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Reiseziel Sibiu

Sibiu (Hermannstadt) – Der ultimative Reiseführer: Das historische Herz Siebenbürgens entdecken


Sibiu – im Herzen von Siebenbürgen gelegen – gehört zu den historisch bedeutendsten und schönsten Städten Rumäniens. Während viele zunächst an eine bloße Zwischenstation auf der Durchreise denken, hat uns Sibiu vor Ort mit seiner unglaublichen kulturellen Tiefe und Atmosphäre überrascht. Neben den berühmten Häusern mit ihren „Augen“ im Dach erwarten dich mittelalterliche Wehranlagen, malerische Plätze, ein pulsierendes Kunstleben und eine beeindruckende kulinarische Vielfalt, die tief in der sächsischen Tradition verwurzelt ist. Gerade dieser Mix aus bewegter Geschichte, gelebter Tradition, gemütlichem mediterran-europäischem Flair und der Nähe zu den wilden Landschaften der Karpaten macht Sibiu zu einem Reiseziel, das weit mehr zu bieten hat, als ein erster Blick vermuten lässt.


Ich habe die Stadt selbst erkundet und zeige dir in diesem Reiseführer die schönsten Sehenswürdigkeiten, meine persönlichen Highlights, praktische Reisetipps und alles, was du für deinen Urlaub in Sibiu wissen solltest – von den charmanten Gassen der Altstadt über spannende Museen bis hin zur idealen Reisezeit und lohnenswerten Ausflügen in die Umgebung Siebenbürgens.


Weitere Reiseziele in Rumänien:


Inhaltsverzeichnis – Sibiu (Hermannstadt)


1. Sibiu auf einen Blick (Quick Facts)

2. Warum sich eine Reise nach Sibiu lohnt

3. Karte der schönsten Sehenswürdigkeiten

4. Die Geschichte von Sibiu (Hermannstadt)

5. Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Sibiu

6. Der Große Ring (Piața Mare)

7. Der Kleine Ring (Piața Mică)

8. Die berühmte Lügenbrücke

9. Die evangelische Stadtpfarrkirche

10. Die Stadtmauer und ihre Wehrtürme

11. Die Treppenpassage – Das schönste Fotomotiv der Stadt

12. Die Dächer mit den "Augen von Sibiu"

13. Das Brukenthal-Museum

14. Die schönsten Aussichtspunkte

15. Die besten Aktivitäten in Sibiu

16. Die schönsten Fotospots

17. Die besten Restaurants und rumänischen Spezialitäten

18. Die schönsten Cafés

19. Shopping und Souvenirs

20. Die schönsten Parks und Grünanlagen

21. Die besten Ausflüge rund um Sibiu

22. Wandern rund um Sibiu

23. Sibiu mit Kindern

24. Mein perfekter Tag in Sibiu

25. Beste Reisezeit für Sibiu

26. Anreise und Fortbewegung

27. Übernachten in Sibiu – Die besten Stadtteile

28. Kosten – Ist Sibiu teuer?

29. Meine persönlichen Tipps und Geheimtipps

30. Weitere Reiseziele in Rumänien

31. Fazit – Lohnt sich eine Reise nach Sibiu?

32. Häufig gestellte Fragen (FAQ)



Quick Facts: Sibiu (Hermannstadt), Rumänien

🌍 Kontinent: Europa (Südosteuropa / Siebenbürgen)

🏔️ Lage: Am Fuße der Transsilvanischen Alpen (Karpaten)

🏛️ Status: Stadt in Rumänien, Verwaltungssitz des Kreises Sibiu

👥 Einwohner: ca. 135.000

📏 Fläche: 121 km²

🗣️ Amtssprache: Rumänisch (Deutsch und Ungarisch regional verbreitet)

💰 Währung: Rumänischer Leu (RON)

🕒 Zeitzone: Osteuropäische Zeit (UTC+2 / Sommerzeit UTC+3)

✈️ Flugzeit ab Deutschland: ca. 2 Stunden (Direktflug nach Sibiu/SBZ)

📅 Beste Reisezeit: Mai bis September

🌡️ Durchschnittstemperatur: 15–25 °C (im Sommer), −5 bis 2 °C (im Winter)

☀️ Besonderheiten: Historische Altstadt (Ober- und Unterstadt), „Häuser mit Augen“, ASTRA-Freilichtmuseum, kulturelles Zentrum Siebenbürgens

🚗 Verkehr: Rechtsverkehr

🔌 Steckdosen: Typ C & F (230 Volt, Standard in der EU)

🚰 Leitungswasser: Trinkwasserqualität

💳 Kartenzahlung: Weit verbreitet in Geschäften, Restaurants und Hotels

📱 Ländervorwahl: +40

🛂 Einreise: Innerhalb der EU/Schengen-Raum problemlos mit Personalausweis oder Reisepass

💉 Impfungen: Keine besonderen Impfungen erforderlich; EU-Standard

🏛️ Highlights: Großer Ring, Lügenbrücke, Brukenthal-Museum, Nähe zu den Fogarascher Bergen und den Kirchenburgen Siebenbürgens


Historische Häuser mit rotem Dach, Fenstergauben und Schild OLD TOWN HOSTEL unter blauem Himmel.
Die Augen von Sibiu

Warum sich eine Reise nach Sibiu lohnt - Der Zauber der Stadt mit den Augen


Wer nach Sibiu (Hermannstadt) reist, betritt einen Ort, an dem die Zeit auf wundersame Weise stehen geblieben zu sein scheint und man dennoch sofort mit offenen Armen empfangen wird. Die siebenbürgische Stadt besitzt eine unvergleichliche, fast märchenhafte Aura, die vor allem durch ihre berühmten „Augen“ geprägt ist – die charakteristischen Dachfenster der historischen Bürgerhäuser, die jeden Besucher wachsam und liebevoll zu beobachten scheinen. Überall spürt man das reiche Erbe der siebentürisch-sächsischen Geschichte, während gleichzeitig eine warme, einladende Lebensfreude durch die kopfgepflasterten Gassen weht. Es ist diese einzigartige Mischung aus historischer Tiefe und herzlicher Gemütlichkeit, die dafür sorgt, dass man beim Schlendern durch die malerischen Plätze augenblicklich den Alltag vergisst und tief in den Bann der Stadt gezogen wird.


Begegnungen zwischen Geschichte und Herz

Was Sibiu so unvergesslich macht, ist die gelassene Eleganz und die tiefe Verbundenheit der Menschen mit ihrer Heimat. Auf dem Großen und dem Kleinen Ring mischt sich das fröhliche Treiben in den Cafés mit dem sanften Rauschen der Geschichte, die an jeder Ecke durch Wehrtürme, alte Mauern und die imposante Evangelische Stadtpfarrkirche lebendig wird. Hier verbindet sich die Vergangenheit ganz organisch mit der Gegenwart, wenn man über die historische Lügenbrücke schlendert oder in den schattigen Durchgängen der Unterstadt das authentische Handwerkerleben spürt. In Sibiu wird Kultur nicht in Museen weggeschlossen, sondern im Alltag, in der Gastfreundschaft und im offenen Lächeln der Einheimischen spürbar, sodass man sich nach kürzester Zeit wie zu Hause fühlt.


Ein Abschied, der im Herzen bleibt

Wenn am Abend die historischen Laternen die Gassen in ein goldenes Licht tauchen und sich eine friedliche Stille über die alten Plätze legt, begreift man die wahre Magie dieses Ortes. Sibiu ist weit mehr als nur ein wunderschönes Reiseziel auf einer Landkarte; es ist ein Gefühl von angekommener Sehnsucht, Entschleunigung und innerem Frieden. Man reist nicht nur mit unzähligen Erinnerungen an gotische Fassaden und verwinkelte Höfe im Gepäck ab, sondern vor allem mit dem beruhigenden Wissen, dass es Städte gibt, die das Herz auf ganz leise und bleibende Weise berühren.


Für wen lohnt sich Sibiu (Hermannstadt)?

Reisetyp

Empfehlung

Städtereise

⭐⭐⭐⭐⭐

Kultur & Events

⭐⭐⭐⭐⭐

Nachtleben & Gastronomie

⭐⭐⭐⭐

Familien

⭐⭐⭐⭐⭐

Fotografie

⭐⭐⭐⭐⭐

Roadtrip-Startpunkt

⭐⭐⭐⭐⭐


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Barocker Marktplatz mit Kirche, Brunnen und Spaziergängern unter blauem Himmel.
Marktplatz von Sibiu

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Karte der schönsten Sehenswürdigkeiten



Die Geschichte von Sibiu (Hermannstadt)


Sibiu (Hermannstadt) blickt auf eine fast 900-jährige, faszinierende Geschichte zurück, die von deutscher, rumänischer und ungarischer Kultur geprägt wurde. Als eine der bedeutendsten siebenbürgisch-sächsischen Bastionen entwickelte sich die Stadt im Laufe der Jahrhunderte von einer mittelalterlichen Handwerkersiedlung zu einem kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum von europäischem Rang.


Die Anfänge und die Ankunft der Siebenbürger Sachsen (12. Jahrhundert)

Die Geschichte Sibius begann in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts, als König Géza II. von Ungarn deutsche Siedler – die später als Siebenbürger Sachsen bekannt wurden – ins Land rief. Sie sollten die ungarischen Grenzen im Karpatenbogen gegen Einfälle von außen sichern und das unwirtliche Land urbar machen. An der Stelle einer älteren rumänischen Siedlung gründeten sie den Ort unter dem lateinischen Namen Cibinium und dem deutschen Namen Hermannstadt. Die fleißigen Handwerker und Kaufleute erbauten rasch ein florierendes Zentrum, das sich durch gut organisierte Zünfte schnell einen Namen machte.


Das goldene Mittelalter: Festungen und Zünfte (14. bis 17. Jahrhundert)

Im Mittelalter erlebte Hermannstadt eine gewaltige Blütezeit. Um sich gegen Angriffe (unter anderem durch das Osmanische Reich) zu schützen, errichteten die Bürger im 14. und 15. Jahrhundert ein mächtiges Befestigungssystem. Von diesem Zeugnis zeugen noch heute die imposanten Mauern, Bastionen und Wehrtürme, die von den verschiedenen Zünften (wie den Töpfern, Seilern oder Goldschmieden) errichtet und verteidigt wurden. Die Stadt war wirtschaftlich extrem erfolgreich und fungierte als das wichtigste Zentrum der siebenbürgischen Sachsen. Aus dieser Epoche stammen auch viele der prächtigen Gotik- und Renaissancebauten, die das Stadtbild bis heute prägen.


Habsburgermonarchie und kulturelles Erwachen (18. bis 19. Jahrhundert)

Nach dem Ende der türkischen Herrschaft kam Sibiu Ende des 17. Jahrhunderts unter die Herrschaft der Habsburger. Die Stadt wurde zum Sitz des Gouverneurs von Siebenbürgen und erfuhr einen starken architektonischen Wandel hin zum Barock. Gleichzeitig blieb Sibiu ein intellektuelles Kraftzentrum: Hier wurde 1797 das erste Museum Rumäniens (das Brukenthal-Museum) eröffnet, und 1896 fuhr in Hermannstadt die erste elektrische Straßenbahn des Landes. Obwohl die Rumänen und die ungarische Bevölkerung im Laufe der Jahrhunderte stark an Einfluss gewannen, prägte das deutsche Erbe die Identität der Stadt nachhaltig.


Das 20. Jahrhundert: Wandel und Auswanderung

Das 20. Jahrhundert brachte dramatische Veränderungen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Siebenbürgen 1918 Teil des Königreichs Rumänien, und die Stadt erhielt offiziell den rumänischen Namen Sibiu. Die Schrecken des Zweiten Weltkriegs, die kommunistische Diktatur und vor allem die massenhafte Auswanderung der meisten Siebenbürger Sachsen nach Deutschland und Österreich in den Jahrzehnten vor und nach der Wende von 1989 veränderten das demografische Gesicht der Stadt tiefgreifend. Dennoch bewahrten die verbliebenen Sachsen und die lokale Bevölkerung das historische Erbe mit großer Hingabe.


Sibiu heute: Kulturhauptstadt Europas

Ein Meilenstein in der jüngeren Geschichte war das Jahr 2007, als Sibiu – gemeinsam mit Luxemburg – zur Kulturhauptstadt Europas ernannt wurde. Dies löste eine monumentale Sanierungswelle der historischen Altstadt aus: Die alten Bürgerhäuser mit ihren charakteristischen „Augen“ wurden detailgetreu restauriert, Plätze erstrahlten in neuem Glanz, und der Tourismus blühte auf. Heute präsentiert sich Sibiu als eine stolze, weltoffene und europäische Brückenstadt, die ihre bewegte Vergangenheit lebendig hält und Reisende aus der ganzen Welt verzaubert.


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Bunte Altstadthäuser mit grünen Läden und Blumenkästen; am rosa Haus hängt das Schild Sorin.
Bunte Altstadthäuser in Sibiu

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Sibiu (Hermannstadt)


Sibiu gehört zu den architektonisch faszinierendsten und charmantesten Städten Rumäniens. Die Altstadt teilt sich in die Oberstadt (das historische Zentrum mit prächtigen Plätzen und herrschaftlichen Gebäuden) und die Unterstadt (mit ihren malerischen, verwinkelten Gassen und Handwerkerhäusern).

Hier sind die absoluten Highlights, die Sie bei einem Besuch nicht verpassen sollten:


1. Die historischen Plätze der Oberstadt

  • Der Große Ring (Piața Mare): Das historische Herz und der größte Platz der Stadt. Umgeben von prachtvollen Barock- und Renaissancegebäuden, war er einst der Marktplatz. Heute pulsiert hier das Leben mit Straßencafés und Veranstaltungen.

  • Der Kleine Ring (Piața Mică): Direkt neben dem Großen Ring gelegen, ist dieser intimere Platz voller historischer Details, Bögen und gemütlicher Terrassen.

  • Der Huet-Platz (Piața Huet): Ein wunderschöner, ruhiger Platz mit gotischem Flair. Hier steht das Wahrzeichen der Stadt: die imposante Evangelische Stadtpfarrkirche.


2. Architektonische Highlights & Wahrzeichen

  • Die Lügenbrücke (Podul Minciunilor): Die erste giserne Fußgängerbrücke Rumäniens (erbaut 1859) verbindet die Ober- mit der Unterstadt. Um sie ranken sich zahlreiche Legenden – der Volksglaube besagt, dass die Brücke einstürzt, wenn jemand auf ihr eine Lüge ausspricht.

  • Der Ratsturm (Turnul Sfatului): Das markante Wahrzeichen zwischen dem Großen und dem Kleinen Ring. Wer die Stufen nach oben erklimmt, wird mit einem fantastischen Panoramablick über die roten Dächer der Altstadt und bis zu den fernen Karpaten belohnt.

  • Das Brukenthal-Museum (Muzeul Național Brukenthal): Das älteste Museum Rumäniens, untergebracht im prächtigen Barockpalast von Samuel von Brukenthal am Großen Ring. Es beherbergt eine hochkarätige Kunstsammlung europäischer Meister sowie historische und naturwissenschaftliche Exponate.


3. Sakrale Meisterwerke

  • Evangelische Stadtpfarrkirche: Die riesige gotische Kirche auf dem Huet-Platz beeindruckt mit ihrem 73 Meter hohen Turm und wertvollen Grabmälern im Inneren. Besonders sehenswert ist die historische Orgel.

  • Orthodoxe Metropolitankathedrale: Die Kathedrale der Heiligen Dreifaltigkeit am Rand der Altstadt erinnert architektonisch stark an die Hagia Sophia in Istanbul und beeindruckt im Inneren durch ihre prächtigen, goldenen Fresken.


4. Mittelalterliche Wehranlagen & die Unterstadt

  • Die historischen Wehrtürme: Von der einst mächtigen Stadtmauer zeugen heute noch gut erhaltene Wehrtürme wie der Töpferturm (Turnul Olarilor) und der Dachdeckerturm (Turnul Dulgherilor), die bei einem Spaziergang entlang der alten Befestigungsanlagen erkundet werden können.

  • Die Unterstadt (Orașul de Jos): Ein Spaziergang durch die tiefer gelegenen Gassen führt vorbei an den typischen, langgestreckten Handwerkerhäusern mit den berühmten „Augen im Dach“ (den kleinen, mandelförmigen Dachfenstern), die der Stadt ihren einzigartigen, wachsamen Charakter verleihen.



Glasbilder in der Kathedrale Sibiu:

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Der Große Ring (Piața Mare) – Das pulsierende Herz von Sibiu


Der Große Ring (Piața Mare) ist der historische Mittelpunkt und mit rund 140 Metern Länge der größte Platz von Sibiu (Hermannstadt). Seit Jahrhunderten schlägt hier der Puls der Stadt – einst als Getreidemarkt und Schauplatz für Märkte, Hinrichtungen oder Feste genutzt, ist er heute der eleganteste Treffpunkt für Einheimische und Reisende.


Architektur und Geschichte

Umgeben ist der weitläufige Platz von einer geschlossenen Kulisse prachtvoller barocker, Renaissance- und klassizistischer Bürgerhäuser, die einst den wohlhabenden siebenbürgisch-sächsischen Kaufleuten und Patriziern gehörten. Viele dieser Gebäude zeichnen sich durch reich verzierte Giebelfassaden und die typischen, mandelförmigen „Augen im Dach“ aus, die den Platz auf wachsame Weise zu beobachten scheinen.


Die wichtigsten Gebäude und Highlights am Großen Ring

  • Das Brukenthal-Palais: Das imposante barocke Gebäude an der Westseite des Platzes war einst die Residenz des siebenbürgischen Gouverneurs Samuel von Brukenthal und beherbergt heute das älteste Kunstmuseum Rumäniens.

  • Das Rathaus (Primăria Municipiului Sibiu): Ein wunderschönes Jugendstilgebäude, das den südlichen Abschluss des Platzes bildet.

  • Die katholische Stadtpfarrkirche zur Heiligen Dreifaltigkeit: Eine wunderschöne Barockkirche direkt am Platz, die durch ihre auffällige Fassade und kunstvolle Innenausstattung ins Auge fällt.

  • Der Ratsturm (Turnul Sfatului): Zwar technisch gesehen direkt an der Grenze zum Kleinen Ring gelegen, prägt der markante Turm die Silhouette des Großen Rings maßgeblich. Von seiner Aussichtsplattform hat man den besten Blick über den gesamten Platz.

  • Das historische Jesuitenhäuser-Ensemble: Neben der katholischen Kirche zeugen weitere Gebäude von der einstigen Präsenz des Jesuitenordens.


Atmosphäre und Heutige Nutzung

Heute ist der Große Ring eine großzügige Fußgängerzone. Im Sommer reihen sich die Terrassen der zahlreichen Cafés, Restaurants und Eisdieneln aneinander, und der Platz lädt zum Flanieren und Verweilen ein.

Zudem ist der Piața Mare das Zentrum des modernen Stadtlebens: Hier finden das ganze Jahr über große Open-Air-Konzerte, Festivals (wie das Internationale Theaterfestival Sibiu) und der stimmungsvolle Weihnachtsmarkt statt, der im Winter Besucher aus ganz Europa anzieht. Unter dem Pflaster des Platzes befindet sich zudem ein unterirdisches Ausstellungszentrum, das oft für moderne Kunstprojekte genutzt wird.


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Große barocke Kirche mit Uhrturm auf einem Platz, davor Spaziergänger, blaues Fahrzeug und wolkiger Himmel.
Große barocke Kirche in Sibiu

Der Kleine Ring (Piața Mică) – Der charmante und intime Nachbar


Direkt neben dem großzügigen Großen Ring liegt der Kleine Ring (Piața Mică), der durch seine intimere, verwinkelte und ausgesprochen malerische Atmosphäre besticht. Einst das geschäftliche Zentrum der siebenbürgisch-sächsischen Handwerker und Zünfte, atmet dieser historische Platz bis heute mittelalterlichen Charme.


Architektur und Besonderheiten

Der Kleine Ring hat sich im Vergleich zu seinem großen Nachbarn seine historische Struktur und Intimität weitgehend bewahrt. Die Gebäude hier sind niedriger, oft von schmalen Durchgängen und Arkadengängen (den sogenannten Lăunere) umgeben, in denen sich früher die Werkstätten und Läden der Händler befanden.

  • Die charakteristischen Dächer: Auch hier prägen die berühmten „Augen im Dach“ – die kleinen, schlitzartigen Dachfenster – das Bild und verleihen den historischen Häusern ihren wachsamen, lebendigen Charakter.

  • Die Lügenbrücke: An der Südseite des Kleinen Rings beginnt die berühmte Podul Minciunilor (Lügenbrücke), die den Platz direkt mit der tiefer gelegenen Unterstadt verbindet.


Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten am Kleinen Ring

  • Das Museum für Sächsische Volkskunde (Muzeul de Etnografie Săsească „Franz Binder“): Ein faszinierendes Museum, das sich der Kultur, dem Handwerk und dem Erbe der Siebenbürger Sachsen widmet.

  • Das Apothekenmuseum (Muzeul de Istorie a Farmaciei): Untergebracht in einem Gebäude aus dem 16. Jahrhundert, in dem sich eine der ältesten Apotheken der Region befand. Hier kann man historische medizinische Instrumente, alte Gefäße und geheimnisvolle Rezepturen bestaunen.

  • Der Ratsturm (Turnul Sfatului): Der Turm steht genau an der Nahtstelle zwischen dem Großen und dem Kleinen Ring und markiert den optischen sowie historischen Übergang der beiden Plätze. Seine Durchgänge verbinden die Areale miteinander.


Atmosphäre und Heutige Nutzung

Der Kleine Ring ist heute einer der beliebtesten Orte für einen entspannten Kaffee oder ein Glas Wein in Sibiu. Die Arkadengänge und schattigen Nischen beherbergen gemütliche Restaurants und Cafés, deren Tische im Sommer unter freiem Himmel stehen. Wer das historische Flair Hermannstadts in einem etwas ruhigeren, fast romantischen Rahmen genießen möchte, findet hier den perfekten Rückzugsort mitten in der Altstadt.


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Blick über rote Dächer, Kirchtürme und Altstadt bis zu Bergen in Sibiu; links die Turmfassade im Vordergrund.
Über den Dächern von Sibiu

Die berühmte Lügenbrücke (Podul Minciunilor)


Die Lügenbrücke (Podul Minciunilor) ist zweifellos eines der bekanntesten Wahrzeichen von Sibiu (Hermannstadt) und zieht Besucher magisch an. Sie verbindet den Kleinen Ring direkt mit der Unterstadt und ist nicht nur ein architektonisches Kleinod, sondern auch von zahlreichen faszinierenden Legenden umwoben.


Architektur und Geschichte

  • Die erste ihrer Art: Erbaut wurde die Brücke im Jahr 1859 vom Ingenieur Friedrich Mihai Kuetz. Sie ist die erste giserne Fußgängerbrücke Rumäniens und ein herausragendes Zeugnis der Industriearchitektur des 19. Jahrhunderts in Siebenbürgen.

  • Design: Die Brücke besteht aus filigranem, kunstvoll verziertem Gusseisen mit floralen Mustern und dem Wappen der Stadt Hermannstadt. Da sie ohne Pfeiler oder Stützpfeiler auskommt, wirkt sie trotz ihrer Robustheit extrem elegant und leicht.


Die Legenden rund um die Brücke

Um die Lügenbrücke ranken sich bis heute schaurige, romantische und humorvolle Geschichten, die ihren Namen prägten:

  • Der Einsturz bei der Unwahrheit: Der bekannteste Volksglaube besagt, dass die Brücke magische Kräfte besitzt und augenblicklich zu wackeln oder einzustürzen droht, wenn jemand auf ihr steht und eine Lüge ausspricht. Verliebte Paare meiden sie daher oft aus Angst, dass ein Flunkern sofort ans Licht kommt.

  • Kaufleute und Soldaten: Historisch gesehen wird der Name oft auf die Händler bezogen, die auf den Märkten der Oberstadt ihre Waren anpriesen und Käufer übers Ohr hauten – wurden die betrogenen Kunden sich dessen bewusst, konfrontierten sie die Händler auf der Brücke und warfen sie im Eifer des Gefechts kurzerhand hinab. Einer anderen Legende nach trafen sich hier verliebte Soldaten mit ihren Angebeteten und machten den Damen das Blaue vom Himmel herunter.


Heutige Bedeutung

Heute ist die Lügenbrücke ein beliebter Treffpunkt für Verliebte, Touristen und Fotografen. Wer von der Oberstadt in die malerische Unterstadt schlendert, muss sie zwangsläufig überqueren. Von ihrem Scheitelpunkt aus hat man zudem einen wunderbaren Blick auf die bunten Fassaden und alten Gassen der Unterstadt.


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Nachtaufnahme eines hell erleuchteten historischen Gebäudes auf einem leeren Platz mit Straßenlaternen und warmem Orangeglanz an der Lügenbrücke in Sibiu
Lügenbrücke in Sibiu

Die evangelische Stadtpfarrkirche von Sibiu (Hermannstadt)


Die evangelische Stadtpfarrkirche auf dem malerischen Huet-Platz (Piața Huet) ist das unverkennbare architektonische Wahrzeichen und eine der historisch bedeutsamsten Sakralbauten von Sibiu. Mit ihrem mächtigen, 73 Meter hohen Turm prägt sie die Silhouette der siebenbürgischen Altstadt weithin sichtbar.


Architektur und Geschichte

  • Baugeschichte: Die Kirche wurde im 14. Jahrhundert an der Stelle einer älteren romanischen Basilika errichtet und im Laufe der Zeit mehrfach erweitert. Sie ist ein herausragendes Meisterwerk der gotischen Architektur in Siebenbürgen.

  • Der Kirchturm: Der imposante, fünfstöckige Turm ist nicht nur das höchste Gebäude der historischen Altstadt, sondern besitzt auch vier kleinere Ecktürmchen, die im Mittelalter einstmals das sogenannte „Jus gladii“ (das Blutrecht bzw. die Gerichtsbarkeit) der Stadt anzeigten.

  • Der Huet-Platz: Die Kirche liegt eingebettet in den Huet-Platz, der von historischen Schulgebäuden (wie dem berühmten Brukenthal-Gymnasium) und gotischen Giebelhäusern umgeben ist, was dem gesamten Areal eine fast andächtige, geschichtsträchtige Atmosphäre verleiht.


Die Schätze im Inneren

Wer das Kirchenschiff betritt, taucht in eine Welt jahrhundertealter Geschichte und beeindruckender Kunsthandwerkskunst ein:

  • Die historische Sauer-Orgel: Ein absolutes Highlight ist die monumentale Orgel aus dem Jahr 1914, erbaut von dem berühmten Orgelbauer Wilhelm Sauer. Sie ist eine der größten und klangvollsten Orgeln Rumäniens, auf der im Sommer regelmäßig renommierte Konzerte stattfinden.

  • Die Grabplatten-Sammlung: Das Innere der Kirche beherbergt die größte Sammlung mittelalterlicher Grabsteine und Epitaphe in Südosteuropa. Hier wurden über Jahrhunderte hinweg bedeutende siebenbürgische Persönlichkeiten, Grafen, Bürgermeister und Geistliche bestattet – darunter auch Samuel von Brukenthal.

  • Der bronzene Taufstein: Ein filigran gearbeitetes Kunstwerk aus dem Jahr 1438, das aus geschmolzenen Kanonen hergestellt worden sein soll.


Heutige Bedeutung

Die Stadtpfarrkirche ist bis heute das geistliche Zentrum der verbliebenen evangelisch-lutherischen Gemeinde der Siebenbürger Sachsen in Sibiu. Besucher können die Kirche besichtigen und – bei geöffnetem Turm – über zahlreiche Stufen nach oben steigen, um einen der spektakulärsten Panoramablicke über die roten Dächer der Altstadt und die umliegende Karpatenlandschaft zu genießen.


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Blick auf eine helle gotische Kirche mit hohen Türmen und buntem Dach unter blauem Himmel.
Kirche in Sibiu

Die Stadtmauer und ihre Wehrtürme von Sibiu (Hermannstadt)


Einst war Hermannstadt eine der am besten befestigten und uneinnehmbarsten Festungen im gesamten Karpatenbogen. Um sich gegen ständige Angriffe (vor allem durch das Osmanische Reich) zu schützen, errichteten die Siebenbürger Sachsen ab dem 14. Jahrhundert ein gewaltiges, mehrschichtiges Verteidigungssystem.

Heute zeugen die gut erhaltenen Fragmente der alten Stadtmauer und die stolzen Wehrtürme von dieser wehrhaften Vergangenheit und prägen das malerische Stadtbild auf faszinierende Weise.


Das historische Verteidigungssystem

Die Wehranlage von Sibiu war hochentwickelt und bestand aus:

  • Drei konzentrischen Ringmauern, die im Laufe der Jahrhunderte immer weiter ausgebaut wurden.

  • Tiefen Gräben und Mauern, die Ober- und Unterstadt schützten.

  • Zahlreichen Toren, Bastionen und Wehrtürmen, von denen jeder einzelnen Zunft (wie den Töpfern, Seilern, Kürschnern oder Schuhmachern) die Verteidigung eines bestimmten Abschnitts anvertraut war.


Die bekanntesten erhaltenen Wehrtürme

Von den einst fast 40 Wehrtürmen und Basteien haben bis heute einige der imposantesten Bauwerke überdauert, die bei einem Spaziergang entlang der Strada Cetății (Festungsstraße) wunderbar zu Fuß erkundet werden kann:

  • Der Töpferturm (Turnul Olarilor): Erbaut im 15. Jahrhundert, zeugt dieser schlichte, aber wehrhafte Turm von der Handwerkskunst der Töpferzunft, die ihn im Ernstfall verteidigen musste.

  • Der Dachdeckerturm (Turnul Dulgherilor): Direkt daneben gelegen, beeindruckt dieser Turm durch seine halboffene Bauweise zur Stadtseite hin und seine markante, historische Holzkonstruktion.

  • Der Seilerturm (Turnul Funarilor): Ein weiterer erhaltener, runder Wehrturm, der sich nahtlos in die verbliebene, mächtige Backstein-Stadtmauer einfügt.

  • Der Dicke Turm (Turnul Gros): Ein massiver, halbrunder Artillerieturm aus dem 16. Jahrhundert, der einst für den Einsatz von Kanonen konzipiert wurde. Heute beherbergt er das renommierte Radu-Stanca-Nationaltheater (bzw. eine Spielstätte desselben).


Die Strada Cetății (Festungsstraße)

Wer die mittelalterliche Atmosphäre hautnah spüren möchte, sollte unbedingt die Strada Cetății entlangschlendern. Hier verläuft der längste noch im Original erhaltene Abschnitt der alten Stadtmauer.

Flankiert von den historischen Wehrtürmen auf der einen und alten Bäumen sowie historischen Häusern auf der anderen Seite, wirkt dieser Weg wie eine Zeitreise ins Mittelalter und bietet zudem einige der ruhigsten und fotogensten Ecken der gesamten Altstadt von Sibiu.


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Mittelalterlicher Turm mit rotem Ziegeldach und Holzbalken vor blauem Himmel, sonnig und ruhig
Die Stadtmauer und Wehrturm in Sibiu

Die Treppenpassage (Pasajul Scărilor) – Das malerischste Fotomotiv


Die Treppenpassage (Pasajul Scărilor) ist zweifellos einer der romantischsten, stimmungsvollsten und fotogensten Orte in ganz Sibiu (Hermannstadt). Sie verbindet auf archaische und wunderschöne Weise die Oberstadt mit der Unterstadt.


Architektur und Geschichte

  • Der Bau: Die Treppenpassage wurde im Jahr 1292 erbaut und ist damit einer der ältesten erhaltenen Durchgänge der Stadt. Sie gehört zur ursprünglichen mittelalterlichen Befestigungsanlage und diente den Bewohnern als direkter Fußweg zwischen den beiden Stadtebenen.

  • Struktur: Die Passage besteht aus einer gewundenen Steintreppe, die von massiven, alten Mauern, steinernen Bögen und historischen Häuserfronten eingerahmt wird. Ein besonders markantes Element ist der verbindende Überbau, der wie ein steinernes Tor wirkt und dem Ort eine fast Kulissen-hafte, verwunschene Tiefe verleiht.


Warum sie das schönste Fotomotiv ist

Wer durch den steinernen Bogen nach unten blickt oder die Treppe von der Unterstadt aus nach oben fotografiert, erlebt puren Mittelalter-Charme. Das Zusammenspiel aus den verwitterten historischen Ziegelwänden, dem alten Kopfsteinpflaster, den grün bewachsenen Ecken und dem weichen Licht, das durch die Bögen fällt, macht diesen Ort zu einem absoluten Traum für Fotografen und Romantiker.


Heutige Atmosphäre

  • Ruhe und Entschleunigung: Im Gegensatz zu den belebten Plätzen oben geht es hier meist deutlich ruhiger zu. Man hört oft nur das leise Echo der eigenen Schritte auf dem alten Pflaster.

  • Künstler und Lokale: Am Fuß der Treppe in der Unterstadt findet man gemütliche kleine Cafés und Ateliers, die zum Verweilen einladen. Ein Spaziergang durch die Treppenpassage fühlt sich an wie eine direkte Zeitreise in ein längst vergangenes Jahrhundert und bleibt jedem Besucher garantiert unvergesslich im Gedächtnis.


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Blick über eine Altstadt mit hoher Kirchturmspitze, roten Dächern und Marktplatz unter grauem Himmel.
Blick auf die Lügenbrücke und Sibiu

Die Dächer mit den „Augen von Sibiu“


Es gibt wohl kaum ein markanteres und faszinierenderes Detail in Sibiu (Hermannstadt) als die berühmten Dachfenster, die der Stadt ihren Beinamen als die Stadt „mit den Augen“ eingebracht haben. Wer durch die historischen Gassen der Ober- und Unterstadt schlendert, fühlt sich unweigerlich von den Häusern beobachtet.


Was sind die „Augen“ eigentlich?

Bei diesen vermeintlichen Augen handelt es sich um spezielle, mandel- oder schlitzförmige Dachfenster (im Rumänischen liebevoll „ochii orașului“ – die Augen der Stadt – genannt), die in die großen, steilen Ziegeldächer der alten Bürger- und Handwerkerhäuser eingelassen sind.

  • Architektonischer Zweck: Ursprünglich hatten diese Öffnungen einen rein praktischen Nutzen. Sie dienten der Belüftung der Dachböden, auf denen früher Getreide, Lebensmittel, Fleisch oder handwerkliche Waren gelagert wurden. Durch die schlitzartige Form konnte die Luft zirkulieren, während Regen und Schnee weitgehend draußen blieben.

  • Baustil: Sie sind typisch für die traditionelle siebenbürgisch-sächsische Architektur und verleihen den Gebäuden eine charakteristische, fast menschliche Mimik.


Der Mythos und die Seele der Stadt

Durch diese einzigartigen Dachfenster wirkt es so, als würden die Häuser selbst am Stadtleben teilnehmen. Sie blicken wachsam, neugierig oder schläfrig auf das Treiben in den Gassen herab.

  • Legenden: Im Volksmund heißt es oft scherzhaft, dass die Augen der Stadt alles sehen – wer sich also in Sibiu auf der Straße nicht benimmt oder Geheimnisse hat, vor dem bleiben die Dächer nicht verborgen.

  • Moderne Identität: Heute sind die „Augen von Sibiu“ weit mehr als nur alte Architektur. Sie sind zu einem echten Markenzeichen, einem Symbol für die lebendige Geschichte der Stadt und zu einem der beliebtesten Fotomotive für Reisende geworden, die den Blick beim Spaziergang immer wieder nach oben richten.


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Großes rotes Ziegeldach mit Dachfenstern und Schornstein, davor grüne Bäume und grauer Himmel.
Augen von Sibiu

Das Brukenthal-Museum (Muzeul Național Brukenthal)


Das Brukenthal-Museum am Großen Ring in Sibiu (Hermannstadt) ist nicht nur das absolute kulturelle Herzstück der Stadt, sondern auch das älteste Museum Rumäniens und eines der traditionsreichsten Museen in ganz Südosteuropa. Es blickt auf eine faszinierende Geschichte zurück und beherbergt weltklasse Kunstschätze.


Geschichte und der Gründer

  • Samuel von Brukenthal: Das Museum geht auf die private Sammlung von Baron Samuel von Brukenthal (1721–1803) zurück, dem einzigen siebenbürgisch-sächsischen Gouverneur von Großfürstentum Siebenbürgen unter der Habsburgerkaiserin Maria Theresia. Als passionierter Kunstsammler und Aufklärer trug er über Jahrzehnte hinweg eine gigantische Kollektion an Gemälden, Kupferstichen, Büchern, Mineralien und Antiquitäten zusammen.

  • Eröffnung: Bereits kurz vor seinem Tod verfügte Brukenthal in seinem Testament, dass seine Sammlungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen. Offiziell eröffnete das Museum seine Pforten im Jahr 1817 und gehört damit zu den allerersten Museen Europas, die von Beginn an als öffentliche Institution konzipiert wurden.


Das Hauptgebäude: Das Brukenthal-Palais

Das Herzstück des Museums ist im prachtvollen Brukenthal-Palais an der Westseite des Piața Mare untergebracht:

  • Architektur: Der im spätbarocken Stil (oft auch als Wiener Barock bezeichnet) errichtete Stadtpalast besticht durch eine elegante Fassade, ein prunkvolles Portal und herrschaftliche Innenräume, die den Glanz des 18. Jahrhunderts widerspiegeln.

  • Die Kunstgalerie: In den historischen Sälen ist die berühmte Gemäldegalerie zu finden. Sie umfasst europäische Meisterwerke vom 15. bis zum 18. Jahrhundert, mit Schwerpunkten auf der flämischen, holländischen, deutschen und österreichischen Schule (u. a. Werke von Meistern wie Jan van Eyck, Hans Memling oder Lucas Cranach dem Älteren).


Die verschiedenen Abteilungen des Museums

Heute ist das Brukenthal-Museum längst keine Einrichung mehr, sondern ein ganzer Museumsverbund, der sich über mehrere historische Gebäude in der Altstadt verteilt:

  • Die Gemäldegalerie (im Hauptpalais): Europäische Meisterwerke der Malerei.

  • Das Brukenthal-Bibliothek: Eine der wertvollsten historischen Bibliotheken Siebenbürgens mit zehntausenden alten Büchern, Inkunabeln und Handschriften.

  • Das Naturkundemuseum: Zeigt eine riesige Sammlung zoologischer, mineralogischer und paläontologischer Exponate.

  • Das Geschichtsmuseum: Untergebracht im prächtigen Alten Rathaus am Kleinen Ring, widmet es sich der wirtschaftlichen, politischen und sozialen Geschichte Siebenbürgens.

  • Das Apothekenmuseum: Am Kleinen Ring gelegen, veranschaulicht es die Geschichte des Heilwesens in einer der ältesten dokumentierten Apotheken der Region.

  • Die Galerie für zeitgenössische Kunst: Zeigt wechselnde Ausstellungen moderner rumänischer und internationaler Kunst.


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Historischer Marktplatz mit wenigen Spaziergängern, Tauben und roten Dächern unter blauem Himmel.
Marktplatz von Sibiu

Die schönsten Aussichtspunkte in Sibiu (Hermannstadt)


Wer Sibiu von seiner schönsten Seite erleben möchte, sollte unbedingt den Blick nach oben und in die Ferne schweifen lassen. Die Stadt bietet einige spektakuläre Aussichtspunkte, die den perfekten Panoramablick auf die roten Ziegeldächer, die verwinkelten Gassen und die majestätischen Karpaten im Hintergrund ermöglichen.


1. Der Ratsturm (Turnul Sfatului)

  • Der Standort: Direkt zwischen dem Großen Ring (Piața Mare) und dem Kleinen Ring (Piața Mică).

  • Der Ausblick: Der Ratsturm ist das absolute Aushängeschild der Stadt. Wer die engen Stufen im Inneren des historischen Turms erklimmt, wird auf halber Strecke mit Einblicken in das alte Uhrwerk und ganz oben mit einem atemberaubenden 360-Grad-Panorama belohnt. Von hier aus überblickt man beide Hauptplätze, die bunten Dächer der Altstadt und an klaren Tagen sogar das mächtige Panorama des Fogarasch-Gebirges in den Südkarpaten.


2. Der Turm der evangelischen Stadtpfarrkirche

  • Der Standort: Auf dem Huet-Platz (Piața Huet).

  • Der Ausblick: Mit rund 73 Metern Höhe ist dieser Kirchturm das höchste Gebäude der historischen Altstadt. Der Aufstieg über die Holz- und Steintreppen ist zwar schweißtreibend, lohnt sich jedoch doppelt: Man kommt direkt an den mächtigen Glocken vorbei und genießt von der offenen Plattform in luftiger Höhe einen noch erhabeneren und weiteren Blick über das gesamte siebenbürgische Umland als vom Ratsturm aus.


3. Der Dicke Turm (Turnul Gros)

  • Der Standort: Am südwestlichen Rand der historischen Altstadt (nahe der Strada Cetății).

  • Der Ausblick: Dieser massive, halbrunde Artillerieturm aus dem 16. Jahrhundert bietet zwar keinen so hohen Turmblick wie die Kirchen, dafür aber einen fantastischen Blick auf die gut erhaltene Stadtmauer, den angrenzenden Park und die modernen Viertel, die sich an die historische Altstadt anschmiegen. Zudem herrscht hier oft eine wunderbar ruhige Atmosphäre.


4. Die Brücken und Übergänge zwischen Ober- und Unterstadt

  • Der Standort: Rund um die Lügenbrücke und die Treppenpassage (Pasajul Scărilor).

  • Der Ausblick: Wer keine Lust auf Turmsteigen hat, findet auf den Übergängen zwischen den Stadtebenen die malerischsten Bögen- und Tiefenblicke. Von der Lügenbrücke aus blickt man direkt in die tiefer gelegene Unterstadt mit ihren charmanten, schiefen Giebelhäusern – ein Fotomotiv wie aus einem Märchenbuch.


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Regen auf nasser Kopfsteinpflasterstraße mit bunten Altstadthäusern, wenigen Passanten und dramatischem Wolkenhimmel.
Regen auf nasser Kopfsteinpflasterstraße mit bunten Altstadthäusern in Sibiu

Die besten Aktivitäten in Sibiu (Hermannstadt)


Sibiu ist eine Stadt, die man am besten zu Fuß und mit allen Sinnen genießt. Neben dem Flanieren durch die historischen Gassen bietet die siebenbürgische Metropole eine Fülle an spannenden Aktivitäten, die den Aufenthalt unvergesslich machen.


1. Kulturelles & Historisches Entdecken

  • Einen Museumsmarathon starten: Besuchen Sie das Brukenthal-Museum am Großen Ring und tauchen Sie im Apothekenmuseum oder im Museum für Sächsische Volkskunde in die faszinierende Geschichte der Region ein.

  • Kirchenschätze und Orgelmusik erleben: Erklimmen Sie die evangelische Stadtpfarrkirche auf dem Huet-Platz und lauschen Sie im Sommer idealerweise einer der beeindruckenden Orgelaufführungen an der historischen Sauer-Orgel.

  • Auf den Spuren der Zünfte wandeln: Machen Sie einen ausgiebigen Spaziergang entlang der Strada Cetății, bestaunen Sie die alten Wehrtürme (wie den Töpfer- und Dachdeckerturm) und spüren Sie das mittelalterliche Flair der Stadtmauer.


2. Kulinarische Genüsse & Kaffeehauskultur

  • Traditionelle siebenbürgische Küche probieren: Kosten Sie lokale Spezialitäten wie Ciorbă (säuerliche Suppen im Brotlaib serviert), Mici (gegrillte Hackfleischröllchen) oder deftige Krautwickel (Sarmale) in gemütlichen Kellerrestaurants der Altstadt.

  • Die Specialty-Coffee-Szene genießen: Sibiu hat eine blühende Café-Kultur. Lassen Sie sich auf dem Großen oder Kleinen Ring nieder, trinken Sie erstklassigen Kaffee und beobachten Sie das bunte Treiben.


3. Fotografie & Besondere Momente

  • Die perfekte Perspektive suchen: Schießen Sie das klassische Postkartenmotiv in der Treppenpassage (Pasajul Scărilor) und testen Sie Ihr Glück (oder Ihre Ehrlichkeit!) auf der legendären Lügenbrücke.

  • Aussichten genießen: Erklimmen Sie den Ratsturm oder den Kirchturm, um den besten Blick über die roten Dächer und die berühmten „Augen von Sibiu“ zu erhaschen.


4. Ausflüge in die Umgebung

  • Das Freilichtmuseum ASTRA (Muzeul Civilizației Populare Tradiționale): Nur wenige Kilometer außerhalb der Stadt liegt eines der größten und schönsten Freilichtmuseen Europas. In einem weitläufigen Wald- und Hügelgebiet kann man hunderte historische Bauernhäuser, Windmühlen und Holzkirchen aus ganz Rumänien bestaunen.

  • Wandern in den Karpaten: Nutzen Sie Sibiu als Ausgangspunkt für Ausflüge in das nahegelegene Fogarasch-Gebirge oder die malerischen Dörfer der Umgebung (wie Cisnădioara / Michelsberg).


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Buntes historisches Gebäude mit rotem Dach, gelb-oranger Fassade, blauen Fenstern und Eingang mit Schild Banca Transilvania
Buntes historisches Gebäude mit rotem Dach in Sibiu

Die schönsten Fotospots in Sibiu (Hermannstadt)


Sibiu ist für Fotografen ein absolutes Paradies. An jeder Ecke lauern Motive, die wie gemalt wirken – von verwinkelten Gassen über mittelalterliche Mauern bis hin zu den charakteristischen Dächern.


Hier sind die absoluten Must-Sees für das perfekte Urlaubsfoto:


1. Die Treppenpassage (Pasajul Scărilor)

Wie bereits erwähnt, ist dieser Ort der Inbegriff von Romantik und Mittelalter-Charme.

  • Der beste Blick: Fotografieren Sie von der Unterstadt aus durch die Steinbögen nach oben oder stellen Sie sich auf die Treppe, um die geschwungene Architektur mit den alten Ziegelmauern einzufangen.


2. Der Blick vom Ratsturm auf den Großen Ring

Wer den Aufstieg wagt, wird mit einem der ikonischsten Stadtpanoramas belohnt.

  • Der beste Blick: Nutzen Sie die Aussichtsplattform des Ratsturms, um das bunte Treiben und die symmetrischen Häuserfronten des Piața Mare von oben festzuhalten. Auch die Dächer mit den berühmten „Augen“ lassen sich von hier wunderbar heranzoomen.


3. Die Lügenbrücke mit Blick in die Unterstadt

Die erste giserne Brücke Rumäniens bietet nicht nur eine tolle Kulisse im Vordergrund, sondern auch einen wunderbaren Rahmen.

  • Der beste Blick: Stellen Sie sich auf die Brücke und fotografieren Sie durch das gusseiserne Geländer in die farbenfrohe Unterstadt hinab. Besonders im sanften Abendlicht ein Traum!


4. Die Strada Cetății (Festungsstraße)

Wer das historische, wehrhafte Sibiu einfangen möchte, muss hier entlangschlendern.

  • Der beste Blick: Die Kombination aus der massiven Backstein-Stadtmauer, den gut erhaltenen Wehrtürmen (Töpfer- und Dachdeckerturm) und den alten Bäumen im Vordergrund ergibt ein perfektes, fast filmreifes Bild.


5. Die Gassen der Unterstadt (Orașul de Jos)

Hier geht es etwas ruhiger, bodenständiger und extrem malerisch zu.

  • Der beste Blick: Schlendern Sie durch die Straßen der Unterstadt und richten Sie den Blick bewusst auf die langgestreckten, pastellfarbenen Handwerkerhäuser und deren mandelförmige Dachfenster („die Augen von Sibiu“). Auch Spiegelungen nach einem Sommerregen auf dem alten Kopfsteinpflaster geben fantastische Motive ab.


6. Der Huet-Platz vor der Stadtpfarrkirche

Der Huet-Platz strahlt eine fast erhabene Ruhe aus.

  • Der beste Blick: Fotografieren Sie das imposante Portal oder den mächtigen Turm der evangelischen Stadtpfarrkirche aus der Froschperspektive, eingerahmt von den gotischen Giebeln des alten Brukenthal-Gymnasiums.


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Blick über die Altstadt von Sibiu mit roten Dächern, Marktplatz und Uhrturm unter wolkigem Himmel und grünen Hügeln.
Blick über die Altstadt von Sibiu

Die besten Restaurants und rumänischen Spezialitäten in Sibiu


Eine Reise nach Sibiu (Hermannstadt) ist auch ein absolutes Fest für den Gaumen. Die siebenbürgische Küche ist herrlich deftig, stark von österreichisch-ungarischen, deutschen und balkanesischen Einflüssen geprägt und verwendet viele frische, regionale Zutaten.


Die kulinarischen Highlights: Rumänische & siebenbürgische Spezialitäten

  • Ciorbă de Burtă & Ciorbă Rădăuțeană: Herzhafte, leicht säuerliche Suppen. Erstere ist eine reichhaltige Kuttelsuppe (mit viel Knoblauch, Sauerrahm und Essig), während letztere eine unglaublich leckere Hühnersuppe mit Knoblauch-Sauerrahm-Dressing ist – oft spektakulär serviert in einem ausgehöhlten Brotlaib.

  • Mici (oder Mititei): Der absolute Grillklassiker Rumäniens. Kleine, würzige Hackfleischröllchen (aus einer Mischung aus Rind, Schwein und Lamm), kräftig gewürzt mit Thymian, Anis und Knoblauch, frisch vom Holzkohlegrill. Dazu gibt es traditionell nur gelben Senf und frisches Brot.

  • Sarmale: Gedünstete Krautwickel (entweder in Kohl- oder jungen Weinblättern), gefüllt mit einer gehackten Fleisch-Reis-Mischung, die stundenlang im Ofen schmort. Sie werden heiß mit reichlich Sauerrahm (smântână) und einer Portion Mămăligă serviert.

  • Mămăligă (Polenta): Der rumänische Maisbrei ist die klassische Beilage zu fast jedem deftigen Gericht, oft verfeinert mit Schafskäse (brânză) und geschmolzener Butter.

  • Papanași: Das ungeschlagene Dessert-Highlight Rumäniens! Ein riesiger, frittierter Quarkkrapfen, gekrönt von einer kleineren Teigkugel, üppig übergossen mit reichlich Sauerrahm und einer fruchtigen Heidelbeer- oder Sauerkirschsoße. Ein Traum aus süß und sauer!


Empfehlenswerte Restaurants in Sibiu

In der Altstadt von Sibiu reihen sich erstklassige Lokale aneinander, die von traditioneller Hausmannskost bis zur gehobenen modernen Fusionsküche alles bieten:

  • Crama Sibiul Vechi: Wer das absolute Authentizitäts-Erlebnis sucht, muss in dieses historische Kellergewölbe einkehren. Hier gibt es traditionelle siebenbürgische Hausmannskost (wie deftige Fleischplatten, Krautwickel und handgemachten Wein) in einer unglaublich gemütlichen, rustikalen Atmosphäre.

  • Max Restaurant: Gelegen in einem wunderschönen, historischen Hof nahe dem Kleinen Ring. Max ist bekannt für eine fantastische Mischung aus traditionellen siebenbürgischen Gerichten, exzellenter italienischer Küche (hausgemachte Pasta) und einem tollen Ambiente.

  • Kombinat Gastronomic: Wenn Sie die moderne rumänische Küche auf Gourmet-Niveau erleben möchten, sind Sie hier genau richtig. Hier werden alte Rezepte der Region mit kreativen, zeitgenössischen Techniken neu interpretiert.

  • Benjamin Steakhouse / Weinstuben: Für Fleischliebhaber gibt es in den Gassen der Altstadt hervorragende Optionen, oft begleitet von exzellenten rumänischen Weinen aus Regionen wie Dealurile Munteniei oder Transsilvanien.

  • Cafés am Großen und Kleinen Ring (z. B. Arini oder Hugo): Perfekt für zwischendurch, um bei erstklassigem Specialty Coffee und hausgemachten Kuchen das bunte Treiben auf den historischen Plätzen zu genießen.


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Leuchtende Straßenlaterne an Backsteinwand bei Nacht, Schild Str. OGNEI, dunkle ruhige Atmosphäre.
Straßenlaterne in Sibiu

Die schönsten Cafés in Sibiu (Hermannstadt)


Sibiu hat in den letzten Jahren eine fantastische und lebendige Café-Kultur entwickelt. Neben gemütlichen Traditionslokalen gibt es zahlreiche moderne Specialty-Coffee-Shops, die exzellenten Kaffee mit wunderschönem Design und historischem Charme verbinden.


Hier sind die schönsten und beliebtesten Cafés für eine genüssliche Auszeit in der Altstadt:


1. Old Lisbon Café

  • Das Ambiente: Ein extrem charmantes und detailverliebt eingerichtetes Café, das ein Stück portugiesisches Flair nach Siebenbürgen bringt.

  • Besonderheit: Neben hervorragendem Kaffee und köstlichen Getränken sind es vor allem die traditionellen, frischen Pastéis de Nata (portugiesische Puddingtörtchen), die hier himmlisch schmecken und Stammgäste anlocken.


2. We.Dine / Hug The Coffee & Lokale Specialty-Shops

  • Das Ambiente: Modern, stilvoll und minimalistisch, oft mit gemütlichen Sitzplätzen direkt am Rande der historischen Plätze.

  • Besonderheit: Wer echten Wert auf Third-Wave-Coffee, perfekt zubereiteten Flat White, Cold Brew oder pour-over Filterkaffee legt, ist in den spezialisierten Coffee-Shops rund um den Kleinen und Großen Ring bestens aufgehoben. Die Baristas hier verstehen ihr Handwerk auf höchstem Niveau.


3. Café Wien

  • Das Ambiente: Klassisch, elegant und eine wunderbare Hommage an die k.u.k. Kaffeehaustradition, die gut zur habsburgischen Geschichte von Hermannstadt passt.

  • Besonderheit: Hier kann man sich wunderbar fühlen wie im alten Wien. Auf der Karte stehen neben exzellenten Kaffeespezialitäten auch köstliche Kuchen, Torten und eine entspannte, fast nostalgische Atmosphäre.


4. Die Terrassen am Großen und Kleinen Ring (Piața Mare & Piața Mică)

  • Das Ambiente: Mitten im historischen Geschehen.

  • Besonderheit: Zwar oft klassische Gastronomiebetriebe, aber im Sommer gibt es nichts Besseres, als sich auf einer der großen Terrassen am Piața Mare niederzulassen, einen verlängerten Espresso oder eine heiße Schokolade zu bestellen und einfach stundenlang das Treiben, die Straßenkünstler und den Blick auf die bunten Fassaden zu genießen.


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Denkmal eines Mannes auf Sockel in gepflastertem Platz, umgeben von historischen Häusern und Kirchturm; einige Touristen.
Altstadt von Sibiu

Shopping und Souvenirs in Sibiu (Hermannstadt)


Wer ein Stück des siebenbürgischen Flairs mit nach Hause nehmen möchte, findet in Sibiu eine wunderbare Auswahl an kleinen Boutiquen, Kunsthandwerksläden, Antiquariaten und Märkten. Abseits von billigem Plastik-Kitsch hat die Stadt eine reiche Tradition an echtem Handwerk zu bieten.


Die besten Souvenirs aus Sibiu

  • Traditionelle Keramik: Die Region Siebenbürgen ist bekannt für ihre handgemachte Keramik – besonders die farbenfrohen, oft traditionell gemusterten Teller, Tassen und Krüge (typisch sind Erdtöne, Grün- und Blaunuancen) sind ein echter Hingucker.

  • Siebenbürgische Handarbeiten & Textilien: Bestickte Tischdecken, Kissenbezüge, Läufer oder traditionelle Trachtenstücke und Westen mit filigranen Blumenmustern spiegeln das reiche kulturelle Erbe der Region wider.

  • Holzschnitzereien: Von kunstvoll geschnitzten Kochlöffeln und Schalen bis hin zu dekorativen Holzfiguren – die Holzkunst hat in den Karpaten eine jahrhundertealte Tradition.

  • Lokale Delikatessen:

    • Honig: Aus den unberührten Wäldern und Blumenwiesen der Karpaten gibt es fantastischen, naturbelassenen Honig.

    • Schnaps (Palincă / Țuică): Der traditionelle, hochprozentige Obstbrand (meist aus Pflaumen oder Birnen) ist ein beliebtes Mitbringsel für Genießer.

    • Käse & Wurstwaren: Spezialitäten wie geräucherter Schafskäse (brânză afumată) oder lokale Salami-Spezialitäten (falls vakuumverpackt) überstehen auch die Heimreise.

  • Antiquitäten & Kunst: In den Gassen rund um den Kleinen Ring gibt es charmante Antiquitätengläden, in denen man alte Bücher, historische Ansichtskarten von Hermannstadt, alte Kupferstiche oder kleine Kunstgegenstände stöbern kann.


Wo kann man am besten einkaufen?

  • Der Kleine Ring (Piața Mică) & die umliegenden Gassen: Hier finden Sie die schönsten kleinen Concept Stores, Boutiquen und Kunsthandwerksläden, in denen lokale Designer und Handwerker ihre Waren anbieten.

  • Der Huet-Platz und die Strada Nicolae Bălcescu: Die belebte Fußgängerzone Strada Nicolae Bălcescu verbindet den Großen Ring mit dem Bahnhof und bietet eine Mischung aus moderneren Geschäften, Buchhandlungen und Souvenirständen.

  • Märkte und lokale Bauernmärkte: Wer regionale Lebensmittel und frisches Obst direkt von den Erzeugern kaufen möchte, findet in den umliegenden Markthallen der Stadt ein authentisches Einkaufserlebnis.

  • Das ASTRA-Freilichtmuseum: Wenn Sie das Museum außerhalb der Stadt besuchen, finden Sie im dortigen Eingangsbereich oft die besten und authentischsten Handwerksmärkte, auf denen traditionelle Töpfer, Weber und Holzschnitzer ihre echten Meisterwerke direkt verkaufen.


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Gotische Kirche mit Uhrturm und Statue von Teutsch vor blauem Himmel.
Gotische Kirche mit Uhrturm in Sibiu

Die schönsten Parks und Grünanlagen in Sibiu (Hermannstadt)


Neben historischer Architektur, malerischen Gassen und gemütlichen Cafés bietet Sibiu auch wunderschöne grüne Oasen. Wer dem Trubel der Altstadt kurz entfliehen, im Schatten alter Bäume entspannen oder einen Spaziergang im Grünen genießen möchte, findet in und um die Stadt fantastische Parks und Grünanlagen.


1. Der Sub Arini Park (Parcul Sub Arini)

  • Der Klassiker: Dies ist der älteste, größte und mit Abstand beliebteste Stadtpark von Sibiu, der sich südlich der historischen Altstadt erstreckt. Er wurde bereits im 19. Jahrhundert angelegt und ist eine wahre grüne Lunge.

  • Das Ambiente: Der Park besticht durch einen alten Baumbestand (darunter riesige Eichen, Kastanien und Linden), wunderschöne geschwungene Spazierwege, kleine Brücken und idyllische Bachläufe.

  • Aktivitäten: Perfekt für einen ausgiebigen Spaziergang, zum Joggen, Radfahren oder um sich im Sommer auf einer Bank mit einem Buch niederzulassen. Im Sommer finden hier auch oft Open-Air-Konzerte und Kulturveranstaltungen statt.


2. Die Bastionsgärten und Wallanlagen (Strada Cetății & Umgebung)

  • Historisches Grün: Entlang der alten Stadtmauer und rund um die Wehrtürme (wie den Dicken Turm) ziehen sich wunderschön angelegte Grünflächen und Promenaden.

  • Das Ambiente: Hier verbindet sich Geschichte mit Natur. Alte Bäume, gepflegte Rasenflächen und Blumenbeete schmiegen sich direkt an die mächtigen Backsteinmauern des mittelalterlichen Befestigungsrings. Es ist der perfekte Ort für einen kurzen, stimmungsvollen Spaziergang direkt am Rand der Altstadt.


3. Der Astra-Museumswald (Pădurea Dumbrava)

  • Natur pur vor den Toren der Stadt: Etwa fünf Kilometer südlich der Innenstadt, direkt beim berühmten ASTRA-Freilichtmuseum, erstreckt sich der weitläufige Dumbrava-Wald.

  • Das Ambiente: Ein riesiges, naturbelassenes Waldgebiet, das nicht nur zum Freilichtmuseum gehört, sondern auch ein beliebtes Naherholungsgebiet für die Einheimischen ist. Hier gibt es kilometerlange Wander- und Radwege, frische Luft und absolute Ruhe.

  • Highlight: Im Herzen des Waldes befindet sich auch der Zoo von Sibiu – der älteste Zoo Rumäniens –, was diesen Ausflug vor allem für Familien zu einem absoluten Highlight macht.


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Historische Burg mit roten Dächern bei blauem Himmel; einige Besucher stehen davor auf dem Platz. Corvin-Schloss (Castelul Corvinilor / Hunyad-Burg)
Corvin-Schloss (Castelul Corvinilor / Hunyad-Burg)

Die besten Ausflüge rund um Sibiu (Hermannstadt)


Die Umgebung von Sibiu gehört zu den landschaftlich und kulturell faszinierendsten Regionen ganz Rumäniens. Ob majestätische Hochgebirgsstraßen, mächtige Ritterburgen, idyllische sächsische Dörfer oder lebendige Geschichte im Freilichtmuseum – die Highlights im Umland sind absolut eine Reise wert.


1. Transfăgărășan (Transfăgărășan-Hochstraße)

  • Was es ist: Oft als „die beste Straße der Welt“ (u. a. durch Top Gear) bezeichnet, schlängelt sich diese spektakuläre Passstraße in kühnen Serpentinen über den Hauptkamm des Fogarasch-Gebirges in den Südkarpen.

  • Das Erlebnis: Die Fahrt bietet atemberaubende Ausblicke, tiefe Schluchten, steile Felswände und führt durch den längsten Straßentunnel Rumäniens. Sie ist in der Regel von Sommer bis Herbst (meist von Juli bis Oktober) geöffnet und ein absolutes Must-See für Roadtrip-Fans.


2. Bâlea-See (Lacul Bâlea)

  • Was es ist: Ein glitzernder, eiszeitlicher Gletschersee auf über 2.000 Metern Höhe, der direkt an der höchsten Stelle der Transfăgărășan-Straße liegt.

  • Das Erlebnis: Umgeben von schroffen Berggipfeln bietet der See eine dramatische, alpine Naturkulisse. Man kann ihn bequem mit dem Auto (über die Passstraße) oder – wenn diese geschlossen ist – spektakulär per Seilbahn von der Talstation aus erreichen. Direkt am See laden gemütliche Hütten und Restaurants zum Verweilen ein.


3. Corvin-Schloss (Castelul Corvinilor / Hunyad-Burg)

  • Was es ist: Eine der größten, beeindruckendsten und am besten erhaltenen gotisch-Renaissance-Burgen Osteuropas, gelegen in der Stadt Hunedoara (etwa 1,5 Autostunden von Sibiu entfernt).

  • Das Erlebnis: Mit ihren mächtigen Türmen, Zugbrücken, hohen Bastionen und finsteren Verliesen sieht die Burg aus wie direkt einem Märchen- oder Fantasyfilm entsprungen (und diente tatsächlich oft als Filmkulisse). Ein Rundgang durch die historischen Säle und über die Wehrgänge versetzt Besucher direkt ins Mittelalter.


4. Cisnădioara (Michelsberg)

  • Was es ist: Ein malerisches, historisches siebenbürgisch-sächsisches Dorf unweit von Sibiu.

  • Das Erlebnis: Das absolute Wahrzeichen des Ortes ist die Kirchenburg von Michelsberg, die erhaben auf einem kegelförmigen Hügel über dem Dorf thronen. Der kurze Aufstieg durch den Obstgarten wird mit einer wunderbaren romanischen Basilika und einem fantastischen Panoramablick über das Vorland der Karpaten belohnt. Das Dorf selbst strahlt eine wunderbare, friedliche Ruhe aus.


5. Rășinari (Städter / Räschln)

  • Was es ist: Eines der ältesten und traditionsreichsten Dörfer in der unmittelbaren Umgebung von Sibiu, am Fuße der Karpaten gelegen.

  • Das Erlebnis: Rășinari ist bekannt für seine gut erhaltenen Bauernhöfe, die traditionelle Schafzucht und als Heimatort bekannter rumänischer Dichter und Philosophen (wie Emil Cioran). Das Dorf ist berühmt für seinen exzellenten Schafskäse und bietet einen wunderbaren Einblick in das traditionelle dörfliche Leben, das eng mit der Geschichte der Region verwoben ist.


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Bergtal mit serpentinenreicher Straße, grünen Hängen und blauem Himmel; weite, ruhige Landschaft Transfăgărășan (Transfăgărășan-Hochstraße)
Transfăgărășan (Transfăgărășan-Hochstraße)

Wandern rund um Sibiu (Hermannstadt)


Wer die Wanderschuhe schnürt, findet in der Region um Sibiu ein absolutes Paradies. Die Mischung aus sanften Hügellandschaften, historischen Dörfern im siebenbürgischen Hügelland und den wilden, alpinen Höhenzügen der Südkarpaten bietet für jeden Anspruch – vom gemütlichen Sonntagsspaziergang bis zur anspruchsvollen Bergtour – die passenden Routen.


1. Das siebenbürgische Hügelland (Zitzen- und Păltiniș-Region)

  • Charakter: Sanfte Hügel, blühende Wiesen, schattige Wälder und malerische, historische Dörfer. Perfekt für Genusswanderer und Kulturinteressierte.

  • Beliebte Routen:

    • Wandern zwischen den Kirchendörfern: Eine wunderbare Tour führt von Cisnădioara (Michelsberg) über idyllische Feldwege und Obstgärten in das benachbarte Cisnădie (Heltau). Unterwegs genießt man weite Ausblicke und wandelt auf historischen Pfaden.

    • Rund um Rășinari: Vom traditionsreichen Dorf Rășinari aus kann man auf alten Hirtenpfaden durch die Vorberge der Karpaten wandern und die unberührte Natur der Region entdecken.


2. Das Fogarasch-Gebirge (Südkarpaten)

  • Charakter: Hochalpines Gelände, schroffe Felsen, tiefe Kessel und glitzernde Gletscherseen. Hier ist Trittsicherheit und alpine Ausrüstung gefragt.

  • Beliebte Routen:

    • Vom Bâlea-See zum Moldoveanu (oder Negoiu): Der Bâlea-See ist der ideale Ausgangspunkt für Touren in die höchsten Regionen Rumäniens. Von hier aus starten anspruchsvolle Gratwanderungen zu den höchsten Gipfeln des Landes (wie dem Mount Moldoveanu, 2544 Meter). Die Ausblicke über das endlose Bergpanorama sind schlicht unvergesslich.

    • Wanderungen rund um Păltiniș (Reussmarkt): Păltiniș ist der älteste und am höchsten gelegene Bergkurort Rumäniens (ca. 30 Autominuten von Sibiu entfernt). Im Winter ein Skigebiet, verwandelt sich die Region im Sommer in ein großartiges Wanderparadies mit gut markierten Wegen durch Nadelwälder und hinauf zu aussichtsreichen Almen (z. B. zur Schutzhütte Cabana Cindrel).


3. Der Astra-Wald und der Dumbrava-Wald

  • Charakter: Flach, waldreich und direkt vor den Toren der Stadt.

  • Beliebte Routen:

    • Wer keine weite Anreise plant, kann direkt vom ASTRA-Freilichtmuseum aus kilometerlang durch den geschützten Dumbrava-Wald wandern. Die Wege sind breit, hervorragend ausgeschildert und ideal für einen entspannten Spaziergang oder eine lockere Joggingrunde im Grünen.


Tipps für Ihre Wandertour:

  • Beste Reisezeit: Die ideale Wandersaison für die höheren Karpatenregionen (wie den Bâlea-See) erstreckt sich von Juli bis Oktober, da in den höheren Lagen bis Frühsommer oft noch Schnee liegen kann.

  • Ausrüstung: Für das Flachland und die Dörfer genügen feste Halbschuhe; für Touren im Fogarasch-Gebirge sind knöchelhohe Wanderschuhe, wetterfeste Kleidung (das Wetter in den Bergen kann schnell umschlagen) und eine gute Tourenplanung unerlässlich.


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Blick über die Altstadt von Sibiu mit roten Dächern, Kirchturm und Markt, dahinter grüne Hügel unter blauem Himmel.
Blick über die Altstadt von Sibiu

Sibiu mit Kindern – Familienurlaub in Siebenbürgen


Sibiu (Hermannstadt) ist ein absoluter Geheimtipp für Familien. Die historische Altstadt ist weitgehend verkehrsberuhigt, wunderbar zu Fuß zu erkunden und bietet eine perfekte Mischung aus Abenteuer, Natur und spannenden Museen, die auch für die jüngsten Besucher keine Langeweile aufkommen lassen.


Die besten Erlebnisse in der Stadt

  • Der Zoo Sibiu im Dumbrava-Wald: Nur wenige Kilometer südlich der Altstadt liegt der älteste Zoo Rumäniens, malerisch mitten in einem großen Waldgebiet gelegen. Hier gibt es neben Bären, Wölfen und Affen auch einen schönen Spielplatz und viel Schatten an warmen Sommertagen.

  • Geheimnisvolles Erkunden auf der Lügenbrücke: Kinder lieben die Legenden rund um die Brücke – die Mutprobe, ob die Brücke wackelt, wenn man lügt, sorgt immer für Spaß und Spannung.

  • Der Aufstieg auf den Ratsturm: Der Gang durch die engen Treppen und das Bestaunen des alten Uhrwerks im Inneren des Ratsturms fühlt sich für Kinder an wie eine kleine Kletterexpedition mit Belohnung durch den tollen Ausblick.

  • Astrakids – Das ASTRA-Freilichtmuseum mit Kindern: Das riesige Freilichtmuseum im Grünen ist perfekt für Familien. Da das Gelände so weitläufig ist, kann man hier wunderbar umherstreifen, alte Wassermühlen entdecken oder – je nach Saison – sogar eine Fahrt mit einer Pferdekutsche machen.


Action & Natur im Umland

  • Der Seilpark (Aventura Park) in Păltiniș: Nur rund 30 Autominuten von Sibiu entfernt liegt der Bergkurort Păltiniș. Im dortigen Hochseilgarten können Kinder und Jugendliche in verschiedenen Schwierigkeitsgraden zwischen den Baumwipfeln klettern und balancieren.

  • Ein Roadtrip über die Transfăgărășan-Straße: Wenn die Kinder Autofahrten mögen, ist die Fahrt hoch in die Südkarpaten ein echtes Erlebnis. Die vielen Haarnadelkurven und die gigantische Aussicht am Bâlea-See (inklusive Seilbahnfahrt) begeistern die ganze Familie.

  • Drachen- und Ritterfeeling auf dem Corvin-Schloss: Etwa 1,5 Stunden entfernt liegt die mächtige Hunyad-Burg. Mit ihren finsteren Verliesen, den hohen Mauern und den Zugbrücken fühlt man sich hier wie in einem echten Ritterfilm.


Kulinarischer Tipp für Familien

  • Papanași gehen immer: Das traditionelle rumänische Dessert (die riesigen Quarkkrapfen mit Sauerrahm und Beerensoße) ist bei Kindern absolut ungeschlagen und versüßt jede Restaurantpause.

  • In den gemütlichen Cafés und Restaurants rund um den Großen Ring lässt es sich dank kinderfreundlicher Bedienungen und oft schöner Außenbereiche sehr entspannt verweilen.


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Menschen gehen nachts unter bunten Lichtbögen und Lichterketten durch eine festlich beleuchtete Straße in Sibiu.
Weihnachtliche Dekoration in Sibiu

Mein perfekter Tag in Sibiu


Ein perfekter Tag in Sibiu (Hermannstadt) führt dich durch eine der charmantesten mittelalterlichen Altstädte Europas. Die Stadt verzaubert mit kopfingepflasterten Gassen, bunten Bürgerhäusern und den berühmten „Augen der Stadt“ – den charakteristischen Dachgauben, die dich gefühlt auf Schritt und Tritt beobachten.  


Hier ist mein maßgeschneiderter Plan für deinen unvergesslichen Tag:


Morgen: Der Herzschlag der Oberstadt

  • 09:00 Uhr – Start mit Kaffeeduft: Beginne deinen Tag in der Oberstadt. Ein Café wie das Lumos oder Meron am Großen Ring serviert hervorragenden Kaffee und ein erstklassiges Frühstück, um fit in den Tag zu starten.

  • 10:00 Uhr – Die drei historischen Plätze: Schlendere im Anschluss über die Piața Mare (Großer Ring), dem pulsierenden Zentrum der Stadt. Bewundere die Architektur des Brukenthal-Palais. Gehe dann weiter zum angrenzenden Kleinen Ring (Piața Mică) und bestaune den malerischen Huet-Platz.  

  • 11:00 Uhr – Über die Lügenbrücke & Kirchturm-Panorama: Überquere die berühmte Lügenbrücke (Podul Minciunilor) – und pass auf, dass sie beim Überqueren nicht wackelt (laut Legende stürzt sie ein, wenn man lügt!). Steige danach auf den Turm der Evangelischen Stadtpfarrkirche auf dem Huet-Platz. Von oben hast du einen atemberaubenden Blick über die roten Dächer der Stadt und – an klaren Tagen – bis hin zu den Gipfeln der Südkarpaten.  


Mittagessen & Nachmittag: Geheimnisvolle Gassen & Kultur

  • 12:30 Uhr – Rumänische Küche genießen: Kehre in ein traditionelles Restaurant in den Altstadtgassen ein (wie das Crama Sibiul Vechi), um lokale Köstlichkeiten wie Sarmale (Kohlrouladen) oder deftige siebenbürgische Hausmannskost zu probieren.

  • 14:00 Uhr – Abstieg in die Unterstadt: Nimm die historische Pempflingerstiege (Pasajul Scărilor), die sich malerisch durch den alten Wehrturm schlängelt, und lass dich treiben. Die Unterstadt ist ruhiger, fast dörflich und voller Patina, versteckter Hinterhöfe und kreativer Ateliers.  

  • 15:30 Uhr – Prunk & Geschichte: Zurück in der Oberstadt stattest du der beeindruckenden Orthodoxen Kathedrale (Kathedrale der Heiligen Dreifaltigkeit) einen Besuch ab. Ihr Inneres ist stark von der Hagia Sophia inspiriert und überwältigt mit leuchtenden Gold- und Blautönen.

  • 16:45 Uhr – Stadtmauern & Wehrtürme: Spaziere an der Strada Cetăţii (Harteneckgasse) entlang. Hier stehen die alten Wehrtürme (wie der Töpfer- und der Zimmermannsturm) und die gut erhaltene Stadtmauer, die von Sibius Vergangenheit als starke Kaufmanns- und Handwerkerbastion zeugen.  


Abend: Stimmungsvoller Ausklang

  • 18:30 Uhr – Abendessen in historischem Ambiente: Suche dir ein Restaurant mit gemütlichem Innenhof oder Gewölbekeller (z. B. das Atrium oder das Pasaj). Genieß ein Glas rumänischen Wein aus der Region (wie Fetească Neagră) und lass das milde Treiben auf dich wirken.

  • 20:30 Uhr – Abendlicher Spaziergang: Wenn die Sonne untergeht, werden die Laternen der Altstadt eingeschaltet und tauchen die Piața Mare und die schmalen Gassen in ein magisches, goldenes Licht. Setze dich auf einen Drink nach draußen und sauge das einzigartige Kulturflair dieser siebenbürgischen Perle auf.


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Infografik zu Sibiu (Hermannstadt) mit Altstadtfotos, Tagesplan 09:00–20:30 und Text: Ein perfekter Tag in SIBIU.
Mein perfekter Tag in Sibiu

Beste Reisezeit für Sibiu (Hermannstadt)


Wann ist die ideale Zeit für eine Reise nach Sibiu? Da die Stadt zu jeder Jahreszeit ihren ganz eigenen Reiz hat, hängt die beste Reisezeit stark davon ab, was Sie erleben möchten. Generell gilt das Späte Frühjahr bis zum frühen Herbst als die goldene Reisezeit.


Sommer (Juni bis August) – Das lebendige Kultur- und Festival-Hauptjahr

  • Wetter: Angenehme bis warme Sommertage (oft um 25 bis 30°C), abends kühlt es in der Regel angenehm ab. Perfekt zum Flanieren.

  • Vorteile: Die Stadt blüht auf, alle Cafés und Terrassen auf den großen Plätzen haben geöffnet. Sibiu ist im Sommer Schauplatz zahlreicher großer Festivals (wie dem internationalen Theaterfestival oder Film- und Musikfestivals).

  • Nachteile: Es ist Hauptsaison – entsprechend belebter sind die Gassen und Unterkünfte sollten rechtzeitig gebucht werden.


Herbst (September bis Oktober) – Der goldene siebenbürgische Herbst

  • Wetter: Meist stabiles, sonniges und mildes Wetter. Die Temperaturen sind ideal zum Wandern und Erkunden.

  • Vorteile: Ein absoluter Geheimtipp! Die umliegenden Wälder (wie im Dumbrava-Wald oder in den Karpaten) färben sich in ein spektakuläres Gold- und Rot. Es ist deutlich ruhiger als im Sommer und die Märkte quellen über von frischem Herbstobst und Trauben.


Frühling (Mai bis Juni) – Naturerwachen & Blütenpracht

  • Wetter: Die Natur erwacht zum Leben, die Tage werden länger und die Temperaturen steigen angenehm an.

  • Vorteile: Die Parks (wie der Sub Arini Park) blühen herrlich auf. Die Stadt ist entspannt und wunderbar für Städtetrips geeignet, bevor der große Sommerandrang beginnt.


Winter (Dezember bis Februar) – Märchenhafte Weihnachtsstimmung

  • Wetter: Winterlich, oft kalt mit Schnee in der Altstadt und reichlich Schnee in den Bergen.

  • Vorteile: Der Weihnachtsmarkt von Sibiu (Târgul de Crăciun) auf dem Großen Ring gehört zu den absolut schönsten und stimmungsvollsten in ganz Osteuropa. Wer den Zauber von Lichterglanz, Glühwein und verschneiten Dächern liebt, wird den Dezember hier lieben. Zudem ist Păltiniș in der Nähe dann ein tolles Skigebiet.


Empfehlung nach Interessen

  • Für Kultur & Flanieren: Juni bis September (perfektes Sommerwetter und Open-Air-Events).

  • Für Wandern & Natur: September bis Oktober (angenehme Temperaturen und phänomenale Herbstfarben in den Karpaten; zudem öffnet die Transfăgărășan-Straße garantiert).

  • Für Romantik & Weihnachtsstimmung: Die Adventszeit im Dezember.

  • Weitere Informationen über die beste Reisezeit für Sibiu findet ihr auf optimalereisezeit.de!


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Blick aus dem Flugzeug über Felder; pinke Wizz Air-Flügelspitze mit WizzAir.com und Flugzeugschatten auf der Erde. Landung in Sibiu
Landung in Sibiu

Anreise und Fortbewegung in Sibiu


Sibiu (Hermannstadt) ist dank seiner zentralen Lage in Rumänien hervorragend angebunden. Ob per Flugzeug, Zug, Auto oder Mietwagen – die Anreise und die Fortbewegung vor Ort gestalten sich unkompliziert.


1. Die Anreise nach Sibiu

  • Mit dem Flugzeug:

    • Der internationale Flughafen Sibiu (Aeroportul Internațional Sibiu - SBZ) liegt nur rund 5 Kilometer westlich der Innenstadt. Er wird regelmäßig von verschiedenen europäischen Städten (teilweise direkt oder über Drehkreuze wie München, Wien oder Dortmund) angeflogen.

    • Transfer: Vom Flughafen aus ist man mit dem Taxi, Bus oder Mietwagen in etwa 10 bis 15 Minuten mitten in der Altstadt.

  • Mit dem Auto / Mietwagen:

    • Rumäniens Straßennetz wurde in den letzten Jahren stark modernisiert. Sibiu liegt direkt an der wichtigen europäischen Fernstraße E68 sowie nahe der Autobahn A1, die das Land durchquert.

    • Entfernungen: Die Fahrt aus der rumänischen Hauptstadt Bukarest dauert je nach Verkehr ca. 4,5 bis 5,5 Stunden (führt durch das malerische Olt-Tal), von Klausenburg (Cluj-Napoca) etwa 2,5 Stunden.

  • Mit dem Zug:

    • Der Hauptbahnhof Sibiu (Gara Sibiu) liegt nördlich der Altstadt und ist gut an das nationale Schienennetz der CFR angebunden. Es gibt direkte Zugverbindungen zu vielen großen Städten Rumäniens, allerdings sind die Fahrzeiten im Vergleich zum Auto oft etwas länger.


2. Fortbewegung in der Stadt (Ohne Auto)

  • Zu Fuß (Die beste Wahl): Die historische Altstadt von Sibiu (Ober- und Unterstadt) ist fast komplett als Fußgängerzone ausgewiesen und weitgehend verkehrsberuhigt. Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten, Plätze, Restaurants und Cafés lassen sich am besten und genussvollsten bei einem Spaziergang erkunden.

  • Öffentlicher Nahverkehr (Busse & Trolleybusse): Das Busnetz der städtischen Gesellschaft Tursib ist modern, zuverlässig und günstig. Es verbindet die Altstadt mit den Außenbezirken, dem Bahnhof und dem Flughafen. Tickets können bequem an Kiosken, per App oder kontaktlos im Bus gekauft werden.

  • Taxis und Ridesharing: Taxis sind in Sibiu im Vergleich zu Westeuropa sehr günstig. Achten Sie darauf, offizielle Taxiunternehmen zu nutzen (z. B. Teo, Constant oder Brumă) und sicherzustellen, dass das Taxameter eingeschaltet ist. Alternativ sind in Rumänien auch Fahrdienst-Apps wie Bolt sehr verbreitet und komfortabel.


3. Mit dem Mietwagen unterwegs (Umland & Roadtrips)

Ein Mietwagen ist die perfekte Wahl, wenn Sie nicht nur die Stadt sehen, sondern auch die atemberaubende Umgebung (wie die Transfăgărășan-Straße, das ASTRA-Freilinkmuseum oder die sächsischen Dörfer) flexibel erkunden möchten.

  • Anbieter: Am Flughafen Sibiu sowie im Stadtzentrum sind alle großen internationalen Mietwagenfirmen (wie Hertz, Avis, Sixt, Europcar) sowie zuverlässige lokale Anbieter vertreten. Mietwagen in Rumänien findet ihr auf Check24!*

  • Tipps fürs Autofahren in Rumänien:

    • Straßenverhältnisse: Hauptverkehrsstraßen sind in gutem Zustand, in ländlichen Regionen oder kleineren Gassen kann man vereinzelt noch auf Schlaglöcher treffen.

    • Bergstraßen (Transfăgărășan): Beachten Sie, dass hochalpine Passstraßen meist nur von Juli bis Oktober komplett schneefrei und befahrbar sind. Prüfen Sie vorab immer die aktuellen Wetter- und Straßenbedingungen.

    • Vignette (Rovinieta): Wenn Sie außerhalb der Stadt auf Nationalstraßen oder Autobahnen unterwegs sind, benötigen Sie in Rumänien eine elektronische Vignette (Rovinieta). Diese ist günstig und kann unkompliziert an Tankstellen oder online gekauft werden (wichtig: Viele Mietwagenfirmen haben diese bereits integriert – fragen Sie am besten bei der Übergabe nach).

    • Parken in der Altstadt: Rund um die historische Altstadt gibt es verschiedene gebührenpflichtige Parkzonen (oft per SMS, Parkscheinautomat oder Park-App lösbar). Viele Unterkünfte in der Altstadt bieten hoteleigene Parkplätze an – bei der Buchung unbedingt prüfen!


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Taubenschwarm über historischem cremefarbenem Gebäude mit Uhrturm und Fahnen vor hellem Himmel.
Taubenschwarm über historischem cremefarbenem Gebäude in Sibiu

Übernachten in Sibiu – Die besten Stadtteile


Wer seine Unterkunft in Sibiu (Hermannstadt) sucht, hat die Qual der Wahl: Ob historisches Flair direkt an den malerischen Plätzen, charmantes Handwerker-Ambiente in der Unterstadt oder ruhige, moderne Viertel – je nach Reisestil gibt es die perfekte Gegend.


1. Die Oberstadt (Orașul de Sus) – Das historische Herz

  • Der Vibe: Lebendig, prächtig, geschichtsträchtig und absolut zentral. Hier schlägt das touristische und kulturelle Herz von Sibiu.

  • Die Lage: Umfasst die Gegend um den Großen Ring (Piața Mare), den Kleinen Ring (Piața Mică) und den Huet-Platz.

  • Für wen geeignet: Erstbesucher, Paare und alle, die es lieben, direkt vor der Haustür in den besten Cafés, Restaurants und Museen zu sein. Man kann alle Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erreichen.

  • Unterkünfte: Boutique-Hotels in restaurierten historischen Bürgerhäusern, charmante Pensionen und stilvolle Altbau-Apartments.


2. Die Unterstadt (Orașul de Jos) – Romantik & Ursprünglichkeit

  • Der Vibe: Malerisch, entspannt, bodenständig und oft wie aus der Zeit gefallen.

  • Die Lage: Erstreckt sich unterhalb der Oberstadt, erreichbar über die berühmte Lügenbrücke oder die Treppenpassage. Hier findet man breitere Plätze, alte Handwerkerhäuser und die charakteristischen Dächer mit den „Augen von Sibiu“.

  • Für wen geeignet: Ruhesuchende, Fotografen, Individualreisende und Romantiker, die dem Trubel des Großen Rings entfliehen möchten, aber dennoch im historischen Zentrum wohnen wollen.

  • Unterkünfte: Liebevoll hergerichtete historische Gästehäuser, gemütliche Ferienwohnungen und kleinere, familiengeführte Pensionen.



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3. Das Viertel rund um den Park Sub Arini (Südliche Altstadt)

  • Der Vibe: Grün, elegant, ruhig und gehoben.

  • Die Lage: Etwas südlich der historischen Altstadt, direkt angrenzend an den wunderschönen Sub Arini Park.

  • Für wen geeignet: Familien, Naturliebhaber und Reisende mit Auto, die eine ruhige Nachbarschaft schätzen und schnell im Grünen sein wollen, aber dennoch in wenigen Gehminuten im Zentrum sein möchten.

  • Unterkünfte: Moderne Apartments, ruhigere Hotels und Pensionen mit oft unkomplizierter Parksituation.


4. Bahnhofs- und Universitätsnähe / Nord- und Ostbezirke

  • Der Vibe: Praktisch, funktional und gut angebunden.

  • Die Lage: In der Nähe des Hauptbahnhofs (Gara Sibiu) oder den etwas neueren Wohn- und Geschäftsvierteln östlich des Zentrums.

  • Für wen geeignet: Bahnreisende, Geschäftsreisende oder Budget-Reisende, die eine schnelle Anbindung an den Verkehr suchen und kein Problem mit einem kurzen Fußmarsch (ca. 10–15 Minuten) in die historische Altstadt haben.

  • Unterkünfte: Modernere Business-Hotels, Kettenhotels und preiswertere Apartments.


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Großer leerer Platz vor einer barocken Kirche mit Turm und hellen Fassaden unter grauem Himmel in Sibiu.
Marktplatz in Sibiu

Kosten – Ist Sibiu teuer?


Eine der erfreulichsten Nachrichten für eine Reise nach Sibiu (Hermannstadt) vorweg: Nein, Sibiu ist im Vergleich zu westeuropäischen Großstädten oder klassischen Touristen-Hotspots in Südeuropa sehr günstig.

Obwohl die Stadt eine hohe Lebensqualität, exzellente Gastronomie und ein reichhaltiges Kulturangebot bietet, ist das Preis-Leistungs-Verhältnis für Reisende aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz nach wie vor hervorragend.


Was kosten die Dinge vor Ort? (Orientierungswerte)

  • Essen & Trinken (Gastronomie):

    • Kaffee / Espresso: ca. 2,00 bis 3,50 Euro (in Specialty-Coffee-Shops etwas mehr).

    • Ein großes Bier (0,5 l): ca. 2,50 bis 4,00 Euro in einer Kneipe oder auf dem Hauptplatz.

    • Hauptgericht im Restaurant: ca. 8,00 bis 16,00 Euro für gut bürgerliche rumänische Küche oder Pizza/Pasta; in gehobenen Gourmet-Restaurants zahlt man etwas mehr, aber selten westliche Spitzenpreise.

    • Das traditionelle Dessert (Papanași): ca. 4,00 bis 7,00 Euro.

  • Unterkünfte:

    • Gute Mittelklasse-Hotels / Pensionen: ca. 50,00 bis 90,00 Euro pro Nacht für ein Doppelzimmer inklusive Frühstück.

    • Boutique-Hotels im historischen Zentrum / Ferienwohnungen: ca. 80,00 bis 150,00 Euro pro Nacht (je nach Saison und Ausstattung).

    • Hostels / Budget-Zimmer: ab ca. 25,00 bis 40,00 Euro.

  • Transport & Mobilität:

    • Öffentlicher Nahverkehr (Bus): Einzelfahrscheine kosten nur wenige Cent (ca. 0,60 bis 1,00 Euro).

    • Taxi / Bolt: Extrem günstig. Eine Fahrt quer durch die Stadt kostet meist nur zwischen 3,00 und 7,00 Euro.

    • Mietwagen: Die Tagespreise variieren je nach Saison, sind aber im EU-Vergleich oft moderat (wichtig: rechtzeitig buchen, besonders in den Sommermonaten).

  • Sehenswürdigkeiten & Kultur:

    • Die meisten Museen (wie das Brukenthal-Museum oder das ASTRA-Freilichtmuseum) verlangen sehr faire Eintrittspreise, die meist zwischen 4,00 und 10,00 Euro liegen. Auch der Aufstieg auf den Ratsturm kostet nur einen minimalen Obolus.


Fazit und Spartipps

  • Währung: In Rumänien wird mit dem Leu (RON) bezahlt (der Euro ist kein offizielles Zahlungsmittel, wird aber in manchen touristischen Kontexten ungünstig umgerechnet akzeptiert – zahlen Sie am besten bar in Lei oder mit Karte).

  • Kartenzahlung: Ist in Sibiu fast überall (Restaurants, Hotels, Supermärkte) völlig unkompliziert möglich. Etwas Bargeld (Lei) sollte man dennoch für kleine Souvenirstände, Trinkgelder oder Parkscheinautomaten dabeihaben. Keine Kreditkarte? Dann schaut mal hier auf Tarifcheck vorbei!*

  • Saisonale Unterschiede: Während die Preise in der Hauptsaison (Sommer und Dezember zum Weihnachtsmarkt) leicht anziehen, bleibt Sibiu im Vergleich zu anderen europäischen Kulturstädten ein echtes Schnäppchen für ein unvergessliches Reiseerlebnis.


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Blick über die Altstadt von Sibiu mit roten Dächern, Marktplatz und Kirchturm; bunt gemustertes Dach im Vordergrund.
Blick über die Altstadt von Sibiu

Persönliche Tipps und Geheimtipps für Sibiu (Hermannstadt)


Nachdem wir die klassischen Highlights, Cafés, Restaurants und Ausflüge abgehakt haben, kommen hier ein paar ganz besondere, oft übersehene Geheimtipps und Insider-Ratschläge, die Ihre Reise nach Sibiu auf das nächste Level heben.


1. Die „Augen von Sibiu“ nachts erleben

  • Der Geheimtipp: Die berühmten mandelförmigen Dachfenster (die Augen der Stadt) haben eine ganz eigene Wirkung, wenn die Dunkelheit einbricht.

  • Warum es besonders ist: Machen Sie spätabends (gegen 22:00 oder 23:00 Uhr) einen Spaziergang durch die Unterstadt oder rund um den Kleinen Ring. Wenn die meisten Touristen im Hotel sind und die historischen Straßenlaternen die alten Fassaden in ein warmes, gedimmtes Licht tauchen, wirken die Dächer fast lebendig. Es herrscht eine magische, fast filmreife Stille.


2. Der schönste Blick zum Sonnenuntergang: Die Stadtmauer an der Strada Papiu Ilarian

  • Der Geheimtipp: Statt den Sonnenuntergang vom überfüllten Ratsturm aus zu beobachten, zieht es Kenner an die westlichen Abschnitte der alten Befestigungsanlage.

  • Warum es besonders ist: Von den schmalen Pfaden und Bänken entlang der alten Wehrmauern hat man einen fantastischen Blick nach Westen über die modernen Ausläufer der Stadt hin zu den Toren der Karpaten. Wenn die Sonne untergeht, taucht sie das alte Mauerwerk in ein goldenes Licht.


3. Ein Konzert in der Ursulinenkirche oder der Franziskanerkirche

  • Der Geheimtipp: Abseits der großen evangelischen Stadtpfarrkirche finden in den kleineren historischen Kirchen der Altstadt (wie der Ursulinenkirche) regelmäßig intime Konzerte statt.

  • Warum es besonders ist: Die Akustik in diesen jahrhundertealten Sakralbauten ist phänomenal. Wer das Glück hat, hier ein Orgel- oder Kammermusikkonzert zu erleben, entkommt dem Trubel und genießt Kunst in einer fast mystischen Atmosphäre.


4. Flohmarkt-Feeling auf dem Târgul Obor

  • Der Geheimtipp: Der große traditionelle Markt am Stadtrand (Samstags morgens).

  • Warum es besonders ist: Das ist kein polierter Touristenmarkt, sondern das echte, authentische rumänische Alltagsleben. Hier gibt es von altem Handwerkszeug über nostalgische DDR- oder Siebenbürgen-Relikte bis hin zu traditionellem Haushaltsbedarf alles zu entdecken. Perfekt für Stöberer, die das unverfälschte lokale Flair suchen.


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Historischer Marktplatz mit Statue in Sibiu, bunten Altbauten und Kirchturm mit Uhr unter blauem Himmel.
Historischer Marktplatz mit Statue in Sibiu

Weitere Reiseziele in Rumänien:

Bukarest, Brasov, Cluj-Napoca, Timișoara, Sighișoara, Mediaș, Iași, Craiova, Oradea, Constanța, Karlsburg,



Fazit – Lohnt sich eine Reise nach Sibiu?


Ein klares und restloses Ja! Sibiu (Hermannstadt) gehört zweifellos zu den faszinierendsten, charmantesten und lohnendsten Reisezielen in ganz Osteuropa.

Die siebenbürgische Metropole schafft das seltene Kunststück, den perfekten Spagat zwischen reicher Geschichte, lebendiger Kultur und entspanntem Urlaubsflair hinzulegen. Hier sind die wichtigsten Gründe, warum sich die Reise absolut lohnt:

  • Atmosphäre zum Verlieben: Die einzigartige Kombination aus mittelalterlichen Wehrtürmen, bunten Barockfassaden, romantischen Gassen und den charakteristischen „Augen von Sibiu“ zieht jeden Besucher sofort in ihren Bann.

  • Abwechslung pur: Nirgendwo sonst liegen urbaner Genuss (in erstklassigen Cafés und Restaurants) und wilde Natur (wie die Karpaten, die Transfăgărășan-Straße oder das ASTRA-Freilichtmuseum) so nah beieinander.

  • Faires Preis-Leistungs-Verhältnis: Man bekommt außergewöhnlich viel Kultur, exzellente Kulinarik und wunderschöne Unterkünfte zu Preisen, die das Reisebudget im Vergleich zu Westeuropa spürbar schonen.

  • Authentische Gastfreundschaft: Die Mischung aus rumänischer Lebensart und siebenbürgisch-sächsischer Tradition sorgt für eine herzliche, offene und entspannte Atmosphäre, in der man sich sofort willkommen fühlt.


Ob für ein verlängertes Wochenende im Frühling, als Genuss-Städtetrip im goldenen Herbst, als Ausgangspunkt für einen epischen Roadtrip oder als familienfreundliches Abenteuer – Sibiu hinterlässt bleibende Eindrücke und macht garantiert Lust auf mehr. Packt eure Koffer und los gehts!


Aktivitäten in Sibiu könnt ihr hier finden und buchen:



Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Sibiu (Hermannstadt)


1. Wo liegt Sibiu?

Sibiu, auf Deutsch Hermannstadt, liegt im Herzen Rumäniens in der historischen Region Siebenbürgen (Transsilvanien). Die Stadt zählt zu den schönsten und kulturell bedeutendsten Reisezielen des Landes.

2. Wofür ist Sibiu bekannt?

Sibiu ist vor allem für seine hervorragend erhaltene Altstadt, die berühmten "Augenhäuser", den Großen Ring (Piața Mare), die Lügenbrücke und seine bewegte Geschichte als ehemalige Siedlung der Siebenbürger Sachsen bekannt.

3. Lohnt sich ein Besuch in Sibiu?

Ja, Sibiu gehört zu den schönsten Städten Rumäniens. Die Mischung aus mittelalterlicher Architektur, gemütlichen Cafés, historischen Plätzen und der Nähe zu den Karpaten macht die Stadt zu einem idealen Reiseziel.

4. Wie viele Tage sollte man für Sibiu einplanen?

Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten reichen zwei bis drei Tage aus. Wer zusätzlich Ausflüge in die Umgebung oder Wanderungen unternehmen möchte, sollte vier bis fünf Tage einplanen.

5. Wann ist die beste Reisezeit für Sibiu?

Die beste Reisezeit ist von Mai bis September. In diesen Monaten erwarten dich angenehme Temperaturen und ideale Bedingungen für Stadtbesichtigungen sowie Ausflüge in die Natur.

6. Welche Sehenswürdigkeiten sollte man in Sibiu nicht verpassen?

Zu den Highlights gehören der Große Ring, der Kleine Ring, die Lügenbrücke, die evangelische Stadtpfarrkirche, der Rathausturm, das Brukenthal-Museum und die malerischen Gassen der Altstadt.

7. Warum haben die Dächer in Sibiu Augen?

Die charakteristischen Dachfenster erinnern an Augen und gelten als Wahrzeichen der Stadt. Sie dienten ursprünglich der Belüftung der Dachböden und verleihen Hermannstadt ihren unverwechselbaren Charme.

8. Ist Sibiu ein gutes Reiseziel für Familien?

Ja. Autofreie Plätze, Parks, Museen und zahlreiche Veranstaltungen machen Sibiu auch für Familien mit Kindern zu einem attraktiven Reiseziel.

9. Kann man Sibiu gut zu Fuß erkunden?

Ja. Die historische Altstadt ist kompakt und viele Sehenswürdigkeiten liegen nur wenige Gehminuten voneinander entfernt.

10. Ist Sibiu sicher?

Sibiu gilt als eine der sichersten Städte Rumäniens. Wie in jeder touristischen Stadt solltest du dennoch auf deine Wertsachen achten.

11. Welche Sprache wird in Sibiu gesprochen?

Die Amtssprache ist Rumänisch. In Hotels, Restaurants und touristischen Einrichtungen sprechen viele Menschen auch Englisch. Aufgrund der Geschichte der Stadt sind teilweise noch deutsche Einflüsse vorhanden.

12. Welche Währung wird in Sibiu verwendet?

In Rumänien wird mit dem Rumänischen Leu (RON) bezahlt. In vielen Geschäften und Restaurants ist auch Kartenzahlung problemlos möglich.

13. Gibt es gute Restaurants in Sibiu?

Ja. Sibiu bietet zahlreiche Restaurants mit rumänischer, deutscher, österreichischer und internationaler Küche. Besonders rund um den Großen Ring findest du eine große Auswahl.

14. Welche Spezialitäten sollte man in Sibiu probieren?

Typische Gerichte sind Sarmale (gefüllte Kohlrouladen), Mici (gegrillte Hackfleischröllchen), Ciorbă (Suppe), Papanași als Dessert sowie regionale Weine und Schnäpse.

15. Kann man in Sibiu gut einkaufen?

Ja. Neben kleinen Boutiquen und Souvenirgeschäften gibt es moderne Einkaufszentren sowie traditionelle Märkte mit regionalen Produkten.

16. Welche Ausflüge bieten sich von Sibiu an?

Beliebte Ausflugsziele sind das Schloss Hunedoara, die Kirchenburg Biertan, die Festung Alba Iulia, das Dorfmuseum ASTRA sowie die spektakuläre Transfogarascher Hochstraße.

17. Ist die Transfogarascher Hochstraße von Sibiu gut erreichbar?

Ja. Die berühmte Transfogarascher Hochstraße liegt nur etwa eine Autostunde von Sibiu entfernt und gehört zu den schönsten Panoramastraßen Europas.

18. Kann man rund um Sibiu wandern?

Ja. Das nahegelegene Cindrel-Gebirge und die Südkarpaten bieten zahlreiche Wanderwege für Anfänger und erfahrene Wanderer.

19. Wann findet der Weihnachtsmarkt in Sibiu statt?

Der Weihnachtsmarkt zählt zu den schönsten in Rumänien und findet jedes Jahr von Mitte November bis Anfang Januar auf dem Großen Ring statt.

20. Ist Sibiu auch im Winter eine Reise wert?

Ja. Die verschneite Altstadt, der Weihnachtsmarkt und die gemütliche Atmosphäre machen Sibiu auch in der kalten Jahreszeit zu einem beliebten Reiseziel.

21. Wie kommt man nach Sibiu?

Sibiu verfügt über einen internationalen Flughafen mit Verbindungen aus verschiedenen europäischen Städten. Alternativ erreichst du die Stadt bequem mit dem Auto, Zug oder Fernbus.

22. Benötigt man in Sibiu einen Mietwagen?

Für die Stadt selbst ist kein Mietwagen notwendig. Wer jedoch die Transfogarascher Hochstraße, Kirchenburgen oder die Karpaten erkunden möchte, profitiert von einem eigenen Fahrzeug.

23. Welche Festivals finden in Sibiu statt?

Besonders bekannt ist das Internationale Theaterfestival (FITS), eines der größten Theaterfestivals Europas. Daneben finden zahlreiche Musik-, Film- und Kulturveranstaltungen statt.

24. Ist Sibiu teuer?

Im Vergleich zu vielen Städten in Westeuropa ist Sibiu ein preiswertes Reiseziel. Unterkünfte, Restaurants und Eintrittspreise bieten meist ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

25. Warum sollte man Sibiu besuchen?

Sibiu verbindet eine wunderschöne mittelalterliche Altstadt, faszinierende Geschichte, hervorragende Gastronomie und eine traumhafte Lage am Fuße der Karpaten. Ob Kultur, Natur oder Kulinarik – Hermannstadt bietet für nahezu jeden Geschmack das passende Erlebnis und zählt zu den schönsten Städtereisezielen Rumäniens.




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