgruva?
In der Mine ist es auch im Sommer kalt. Deshalb solltest du warme Kleidung und feste Schuhe mitnehmen.
12. Wie weit ist die Olavsgruva von Røros entfernt?
Die Mine liegt etwa 13 Kilometer außerhalb von Røros.
13. Ist Røros für Kinder geeignet?
Ja. Besonders Doktortjønna, Olavsgruva, kurze Wanderungen und die historische Altstadt lassen sich gut in einen Familienurlaub integrieren.
14. Wann ist die beste Reisezeit für Røros?
Für einen klassischen Roadtrip würde ich Juni bis September wählen. Wenn du Røros verschneit erleben möchtest, sind die Wintermonate besonders reizvoll. Die Region ist ausdrücklich ein Ganzjahresziel.
15. Lohnt sich Røros im Winter?
Unbedingt. Schnee passt hervorragend zu den historischen Holzhäusern und zusätzlich kannst du Wintersport und verschiedene Schneeaktivitäten unternehmen.
16. Wann findet der Rørosmartnan statt?
Der traditionsreiche Wintermarkt findet jedes Jahr im Februar statt. Wenn du speziell zum Rørosmartnan anreist, solltest du deine Unterkunft früh reservieren.
17. Kann man in Røros wandern?
Ja. Rund um Røros findest du zahlreiche Wandergebiete. Für eine einfache Tour eignet sich beispielsweise Mølmannsdalen, während Femundsmarka und Forollhogna deutlich größere Naturerlebnisse ermöglichen.
18. Wie weit ist die Femundsmarka von Røros entfernt?
Ein wichtiger Zugang ist Synnervika am Femunden. Von Røros fährt ein Bus dorthin in ungefähr 40 Minuten, der im Sommer mit der Fæmund II abgestimmt ist.
19. Braucht man in Røros ein Auto?
Für die Stadt selbst nein. Altstadt, Kirche, Sleggveien und Museum kannst du zu Fuß erkunden. Für Olavsgruva und größere Ausflüge in die Natur ist ein Auto allerdings deutlich praktischer.
20. Kann man mit dem Zug nach Røros fahren?
Ja. Røros besitzt einen Bahnhof und ist über die Rørosbanen erreichbar. Es bestehen Verbindungen Richtung Trondheim sowie Hamar/Oslo.
21. Wie lange fährt man von Trondheim nach Røros?
Mit dem Auto solltest du ungefähr 2 bis 2,5 Stunden einplanen. Auch die Zugfahrt dauert etwa 2,5 Stunden.
22. Wie lange fährt man von Oslo nach Røros?
Mit dem Auto dauert die Fahrt ungefähr 5 Stunden. Die klassische Route führt über E6 und Rv3 via Elverum.
23. Hat Røros einen Flughafen?
Ja. Der kleine Røros Airport liegt nur rund zwei Kilometer vom Zentrum entfernt. Ein Flug von Oslo dauert ungefähr 50 Minuten.
24. Kann man Røros und Femunden miteinander kombinieren?
Ja, sehr gut. Gerade im Sommer ist die Kombination interessant. Von Synnervika kannst du außerdem mit der Fæmund II über den Femunden fahren und verschiedene Ausgangspunkte für Wanderungen erreichen.
Reiserechner Norwegen
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